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Tag 22: Irrsee – Bad Goisern

Aufgewacht sind wir heute am Ufer des wunderschönen Irrsees. Das heftige Gewitter der Nacht hatten unsere Zelte und Ausrüstung gut überstanden, nur die Außenzelte waren noch sehr nass. Deshalb machten wir uns direkt daran, alles aus den Zelten zu holen und zusammenzupacken, so dass wir diese noch eine Weile zum trocknen in die Sonne stellen konnten.

Währenddessen frühstückten wir. Es gab, wie sonst auch immer, ein Wurstbrot. Als alles getrocknet und gepackt war, machten wir uns um 10:00 Uhr auf den Weg und folgten dem Salzkammergutradweg.

Unterwegs auf den Alpwiesen

Nach ein wenig auf und ab über die Alpwiesen kamen wir am Mondsee an, welcher mit seiner tollen Farbe und seinem spektakulären Bergpanorama einiges hermachte. Nach einem kurzen Stopp, um unsere Wasservorräte aufzufüllen, ging es am Ufer des Sees für knapp 12 Kilometer entlang. Die ganze Zeit wechselte der Blick zwischen dem malerischen See und den Bergen.

Der Mondsee

An einem kleinen Fluss, welcher zwischen den Seen verläuft, ging es weiter an den Attersee, der wesentlich größer als der Mondsee, aber nicht weniger schön anzuschauen ist. Der Radweg führte uns am Attersee leider sehr viel an der Hauptstraße entlang, was zwar bedeutete, das wir von sehr vielen Autos überholt wurden, aber auch, dass man sehr gut fahren konnte und die Strecke ziemlich eben verlief.

So konnten wir mit durchschnittlich wohl 25 Km/h die 15 Kilometer entlang des Ufers sehr schnell bewältigen. Wir konnte uns währenddessen noch einen etwas steileren Anstieg durch eine kleinere Veränderung der Route ersparen, was natürlich allen gefiel.

Nach 48 Kilometern ging es dann zum Einkaufen in Schörfling am Attersee. Da mal wieder Samstag war mussten wir uns nicht nur für den Tag eindecken, sondern auch noch für den kommenden Sonntag, was leider etwas mehr zu tragendes Gewicht bedeutete. Deshalb entschieden wir uns für Nudeln als Sonntags-Abendessen, da diese nicht allzu schwer zu transportieren sind.

Nachdem wir alles verladen hatten ging es dann wieder auf dem Salzkammergut Radweg weiter in Richtung des nächsten Sees. Die Mittagspause legten wir in Aurach am Hongar ein, da sich die Bänke vor dem Gemeindehaus sehr dafür anboten. Direkt neben einer öffentlichen Toilette gelegen stellten sie einen perfekten Platz zum Essen dar.

Nach einer recht langen Pause ging es gegen 16:15 Uhr weiter. Hier machten wir die meisten Höhenmeter des Tages, da der Weg die ganze Zeit einige Höhenmeter hoch und wieder runter ging.

Als wir uns dem Traunsee näherten, unterlief uns ein kleiner Fehler: Erik hatte sich für eine Trinkpause ein wenig zurückfallen lassen, was dazu führte, dass sich an einer Kreuzung mit zweideutiger Beschilderung unsere Wege für einen Moment trennten.

Traunsee

Glücklicherweise führten beide Abbieger in Richtung Bad Ischl. Da wir das Problem erst bemerkten als schon 2 km zwischen uns lagen, entschlossen wir uns, auf unseren seperaten Wegen bis Bad Ischl weiter zu fahren, um Zeit und Kilometer zu sparen. Unsere jeweiligen Routen verliefen aber in manchen Teilen auf den selben Straßen am Westufer des Sees, sodass wir ungefähr das selbe zu sehen bekamen.

Von Gmunden ging es über Altmünster und Traunkirchen nach Ebensee, im Schatten der Berge vor der Sonne geschützt und mit wunderschönen Ausblick auf die, in der Nachmittagssonne erleuchteten, Berge am anderen Ufer. Von Ebensee ging es weiter entlang der Traun nach Süden.

Auf diesem Streckenabschnitt fanden wir nach einigen Kilometern auch wieder zu einander. Große Unterschiede gab es nicht zwischen unseren separaten Fahrten, aber Erik hatte das Vergnügen sein Fahrrad die Treppen einer Unterführung hinaus und wieder hinauf zu tragen. Nach dem letzten Dutzend Kilometer erreichten wir unser inoffizielles Tagesziel; Bad Ischl.

Da sich im Ort aber keine Möglichkeiten zum Campen finden ließen, fuhren wir durch Bad Ischl hindurch und bemühten uns bei den örtlichen Anrainern um die Erlaubnis auf einer Wiese zu Zelten. Einmal wurde unsere Bitte freundlich zurückgewiesen, ein zweites Mal war niemand zu Hause. Nachdem wir versehentlich in eine Sackgasse gefahren waren, klingelten wir am letzen Haus der Straße und baten erneut um ein Plätzchen auf der Weide neben dem Haus. Unsere Bitte wurde angenommen und wir verbrachten den Abend in bester gastfreundlicher Gesellschaft auf der Terrasse und plauderten bei selbst gemachtem Hollersaft und Bier über Gott und die Welt. Als gegen 10 Uhr aber die ersten Berggipfel in Gewitterwolken verschwanden, begannen wir mit dem Aufbau der Zelte. Grade im rechten Moment, 15 Minuten drauf begann es – erst leicht, dann heftig – zu regnen. Unser Abendessen fiel deshalb im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, weshalb es morgen früh Gemüse zu essen geben wird.

Morgen steht eine kleine Bergtour an, da wir uns nach Kuchl auf den Weg machen und der Ort leider in einem anderen Tal liegt. Übermorgen steht dafür aber eine Pause an.

Neu gelernt: Am besten in der Gruppe zusammenbleiben, sonst findet man sich ganz schnell auf unterschiedlichen Wegen wieder.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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4 Antworten auf „Tag 22: Irrsee – Bad Goisern“

Guten Morgen,
eure tolle Tourbeschreibung, besonders die der schönen Landschaften, genieße ich sehr, sehe alles deutlich vor mir. Weiter so und allzeit gute Fahrt.
Grüße aus Norddeutschland von Edelgard

Gestern war es aber auch traumhaft schön, vielen dank für die netten Worte. Grüße aus Bad Goisern.
Danke für den Kommentar!

Hallo zusammen,
Euer Blog ist herrlich!! Sehr gut geschrieben mit tollen Bildern. Gerade die Bilder aus Nämberch und Bambärch (meine alte Heimat) waren großartig. Auch die Bilder aus Österreich sind wirklich toll. Dort war ich früher sehr oft. Grüßt mir ganz herzlich Melanie und Michael, bei denen ihr heute eine Übernachtungsmöglichkeit findet. Liebe Grüße und gute Reise von Nicole aus HH

Danke für die lieben Worte! Wir gucken jeden Tag, dass wir die besten Bilder rausholen können. Wir freuen uns heute auch in Kuchl übernachten zu können. Die Grüße werden ausgerichtet.
Danke für den Kommentar!

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