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Tag 15: Plothen – Küps

Wir wachten heute morgen gut ausgeruht und vor allem trocken in der Schutzhütte auf, in welcher wir gestern Abend unser Lager aufgebaut hatten. Sehr glücklich mit der Entscheidung gestern schon vor dem geplanten Tagesziel aufgehört zu haben, waren wir es am morgen um so mehr, da es Nachts sehr stark geregnet hatte und wir trotzdem trocken geblieben sind.

Wir machten uns also daran alles wieder zusammenpacken und weiterzuradeln. Los ging es gegen 09:45 Uhr. Direkt am Anfang fuhren wir eine tolle Abfahrt über mehrere hundert Höhenmeter, was aber natürlich auch wieder einen mühseligen Anstieg bedeutete. Unten in Ziegenrück angekommen folgte dieser prompt um 200 Höhenmeter und bereits nach 7 Kilometern am heutigen Tage floss der Schweiß in strömen.

Oben angekommen waren wir froh den Aufstieg gemeistert zu haben und machten uns auf zum Highlight des heutigen Tages zu fahren. Der Weg zur Ziemestalbrücke gestaltete sich aber schwieriger als gedacht, da er eigentlich als Wanderweg gedacht war und somit meist aus losem Geröll bestand. Trotzdem kamen wir nach einiger Rüttelei bei der Brücke an.

Der Weg zur Ziemestalbrücke

Da wir uns leider am Fuße dieser wiederfanden mussten wir noch ein kurzes Stück am Rande des Tals emporschieben, bis wir dann endlich oben ankamen. Als erstes bauten wir erstmal unsere Campingstühle von Uquip auf und verzehrten das Frühstück. Nachdem wir uns die alte Eisenbahnbrücke genauer angeschaut hatten konnten wir ein paar Fotos schießen und uns dann wieder auf den Aufstieg aus dem Tal machen. Die Pause streckte sich dann auf über eine Stunde, der schönen Aussicht und der Fotos geschuldet.

Die Ziemestalbrücke von unten

Wieder hochzukommen gestaltete sich leider deutlich schwieriger als angenommen, da wir zuerst einen Bach durchqueren mussten und anschließend, die vom Navi geplante Route viel zu steil, selbst zum schieben, war. Nach einigem Suchen auf der Karte konnten wir aber einen anderen Weg finden, welcher uns wieder aus dem Tal hinausführte.

Fahrt durch einen Bachlauf

Aus dem Wald heraus eröffnete sich uns der zweite große Anstieg des Tages. Es ging erneut über 200 Meter bergauf. Hier aber zum Glück über eine recht lange Strecke, so dass man das ganze ohne viel Kraftaufwand bewältigen konnte. Oben angekommen, konnten wir ein Blick auf Wurzbach werfen, wo wir heute einkaufen wollten. Angekommen am dortigen Nahkauf war leider nichts holen, der Laden war geschlossen. Da dies unsere einzige Einkaufsmöglichkeit in der näheren Umgebung war, mussten wir unsere Essenspläne kurzer Hand über den Haufen werfen und uns dem nächsten Anstieg ungestärkt annehmen.

Der Berg schickte uns hoch auf 720 m ü. NN, aber nicht wie sonst, über eine Straße, sondern über einen ausgeschilderten Radweg. Wir freuten uns erst, aber sahen dann nur mit beiden Augen auf eine Parodie eines Radweges. Grob waren es nur Zwei Fahrrillen eines Traktors auf einer hohen Wiese, welcher vor Jahren dort einmal durchgefahren war und das auf einer Steigung von bestimmt mehr als 15%. (Mit den Prozentzahlen kennt man sich ab einer bestimmten Zeit auf dem Fahrrad sehr gut aus, die Schilder springen einem sofort sowohl positiv, als auch negativ ins Auge.) Demzufolge mussten wir alles schieben.

Oben angekommen sind wir dann sehr plötzlich über das grüne Band, der ehemaligen Grenze zwischen Ost und West, zurück in den Westen gefahren, nach Zwei Wochen Reise durch den Osten. Gleichzeitig war dies unser Höhenrekord, natürlich die Einfahrt nach Bayern und der letzte Berg des Erz- & Schiefergebirges.

Nach dem Grünen Band die Einfahrt nach Bayern

Auf nun tollen Straßen, welche langsam sogar wieder Radwege hatten, im Gebirge fehlte davon leider jegliche Spur, ging es weiter in Richtung Kronach, wo wir wir endlichen Einkaufen konnten. Bisher nur gestärkt vom Frühstück und von unserem Müsliriegelvorrat, haben wir uns schnell jeder ein Käsebrötchen geholt, um bis zum Abend noch durchzuhalten. Auch das Abendessen und das morgige Frühstück haben wir eingepackt.

Heute übernachten wir in Küps, wo wir zum Abend jeder eine leckere Dose gegessen haben und freuen uns sehr auf Bamberg morgen. Dort werden wir zwei Nächte in einem Hostel übernachten, haben also unseren ersten vollen Pausetag.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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2 Antworten auf „Tag 15: Plothen – Küps“

Ich wünsche Euch gutes Wetter und einen nicht ganz so bergigen Weg für die heutige Strecke.
Herzliche Grüße aus dem Erzgebirge.
Petra

Die heutige Strecke geht hauptsächlich durch Täler an Flüssen entlang und ist daher sehr flach.
Danke für den Kommentar!

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