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Bayern Reise

Tag 19: Freystadt – Wörth an der Donau

Nachdem uns um 6:00 Uhr die Hähne von Patrizia aus dem Schlaf rissen, konnten wir zum Glück wieder einschlafen und noch zwei weitere Stunden genießen. Gut ausgeruht wachten wir dann gegen 8:00 Uhr auf.

Leider waren die Zelte durch eine große Menge an Kondenswasser sehr nass von innen. Wir packten also schnell alles zusammen, so dass wir die Zelte abbauen und noch für einige Zeit in die Sonne legen konnten, welche schon kräftig vom Himmel schien.

Während wir warteten aßen wir auf der Terrasse gemeinsam mit unserer Gastgeberin Patrizia zum Frühstück unser Brot mit Wurst. Wir bekamen von ihr netterweise noch einen leckeren Kaffee, was für uns inzwischen wirklich an Luxus grenzt und uns gut in den Tag starten ließ.

Nach etwa zwei Stunden in der Sonne waren unsere Zelt dann auch endlich richtig trocken und wir konnten sie zum Rest, den wir in der Zwischenzeit zusammengepackt hatten, tun. Wir fuhren leider heute etwas spät aber dafür gut gelaunt und ausgeruht um 11:00 Uhr los.

Durch den Ort und ein kleines Waldstück ging es direkt wieder auf den Radweg am Main-Donau-Kanal, welchen wir am Vortag nur zum Schlafen verlassen hatten. Auf dem staubigen Kiesweg ging es für 15 Kilometer weiter bis wir in Berching auch mal die Seite wechseln mussten, was wenigstens für etwas Abwechslung sorgte. Etwas genervt durch konstanten Gegenwind, konnten wir Anfangs gut Strecke machen und ließen uns auch nicht durch den immer wieder von Kopfsteinpflaster unterbrochenen Weg aufhalten.

Kurz danach führte uns die Route an den alten Ludwig-Donau-Main-Kanal, welcher früher den Schiffen als Fahrwasser diente, heute aber nicht mehr genutzt wird und so zu einem schönen und tierreichen Gewässer umfunktioniert wird.

Unterwegs am Kanal

Ab Dietfurt an der Altmühl befanden wir uns dann im wunderschönen Altmühltal, welches sich, links und rechts gesäumt von bewachsenen Hängen durch die Landschaft schlängelte. Durch die Auwälder führte uns der Weg bis nach Riedenburg, wo nach knapp 50 Kilometern heute unser Einkaufsstop geplant war.

Da wir wieder schnell unterwegs waren einigten wir uns darauf noch mindestens bis zur Mündung in die Donau weiterzufahren. Auf diese trafen wir dann nach weiteren 20 Kilometern bei Kelheim, nach welchen wir ebenfalls das erste mal seit fast 200 Kilometern wieder den Main-Donau-Kanal verließen und mit vielen anderen Radfahrern den Donauradweg befuhren.

Die Donau von oben

Da leider keine Bank weit und breit in Sicht war zog sich die Zeit bis zur Mittagspause immer mehr, bis wir schließlich nach 73 absolvierten Kilometern endlich ein schönes Plätzchen erspähten. Nach einer wohltuenden Pause im Schatten, mit Blick auf die Donau, ging es dann weiter in Richtung Regensburg, der größten Stadt des heutigen Tages.

Die Sonne hatte langsam ihren Zenit überschritten und so begann auch, wie wir bereits an den Vortagen gemerkt hatten, die heißeste Zeit des Tages, welche uns heute wieder ordentlich zum Schwitzen brachte.

Weiter durch kleine Orte folgten wir dem Donauradweg, welcher sich mit tollen asphaltierten Strecken und schroffen Bergen an den Seiten präsentierte. So ging es weiter für 30 Kilometer, bis wir Regensburg erreichten. Man merkte bereits früh, dass eine größere Stadt in Reichweite war, da die Wiesen und Badestellen bei dem warmen Wetter immer voller wurden, je näher wir Regensburg kamen.

Ein kleiner Abstecher vom Donauradweg endete etwas enttäuschend, da der Regensburger Dom leider zu einem großen Teil von einem Gerüst verdeckt war und auch große Teile der Altstadt im Moment offenbar saniert werden und so nicht wirklich zu bestaunen waren.

Regensburg

Nach Regensburg sahen wir mit großem Unmut, wie in der Ferne langsam schwarze Wolken aufzogen und es wieder sehr windig wurde (natürlich wieder entgegen unserer Richtung), so dass wir ordentlich zu kämpfen hatten. Zum Glück lässt sich jetzt am Ende des Tages sagen, dass wir wieder trocken geblieben sind.

Durch Wiesen und Weiden näherten wir uns langsam unserer ersten Option für die Nacht, welche heute mal wieder ein Wohnmobilstellplatz darstellte. Nach kurzer Beratung entschieden wir uns dagegen noch etwas weiterzufahren, und schlugen nach 135 Kilometern unsere Zelte auf. Leider konnten wir so nicht ganz unser Tagesziel erreichen, waren aber trotz des Gegenwinds eine sehr ordentliche Strecke gefahren, so dass morgen bis Passau nicht mehr ganz so viel übrig bleibt und wir den Tag etwas entspannter angehen können.

Verstaubte Taschen nach dem Tag auf hauptsächlich Kiesweg

Zufällig trafen wir an unserem Platz für die Nacht noch andere Radreisende, mit welchen wir noch eine interessante und lange Unterhaltung über das Radeln hielten. Ihr Weg führt sie noch weit an der Donau entlang, wahrscheinlich noch bis zur Mündung und dann weiter in Richtung Osten.

Müde, nach mal wieder vielen Kilometern, fielen wir erschöpft nach dem Abendessen in die Schlafsäcke. Morgen Abend kommt Erik endlich mit dem Zug und schließt sich uns wieder an.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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4 Antworten auf „Tag 19: Freystadt – Wörth an der Donau“

Ich hoffe ihr habt etwas Zeit in Passau eingeplant. Dieses bayrische Venedig ist einfach wunderschön. Eine gratis Abkühlung findet ihr dort auch…
Viel Spaß und bleibt weiterhin so positiv

Ja, wir fahren heute extra etwas weniger um noch einige Zeit des späten Nachmittag in Passau verbringen zu können. Danke und bis jetzt war auch fast alles der Reise positiv. 🙂
Danke für den Kommentar

Hab Ihr es mit den Spiegeln noch mal versucht? Es ist ja schade dass es nicht funktioniert hat.
Gute Fahrt nach Passau. Euch erwartet eine sehr schöne Stadt!
Herzliche Grüße aus dem Erzgebirge.
Petra

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