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Tag 12: Bahra – Oederan

Heute morgen wollten wir gegen 08:30 Uhr aufwachen, um Felix die nötige Regeneration zu bieten, die er noch brauchte. Unsere Zelte hatten wir gestern Abend allerdings nicht all zu clever aufgestellt, so dass sich ab Sonnenaufgang unser Zelt in einen Ofen verwandelte. Der Unterschied zwischen den nächtlichen Temperaturen von so 15°C und den morgendlichen von ca. 26°C war klar zu spüren. Das bekamen wir alles aber sowieso schon früher mit, da unser kleines Lager umstellt war von mehreren Familien mit Kindern im Säuglingsalter, welche schon sehr früh in den Morgen starteten.

Nach einem klassischen Brot mit Wurst Frühstück machten wir uns fertig, um gegen 11:30 Uhr loszufahren, Räder voll bepackt und mit Vollgas in die Höhenmeter. Vom Campingplatz in Tal von Bahra ging es über nur wenige Kilometer ca. 100 Meter hoch in den Wald. Als wir wieder auf die Straße trafen ging es dann, wie leider viel zu häufig heute, wieder runter ins Tal, in den nächsten Ort. Über einige Berge und durch mehrer Täler ging es bis nach Liebstadt, wo wir durch den netten Ortskern fuhren und das Schloss, welches über dem Dorf thronte bewunderten.

Felix vor einem Holzstapel

Nach Liebstadt machten wir uns auf den nächsten Berg zu erklimmen, welcher uns anschließend mit einer tollen Abfahrt belohnte, doch genießen konnte man dies nie, da immer klar war, dass hinter der nächsten Kurve bereits der nächste Anstieg wartete. Nachdem wir durch Schlottwitz gefahren waren, kam nun der schlimmste Anstieg des Tages auf uns zu. Insgesamt 140 Höhenmeter auf einem Kilometer und Steigungen von bis zu 18%. Dies war mit dem Reiserad extrem Schweißtreibend und teilweise einfach nicht mehr zu bewältigen, sodass wir auf die guten alten Füße ausweichen mussten. Nachdem diese Anstregung geschafft war konnten wir endlich für den heutigen Tag in der Nähe von Dippoldiswalde einkaufen gehen.

Nachdem dies erledigt war einigten wir uns darauf, vor der Mittagspause noch ein wenig weiterzufahren, sodass wir diese nach knapp 40 Kilometern in Ruppendorf einlegten. Brötchen mit einem Kirschtomaten-Chilli Aufstrich waren heute auf der Speisekarte.

Felix vor einem Tal

Eine ausgedehnten Pause später ging es dann gestärkte weiter in Richtung Freiberg. Nach weiterem Auf und Ab, führte uns die Route auch mal durch den Wald, was sich bei starkem Gefälle als eher schlecht herrausstellte. Bei Kilometer 60 des heutigen Tages erreichten wir mit Freiberg die einzige größere Stadt des Tages, welche wir aber recht zügig durchquerten, da wir noch ein wenig Strecke vor uns hatten. Auch die Anzahl des noch ausstehenden Höhenmetern kannten wir nicht genau, weswegen wir natürlich soviel Zeit wie möglich dafür einplanen wollten. Diese haben wir auch gebraucht, denn bei durchschnittlich 13 km/h die Stunde ging es langsam voran.

Nach 85 Kilometern Strecke konnten wir dann endlich unsere Zelte für die Nacht aufbauen. 1320 Höhenmeter, welche wir heute gemacht haben, waren fast das doppelte unseres vorherigen Rekordes. Zu Essen gab es sehr leckeres Pfannengemüse mit Geflügelwürstchen. Der Nachtisch bestand aus jeweils zwei Bananen. Nach dem heutigen, sehr anstrengenden und nicht wirklich erzählenswerten oder abwechslungsreichen, Tag werden wir bestimmt super schlafen.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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2 Antworten auf „Tag 12: Bahra – Oederan“

Guten Morgen,
ich hoffe, Ihr habt gut geschlafen, nach dem gestrigen anstrengenden Tag. Auf jeden Fall ist die Temperatur heute Reise freundlicher. Aber leider sieht es nach Regen aus.
Bald werdet Ihr Chemnitz erreichen. Wo wollt Ihr denn heute Abend die Zelte aufstellen?
Ich wünsche Euch weiterhin gute Fahrt!
Herzliche Grüße
Petra

Ja, durch Chemnitz fahren wir schon bei Kilometer 30 durch aber wir können mit den Höhenmetern leider schwer einschätzen wie weit wir kommen und gucken das deswegen spontan. Und ja, es soll die nächsten 5 Tage, laut Wetterbericht, regnen.
Danke für den Kommentar!

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