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Tag 25: Kuchl – Berchtesgaden

Nach unserem Pausentag gestern haben wir heute den alltäglichen Reisebetrieb wieder aufgenommen und sind von Kuchl aus 58 Kilometer nach Berchtesgaden gefahren. Somit sind wir heute von unser “Exkursion” nach Österreich zurückgekehrt und befinden uns nun wieder in Deutschland.

Von den mittlerweile fast eingeplanten abendlichen Sommergewittern wurden wir in Folge des schlechten Wetters gestern verschont, auch am Morgen blieb es trocken. Das machte uns das Abbauen der Zelte, nach dem wir wie üblich um acht Uhr aufgestanden waren, deutlich leichter.

Das Camp in den Taschen verpackt, wollten wir unseren Rädern etwas Zuwendung zeigen, da wir aufgrund der heute einfacheren Strecke etwas Zeit über hatten. Das Ganze eskalierte dann aber zu einer größeren Operation, da jeweils die Ventile – ausgerechnet an den Hinterreifen – von Henriks und Felixs Rädern nacheinander brachen. Beim Aufpumpen der Schläuche verhakte sich die Pumpe so ungünstig, dass das Ventil quasi geköpft wurde.

Reperaturarbeiten am Morgen vertreiben Kummer und Sorgen

Es blieb uns nichts anderes übrig als beide Hinterreifen auszubauen und die Schläuche zu tauschen. Da wir diese bei uns führten konnten wir das Problem selbst und vor Ort beheben. Glück im Unglück. Mit frisch aufgepumpten Reifen und nachgezogenen Speichen und einiger Verspätung ging es dann gegen 10:30 Uhr los.

Nachdem wir uns von Melanie verabschiedet hatten, folgten wir dem Flusslauf der Salzach bis nach Salzburg. Unterwegs kauften wir kurz ein und suchten uns eine Bank am Fluss um ein spätes Frühstück zu essen. In einer Zusammenführung unseres üblichen Frühstücks und Mittagessens gab es sowohl Brot als auch Brötchen mit Wurst UND Frischkäse. Camping-Brunch, wenn man so will.

In Salzburg angekommen erkundeten wir den Garten von Schloß Mirabell und pausierten an verschiedenen Orten je ein wenig, um Mozarts Geburtsstadt auf uns wirken zu lassen. Von dort fuhren wir ein kleines Stück flussaufwärts die Salzach zurück und wechselten vom Tauernradweg, der entlang der Salzach verläuft, auf den Mozart Radweg, der uns über Anif in Richtung Berchtesgaden führte.

Salzburg

Wir durchfuhren den Garten von Schloss Hellbrunn und machten bei gutem Wetter und guten Bedingungen schnell Kilometer. Bei Anif bogen wir in Richtung Marktschallenberg in Bayern ab und überquerten wenig später die Grenze zu Deutschland. Ab dort fuhren wir entlang der Berchtesgadener Ache flussaufwärts bis nach Berchtesgaden. Unterwegs stoppten wir noch kurz um fürs Abendessen einzukaufen. Auch ein paar Snacks für den Abend wurden eingepackt.

Berchtesgadener Ache

Berchtesgaden durchfuhren wir schließlich fast vollständig auf dem Weg zu unser Jugendherberge an der Westseite der Stadt. Nach einem kleine Anstieg von 75 Metern erreichten wir unser Ziel und bezogen wenig später ein Zimmer im Dachgeschoss der Jugendherberge.

Wir genossen eine durchaus notwendige Dusche und verbrachten den Rest des Tages mit einer Kombination aus Entspannung, Aus- und Umräumen und Planung für die nächsten Tage unserer Reise. Danach aßen wir zu Abend, es gab unseren Dauerbrenner: Spaghetti mit Bolognese.

Den morgigen Tag werden wir komplett in Berchtesgaden verbringen. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Ausflug zum Königssee inklusive Bootstour und Wartungen an unserem Equipment. Danach folgt unsere nächste Etappe in Richtung Bodensee. Dazu aber morgen mehr!

Heute angeeignetes Wissen: Nacktschneken sind noch unsympathischer als gedacht! Bei Regen neigen sie leider dazu auch unter Zelte zu kriechen, sowie auf Taschen, Schuhe und Flip Flops im Vorzelt und generell alles was einem Camper irgendwie lieb ist. Zurück lassen die Schnecken den üblichen Schleimstreifen und andere Ausscheidungen. Alles mit Ekelfaktor und natürlich Ursache für extra Saubermach-Arbeit am Morgen. Leider ist die – im Moment – einzige uns bekannte Verteidigung gegen die Tierchen, sie irgendwie von den eroberten Sachen zu entfernen und sie weit weit wegzubringen. – oder einfach woanders die Zelte aufzuschlagen.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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2 Antworten auf „Tag 25: Kuchl – Berchtesgaden“

In den vergangenen Tagen konntet Ihr viele schöne Eindrücke und verschiedene Erfahrungen sammeln, leider nicht alle so toll. Über die Schnecken musste ich schmunzeln. Ja, die sind unangenehm. Ich sammle sie auch ein und trage sie weit weg.
Danke für die aussagekräftigen Berichte und die herrlichen Fotos.
Ich wünsche Euch eine angenehme Nacht.
Herzliche Grüße aus dem Erzgebirge.
Petra

Gegen die Schnecken hilft auf Radreise leider kein anderes Mittel. Aber auch damit sind wir fertig geworden. Wir versuchen weiter tolle Fotos zu liefern. 🙂
Danke für den Kommentar!

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