Kategorien
Bayern Reise

Tag 27: Berchtesgaden – Bad Feilnbach

Heute, am 27. Tag unserer Radtour, haben wir uns von Berchtesgaden aus auf den Weg zum Bodensee gemacht. Über 129 Kilometer und 930 Höhenmeter ging es nach Bad Feilnbach.

Nach etwas früherem Aufstehen als gewohnt, wenn auch nur um eine halbe Stunde, begannen wir unsere Sachen, die wir in unserem Jugendherbergszimmer ausgebreitet hatten, reisefertig einzupacken. Kurz unterbrachen wir für unser Frühstück, das wir erneut im Speisesaal der Herberge aßen. Dabei sorgten wir auch gleich für unser Mittagessen vor und schmierten uns je zwei bis drei Brote.

Nachdem wir die Bettwäsche abgezogen, das Zimmer gekehrt und geräumt hatten, machten wir uns wieder auf den Weg. Zuvor justierten wir noch die Gangschaltung an Henriks Fahrrad, die gestern Probleme bereitet hatte. Nach 10 Minuten war das Problem bereits behoben und die Fahrt konnte beginnen.

Wir durchfuhren Berchtesgaden, wobei wir auch schon die ersten Steigungen des Tages bewältigen mussten. Von dort folgten wir grob dem Verlauf der Bundesstraße in Richtung Bad Reichenhall und erreichten wenig später Bischofswiesen.

Nachdem wir ungefähr die gleiche Kilometerzahl nochmal zurückgelegt hatten, waren wir am ersten großen Zwischenziel der Etappe angekommen: Bad Reichenhall. Nach kurzer Betrachtung der Gebäude im Ort, vor Allem natürlich der historischen Saline, und ein wenig Informierung über die Geschichte des Ortes, fuhren wir weiter.

Bad Reichenhall

Von hier an aus folgten wir dem Bodensee Königseeradweg für den Rest unseres Tages. Es ging auf Feld- und Radwegen zwischen den Dörfern Bayerns hin und her, über Hügel und durch kleine Täler. Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt eindeutig auf unserer Seite, denn anstatt dass die Sonne brannte oder dass es gewitterte war es leicht bewölkt. Zum Radfahren eigentlich ideal.

Die Fahrt bleib weitestgehend unspektakulär, von schönen Ausblicken auf die Alpen und wunderschönen Panoramen angesehen. Nach ungefähr 60 Kilometern, also etwas weniger als der Hälfte der heutigen Strecke, erreichten wir Traunstein.

In Traunstein hielten wir an der Traun bei einer Bank, um unsere, am morgen in der Jugendherberge eingepackten, Brote zu essen. Da wir bereits einige Kilometer geschafft hatten, konnten wir die Pause ganz entspannt angehen lassen und die leckeren, belegten Brötchen genießen.

Nach der Pause ging es nur kurz weiter durch die Stadt, bis wir unseren Einkaufsort für heute erreicht hatten. Nach einem weiteren Stopp, bei welchem wir uns neben Abendessen und Frühstück noch einen kleinen Nachtisch besorgten, hielten wir noch kurz an einem Fastfood Restaurant, um unsere Wasserflaschen aufzufüllen.

Dann ging es weiter auf dem Bodensee-Königssee-Radweg in Richtung Siegsdorf, welches wir durchquerten. Kurz danach kamen wir tatsächlich am Firmensitz vom Adelholzener Mineralwasser vorbei, bei welchem wir schon von aussen die gestapelten Paletten mit Wasserkästen erblicken konnten.

Nach einer schönen Abfahrt erreichten wir den Ort Bergen, dort führte uns die Route durch den Ortskern an die Bundesstraße, welcher wir auf einem gut ausgebauten Radweg erstmal für eine Weile folgten.

Auf dem Weg fing es langsam an zu regnen, doch wir hatten rechtzeitig unsere Regenklamotten ausgepackt. Heute kamen auch das erste mal die Regenhose und Schuhüberzieher zum Einsatz. Als es stärker wurde entschieden wir uns dazu uns erstmal unterzustellen, bis es weniger werden würde. Wir fanden nach 85 Kilometer einen guten Unterstand bei einem Fahrradständer eines Supermarktes und verbrachten dort etwa eine dreiviertel Stunde.

Wir, in voller Montur

Als der Regen nachließ machten wir uns auf von Staudach weiterzufahren. Etwa 10 Kilometer weiter kamen wir dann in Bernau am Chiemsee an, entschieden uns aber dem Chiemsee keinen Besuch abzustatten, da es immer noch regnete und einen größeren Umweg für uns bedeutet hätte.

Dort suchten wir uns eine Schutzhütte auf der Karte, in welcher wir die Nacht verbringen wollten, da es weiter stark regnen sollte. So wussten wir schnell, dass noch eine Strecke von gut 30 Kilometern vor uns lag.

Nachdem wir den letzten größeren Anstieg des Tages gemeistert hatten kamen wir in Aschau im Chiemgau an und fuhren weiter in Richtung Norden, um die umliegenden Berge herum.

Nach 120 Kilometern erreichten wir Neubeuern, wo wir seit mehreren Tagen das erste mal wieder auf den Inn trafen, welcher von Passau aus für einige Kilometer unserer Begleiter war. Dieses Mal querten wir ihn nur und fuhren nicht nebenher.

Der Inn, welcher heute sehr viel Wasser führte

Noch 7 Kilometer waren es vom Inn aus zu unserem Platz für die Nacht, welchen wir dann gegen 20:30 erreichten. Da es immernoch regnete und immer mal wieder auch etwas stärker, waren wir heilfroh in der Schutzhütte zu übernachten und nicht komplett nass zu werden.

Nach dem Abendessen und dem Aufbauen des Lagers liegen wir nun in unseren Schlafsäcken und hören beim Einschlafen dem prasselnden Regen zu.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

Hier findet ihr unsere neuesten Beiträge:

 477 Aufrufe

3 Antworten auf „Tag 27: Berchtesgaden – Bad Feilnbach“

Hallo Ihr drei,
erst mal Hut ab vor eurer Leistung!!
Ich verfolge eure Tour hier und auf Instagram (@peter_steiner_59) von Anbeginn an. Es ist jeden Morgen meine spanende Lektüre.
Überlegt mal ein Buch darüber zu schreiben, denn spannende Geschichten, Tolle Bilder und Infos zu Eurer Route habt ihr ja reichlich gesammelt.
Liebe Grüße Peter

Danke für deine Unterstützung hier und auf Instagram. Genug Material haben wir bestimmt, das stimmt wohl, allerdings könnten wir uns der Aufgabe wohl erst nach der Reise witmen. 😉
Danke für den Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.