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Reise Sachsen

Tag 11: Dresden – Bahra

Der Morgen heute begann leider etwas unschön. 1 1/2 Stunden vor dem Wecker wurden wir vom Geräusch eines sehr lauten Rasenmähers geweckt. Die Stimmung war dennoch sehr gut und wir konnten positiv in den Tag starten.

Nach dem Aufwachen ging es für uns als allererstes zum Supermarkt, um uns etwas zum Frühstück zu kaufen, da wir leider nichts mehr dafür besorgt hatten. Zum Glück waren es aber nur 5 Fußminuten bis wir uns etwas zu Essen besorgen konnten. Heute gab es Brötchen mit Käse und als Abschluss gönnten wir uns noch einen Berliner. Nach einem entspannten Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen und mussten uns leider schon von Jesse verabschieden, der nach zwei Tagen, an denen er uns begleitet hatte wieder zurück nach Hause musste. Er hat sich an den bisher zwei längsten Tagen wacker geschlagen und konnte, obwohl wir natürlich schön länger unterwegs sind gut mithalten. Auch von Rieke mussten wir uns leider nach einer Nacht wieder verabschieden, bei ihr durfte wir netterweise die Nacht verbringen. Wir hatten dort eine tolle Zeit und wären auch sehr gerne länger geblieben.

Mit dem Fahrrad ging es los, wieder durch Dresden, wo die Radwege uns wieder an die Elbe navigierten. Entlang des viel befahrenen Elberadwegs führte uns die Route weiter nach Osten, bis nach Pirna. Dort konnten wir endlich im Baumarkt eine neue Gaskartusche kaufen, was uns bereits seit mehreren Tagen Sorgen bereitete, da sich unsere langsam aber beständig leerte.

Nach dem kurzen Stopp ging es wieder zurück an die Elbe, welche inzwischen seit über 300 Kilometern unser treuer Begleiter war, dies aber nun leider nicht mehr lange sein würde. Die tollen, asphaltierten Radwege immer entlang des Ufers endeten für uns hier leider. Bei Obervogelgesang verließen wir dann den Elberadweg und es begann der mühevolle Aufstieg zur Festung Königstein, welche schon von weitem zu sehen war, wie sie über der Landschaft trohnt. Von knapp 120 Metern ging es auf nur 7 Kilometern fast 220 Meter empor, bis wir verschwitzt und kaputt die Festung erreichen konnten. Belohnt wurden wir mit einem tollen Ausblick über das Elbtal und mit dem bisher mit Abstand höchsten Punkt unserer Tour.

Festung Königstein aus der Vogelperspektive

Da Felix leider gesundheitlich angeschlagen ist haben wir dann beschlossen zum nächstmöglichen Campingplatz zu fahren, welcher in Bahra auf uns wartete. Nach 10 Kilometern Strecke und einigen weiteren Höhenmetern hatten wir damit unseren Schlafplatz für die Nacht erreicht. Insgesamt konnten wir zwar nur 45 Kilometer zurücklegen, aber das ist sicherlich die richtige Entscheidung gewesen, damit es Felix bald wieder besser geht.

Etwas älter: ein Bild von unserem SKS Equipment auf der Insel Rügen

Aus Felix Sicht: Schon gestern Abend merkte ich, dass es etwas sich nicht verhält, wie die andere Tage. Mein Kopf brummte wie Hölle, wahrscheinlich dem sonnigen Tag geschuldet. Ganz normal ging es Abends, diesmal leider erst gegen 01:00, auf die Isomatte. Verschwitzt, aber kalt, wachte ich die ganze Zeit auf, so dass ich gefühlt nur sehr wenige Stunden geschlafen hatte. Nach dem Aufstehen habe ich sofort eine Ibuprofen genommen, welche auch erstmal half. Das Frühstück war lecker, mir ging es gut.

Als es dann aber aufs Rad ging, wurde es langsam wieder schlimmer. Den Elbe-Radweg entlang fing es an, dass mir bei 26 Grad kalt wurde und der Kopf sich zurückmeldete, als Henrik dann sagte, dass wir ab fahren und die höchste Steigung erklimmen werden fiel ich in ein Motivationsloch. Geschafft von letzter Nacht, kämpfte ich mich aber den Berg hoch und wir genossen oben die Aussicht.

Als wir den weiteren Teil der heutigen Route betrachtet haben, meinte ich schnell, dass ich Anstiege im diesem Ausmaße wahrscheinlich nicht mehr schaffen werden und wir uns gerne irgendwo einquartieren sollten, damit ich Schlaf nachholen und gesund werden kann.

So suchten wir den Campingplatz Bahra auf, welcher nur 10 Kilometer weit entfernt sein sollte. Allerdings zeigte Google Maps eine ominös hohe Minutenanzahl an, welche der vielen, noch vor uns stehenden, Höhenmetern geschuldet waren. 1 km vor Ankunft verfuhren wir uns noch einmal und bauten dann später die Zelte an einem falschen Ort auf. Die Stimmung war im Keller.

Als die Zelte an der richtigen Position aufgestellt wurden, pumpte ich schnell die Isomatte auf und packte den Schlafsack aus. Gegen 18:15 Uhr lag ich dann also im Zelt, Ohropax schon reingesteckt, und mir fielen die Augen zu. Um 21:00 Uhr hat Henrik mich dann geweckt und nochmal was Essen. Eine Dose wurde halb aufgegessen und zwei Bananen wurden verdrückt.

Jetzt sitze ich hier, habe meine Sicht geschildert und freue mich gleich darauf, mich fertig zu machen und wieder in den Schlafsack zu hüpfen.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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6 Antworten auf „Tag 11: Dresden – Bahra“

Lindentee haben wir leider nicht dabei, aber kann man sich für die Zukunft Mal merken.
Danke für den Kommentar!

Guten Morgen Ihr Radwanderer,
diesmal war die Strecke zwar etwas kürzer, aber dafür anspruchsvoller. Es ist richtig Pausen einzulegen. Der Blick von der Festung Königstein ist so herrlich! Tolle Fotos habt Ihr wieder gemacht!
Ich wünsche Felix gute Besserung.
Herzliche Grüße aus dem Erzgebirge.
Petra

Ja, das stimmt, je anspruchsvoller die Strecke, desto weniger Kilometer werden gemacht. Die Festung Königstein fanden wir auch sehr schön.
Danke für den Kommentar!

Vielleicht wäre es für die Gesundheit besser gewesen, in Dresden einen Ruhetag einzulegen. Geht es hier nur um Kilometer machen ? Warum guckt ihr euch Deutschland nicht einmal von „innen“ an, wenn ihr schon einmal da seid. Eine Drohne über Dresden reicht da nicht aus. Hoffentlich haben die Meißner nicht gelesen, dass ihr den dortigen Dom kurzerhand zur Ortskirche herab gestuft habt………

In Dresden dachten wir noch das war nur eine Begleiterscheinung der Sonne des Vortages. Wir wollen uns Natürlich auch Deutschland angucken, sofern das auf dem Reiserad möglich ist, aber auch Kilometer machen ist eine unserer Prioritäten, welche wir uns gesetzt haben, die sportliche Herausforderung spricht uns auch sehr an. Von Dresden haben wir uns natürlich auch die Altstadt angeguckt, sieht man ja an den Bildern auf Instagram. 🙂 Bei Meißen ist uns ein Fehler unterlaufen, schon geändert.
Danke für den Kommentar!

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