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Reise Sachsen

Tag 13: Oederan – Zwickau

Am Morgen wurden wir überraschend durch die Sonne und die Vögel geweckt. Angesagt waren ab ca. 5:00 Uhr Gewitter und starker Regen. Der erste Satz des Morgens war also: „So viel Glück kann man doch gar nicht haben“, da wir während den 12 Tagen auf Tour bisher immer noch kein nasses Zelt einpacken mussten und größtenteils vom Regen verschont worden sind, obwohl es bisher häufig angesagt war.

Frühstücken wollten wir heute erst wieder nach ein wenig Strecke, so dass wir morgens recht flott eingepackt haben und etwa gegen 10:00 Uhr losfahren konnten. Von unserem Schlafplatz ging es erst einmal über einige Kilometer insgesamt 120 Meter bergab. Nachdem wir uns durch einen Bahnübergang mit kaputter Schranke quetschen mussten ging es anschließend wieder die meisten Höhenmeter bergauf, was uns durch wirklich steile, schlechte Wege wieder zum Schieben zwang.

Nach der unvermeidlichen Abfahrt ins nächste Tal fanden wir uns in Flöha wieder. Leider gingen am Morgen unsere letzten Wasservorräte zur Neige. Da wir auf den ersten Kilometern nichts zum Flaschenauffüllen finden konnten, passten wir im Ort einen gerade einparkenden Anwohner ab. Nach einer kurzen, netten Konversation füllte er netterweise unsere Wasserflaschen in seinem Haus auf. Wir konnten also endlich unseren Durst stillen und weiterfahren.

Dies traf sich sehr gut, da uns direkt danach auch der stärkste Anstieg des Tages erwartete. Die fast 200 Höhenmeter erstreckten sich über 4 Kilometer, so dass es eher ein Zeit, als ein Energieaufwand war, da wir den Aufstieg sehr entspannt angingen.

Etwas älter: Ein Video von uns dreien zwischen zwei Feldern

Direkt danach ging es auch schon zur Abfahrt nach Chemnitz. Während wir Ausschau nach einem Platz zum Frühstücken hielten rollten wir durch die Vorstadt und schließlich auch entlang der Straßenbahn bis in das Zentrum vom Chemnitz. Direkt am Fluss Chemnitz fanden wir ein nettes Plätzchen, um unsere Brote zu verspeisen. Nach einer kurzen Pause ging es nur ein kleines Stück weiter, um bei einem Fastfood-Laden unseres Vertrauens auf die Toilette zu gehen.

Weiter durch die Stadt nährten wir uns dem Westrand von Chemnitz. Kurz nach der Stadtgrenze ging es dann in Oberlungwitz in den Supermarkt. Nach einer schönen langen Abfahrt bog die Route auf einen etwas nervigeren Teil der Strecke ein. Es ging wieder auf einem sehr gerölligen Waldweg auf den nächsten Berg hinauf. Dabei begann es ziemlich stark zu regnen.

Nach der nächsten Abfahrt beschlossen wir in Crossen an einer Bushaltestelle geschützt vom Regen die Mittagspause einzulegen. Es gab, wie jeden Tag Brötchen aus dem Supermarkt mit Frischkäse. Zum Nachtisch gönnten wir uns heute noch ein Croissant mit Schokofüllung. Als wir dort so saßen überlegten wir, wie wir heute die Nacht verbringen sollten. Da es bis zum nächsten Morgen nicht aufhören sollte zu regnen beschlossen wir heute in einer Pension zu schlafen, um vor allem die Zelte trocken zu halten. Leider konnten wir entlang unserer Route in den nächsten 20 bis 30 Kilometern keine unseren Erwartungen entsprechenden Unterkunft finden, also mussten wir sehr in der Nähe unserer Mittagsbushaltestelle eine Unterkunft für die Nacht buchen.

Nach einem kleinen Einkaufsstopp auf dem Weg erreichten wir dann nach leider nur 65 Kilometern fahrt unsere Unterkunft für die Nacht. Endlich können wir mal wieder in einem richtigen Bett schlafen und uns etwas ausruhen, um die Höhenmeter der kommenden Tage zu bewältigen.

Erkenntnis des Tages:
Man muss gut abwägen, ob man sich krampfhaft dem Wetter stellen will, um mehr Kilometer zu fahren, oder einfach mal den Tag spontan beendet, um die Ausrüstung trocken und die Stimmung oben zu halten.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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4 Antworten auf „Tag 13: Oederan – Zwickau“

Nun habt Ihr Chemnitz durchquert und das Erzgebirge wieder verlassen. Dieses Crazy Haus in Chemnitz gefällt mir. Das Bild habe ich auf Instagram gespeichert.
Mit der nächsten Etappe Bamberg-Passau habt Ihr wieder eine anspruchsvolle Etappe vor Euch. Nicht nur das Wetter wird das Tempo vorgeben. Ich wünsche Euch, dass Euch auch heute das Glück nicht verlässt!
Herzliche Grüße aus dem Erzgebirge.
Petra

Ja, wobei die Etappe Bamberg-Passau, welche wir in ca. 4 Tagen beginnen werden, am Main-Donau-Kanal und an der Donau entlang geht, heißt, wir hoffen auf tolle, Fläche Wege. Wetter ist bislang richtig gut.
Danke für den Kommentar!

Das sind mit Abstand die besten Wege! Schön flach, meistens guter Boden.
Danke für den Kommentar!

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