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Bayern Reise

Tag 26: Berchtesgaden

Tag 26 der Reise war, wie Tage 24 und 17 auch, ein Pausentag. Von unserer Jugendherberge aus erkundeten wir Berchtesgaden und einen kleinen Teil des Berchtesgadener Lands, genauer gesagt, den berühmten Königssee.

Unser Tag begann wie üblich um 08:00 Uhr morgens. Eine Viertelstunde nach dem Aufwachen fanden wir uns in dem Frühstücksraum der Jugendherberge, an dem uns zugewiesenen Tisch, ein, um zu Frühstücken. Nach Belieben genossen wir Semmeln mit allem möglichen an Aufschnitt belegt, Müsli mit Fruchtjoghurt und heiße Getränke. Nach der gemeinsamen Schlemmerei gingen wir aufs Zimmer zurück.

Dort packten wir schnell unsere Sachen für die Fahrt zum Königsee, bestehend aus Wander- und Fotoausrüstung, zusammen und machten uns auf den Weg zur Bushaltestelle vor der Herberge. Mit unseren Gästekarten, die wir beim einchecken nach bezahlen der Kurtaxe erhalten hatten, konnten wir den Bus kostenlos nutzen. Kurz darauf waren im Zentrum von Berchtesgaden angekommen wo wir von Bus Nr. 839 auf Nr. 841 wechselten. Dieser brachte uns ohne weiteres Umsteigen zum Königsee.

Nachdem wir mit dem Bus an der Haltestelle Königssee angekommen waren, machten wir uns auf den Weg, durch all die Geschäfte, welche für deutlich zu hohe Preise „typisch bayrische“ Mitbringsel an die Touristen verkaufen, zum Ticketverkauf für die Bootstour.

Für 20,20€ kauften sich Erik und Henrik ein Ticket für die Hin- und Rückfahrt bis nach Salet. Felix entschied sich, sich lieber zu entspannen, erkundete etwas das Ufer und fuhr dann nach 2 Stunden am Königssee mit dem Bus wieder zurück zur Jugendherberge.

Der Ausblick von Felix‘ kleiner Wanderung

Obwohl es bereits recht voll war konnten Erik und Henrik direkt auf das Boot steigen und sich sogar noch einen Platz vorne am Fenster sichern. Als das Boot voll war legten wir ab. Der Bootskapitän, erzählte einige interessante Fakten zum See und zur Umgebung und unterhielt uns mit etwas bayrischem Stammtischhumor. Während wir zum ersten Halt des Boots in St. Bartholomä unterwegs waren, wurde uns noch eindrucksvoll mit einer Trompete das Echo des Königssees präsentiert, welches sehr klar die Melodie des Blasinstruments spiegelte.

Wir entschieden uns dafür erstmal bis zur letzten Station nach Salet durchzufahren und nicht an der ersten Haltestelle auszusteigen. Nach einer kurzen Fahrt kamen wir dann in Salet an, wo wir uns aufmachten, die 10 Minuten Fußweg zum Obersee zu gehen.

Dort angekommen hielten wir kurz inne, um die tolle Kulisse, die sich uns bot zu bestaunen. Anschließend machten wir uns auf, den See in Richtung der Fischunkelalm zu umrunden. Einen schöner Wanderweg am Ufer des glasklaren Sees führte uns, mit vielen anderen, an das steilste Stück des Weges, wo es sich etwas staute. Nach kurzem warten konnten wir endlich weitergehen und erreichten die Alm nach weiteren 20 Minuten.

Da wir schon 2 Drittel der Strecke zum höchsten Wasserfall Deutschlands, dem Röthbachfall, geschafft hatten, gingen wir noch weiter bis zum Fuß dieses beeindruckenden Naturschauspiels. Die letzten Meter zum Fuß des Wasserfalls wurden zur Kletterpartie. Es ging sehr steil über Wurzeln und Geröll bergauf. Doch als wir es geschafft hatten wurden wir mit einem tollen Blick über den Obersee und die umliegenden Berge belohnt.

Der Röthbachfall

Nach ein paar Fotos machten wir uns auf, um das ganze wieder hinunter zu klettern. Da es langsam anfing etwas zu regnen entwickelte es sich zu einer etwas matschigen Rutschbahn, was aber zum Glück nur kurz anhielt, da der Boden unter den Bäumen noch trocken war. Auf dem Weg runter machten wir an einigen Spots noch Fotos vom Bach, der das Wasser in den See transportiert.

Auf dem Rückweg zur Fischunkelalm regnete es weiter und wir vernahmen hinter uns ein stetig näher kommenden Donner, welcher uns dazu veranlasste den Rückweg schneller zu bewältigen. Wieder zurück an der Fischunkelalm kaufte Erik sich noch eine Buttermilch, welche wohl von den Kühen stammte, welche um die Alm grasten, während Henrik noch einige Fotos am See machte.

Auf dem Weg zurück um den Obersee beeilten wir uns weiter, da immer mehr dunkle Wolken langsam, aber bedrohlich über die Berge hinter uns zogen und wahrlich nichts gutes versprachen.

Wieder zurück am Bootsanleger mussten wir leider feststellen, dass wir nicht die einzigen waren, die schnell wieder zurück nach Schönau wollten. So mussten wir in einer recht langen Schlange knapp eine halbe Stunde warten. Nachdem drei Boote vor uns voll waren konnten wir uns glücklicherweise noch auf das vierte quetschen. Nach einer recht schnellen Fahrt zurück freuten wir uns, um 16:45 wieder in Schönau angekommen und dem Gewitter erstmal entkommen zu sein.

Ausblick von der Bootsfahrt

Wir gingen wieder zurück zur Bushaltestelle und mussten nur eine Viertelstunde warten bis dieser kam und uns zurück an den ZOB von Berchtesgaden brachte. Auf dem Weg fiel uns ein, dass wir noch ein paar Dinge für das Abendessen heute brauchten. So ging es vom ZOB erstmal in den Supermarkt. Nachdem wir alles besorgt hatten mussten wir leider feststellen, dass der nächste Bus erst in einer Stunde fahren würde.

Dies bedeutete für uns, dass die letzten 1,9 Kilometer zur Jugendherberge zu Fuß zu bewältigen waren. Angetrieben durch den erneut stärker werdenden Regen gingen wir schnell ins trockene. Dort mussten wir erstmal Felix aus seinem Mittagsschläfchen wecken, damit wir wieder in das Zimmer kamen.

Für den Rest des Nachmittags hieß es dann die Bilder des Tages zu bearbeiten und sich für den morgigen Tag vorzubereiten, an dem es wieder weiter durch die Alpen geht. Mit noch recht wenig Höhenmetern führt uns unsere Route morgen auf dem Königssee-Bodensee-Radweg südlich am Chiemsee vorbei. Wir freuen uns drauf, endlich, nach den zuletzt sehr entspannten Tagen, wieder ein paar Kilometer zu machen.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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2 Antworten auf „Tag 26: Berchtesgaden“

Hallo, ihr drei,
ihr habt wieder eine interessante Beschreibung des Tages geliefert, man erlebt förmlich alles mit, danke dafür. Ich stelle mir vor, dass ein „Wandertag“ bzw. ein extra „Schläfchen“ auch ganz gut tun können.
Ich wünsche euch weiter möglichst gutes Wetter und freue mich auf den nächsten Bericht. Passt auf euch auf!
Grüße aus Nordeutschland von Edelgard

Ja die Entspannung tat uns wirklich gut! Das Wetter sieht gut aus zur Zeit und der nächste Bericht wird kommen.
Danke für den Kommentar!

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