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Baden-Württemberg Reise

Tag 31: Friedrichshafen

Den heutigen Tag haben wir gänzlich am Bodensee verbracht, da wir für die Fahrt von Berchtesgaden aus nur 4 der 5 eingeplanten Tage benötigten.

Durch die Sonne wurden wir heute leider bereits schon um 5:00 Uhr geweckt. Da es im Zelt langsam sehr warm wurde, wurde dann der Schlafsack entfernt und wir konnten noch bis 9:00 Uhr ein wenig Schlaf finden.

An unserem heutigen Pausentag hatten wir nicht viel geplant, da wir nach der recht harten Alpenetappe erstmal ein bisschen entspannen wollten.

Um 9:00 Uhr wachten wir dann erstmal entspannt auf und dösten etwas weiter. Nachdem wir endlich richtig aufgestanden waren frühstückten wir gemeinsam mit unserem Gastgeber August.

Nach dem Frühstück ging es für uns zum Fahrradgeschäft, da wir noch einen Kassettenschlüssel besorgen mussten, um eine Speiche zu tauschen. Auf dem Rückweg machten wir noch kurz beim Supermarkt halt und holten uns ein paar Snacks und etwas zum Mittagessen.

Etwa 30 Minuten Fußweg pro Strecke später waren wir wieder zurück und begannen an der Felge herumzuwerkeln. Nachdem wir die Kassette abgebaut hatten trafen wir auf das nächste Problem. Wir konnten ebenfalls die Bremsscheibe nicht lösen, da wir dafür auch ein Spezialwerkzeug benötigen.

Henrik lief also nochmal alleine los, um das fehlende Werkzeug im gleichen Geschäft zu besorgen. Nach einer weiteren Stunde Fußweg konnten wir dann endlich auch die Bremsscheibe ausbauen und die Speiche tauschen. Das Werkzeug war zwar recht teuer aber wir können dann immerhin jetzt wirklich fast alles am Fahrrad selbst reparieren.

Erik machte sich noch die Mühe und zentrierte unsere Laufräder über die Speichen, da diese sowieso schon freigelegt waren noch in mühsamer Arbeit, so dass jetzt alles für die weiter Reise wieder rund läuft. Durch die Geröllpisten in den Alpen waren gerade die Speichen schon sehr mitgenommen, daher war es langsam fällig diese wieder zu richten.

Fummelarbeit an den Rädern

Eigentlich war es geplant heute den Nachmittag noch am Bodensee zu verbringen, doch das Wetter machte uns leider einen Strich durch die Rechnung, da es den ganzen Tag recht bewölkt war und ab und zu auch mal etwas tröpfelte. So hatte auch niemand große Lust zu baden oder sich an den See zu legen.

Wir verbrachten unseren Nachmittag also lieber produktiv mit der Wartung der Räder und mit der Planung der weiteren Route, welche uns auf der nächsten Etappe über den Schwarzwald und Freiburg an den Rhein und an diesem weiter nach Karlsruhe führen wird.

Erik und Henrik konnten auch endlich mit der Bewerbung auf mögliche Studienplätze beginnen, da die Bewerbungsfristen, welche durch Corona verschoben wurde, nun endlich geöffnet sind und wir heute Zeit dafür hatten.

Zum Abendessen hatten wir uns im Internet ein Restaurant herausgesucht. Da wir an unserem Pausentag keine Lust mehr hatten auf das Fahrrad zu steigen gingen wir auch die 2 Kilometer zum Restaurant zu Fuß. Es gab sehr große Schnitzel, welche allen sehr gut schmeckten.

Unser super leckeres Abendessen

So konnten wir gesättigt und gut gelaunt gegen 21:30 Uhr wieder den Weg zurück antreten. Nun sitzen wir noch etwas auf der Terrasse, schreiben den Blog und genießen den warmen Abend am Bodensee.

Morgen beginnt unsere nächste Etappe nach Karlsruhe. Dabei durchqueren wir den Schwarzwald, folgen dem Rhein ein wenig und durchfahren, allerdings auch mit kurzem Aufenthalt, Freiburg.

Erkenntnis des Tages: Fast alles was an einem Fahrrad an Problemen auftreten kann, lässt sich mit Gaffer Band oder etwas Improvisation lösen. Aber auch eben nur fast alles. Für manches braucht es eben doch Spezialwerkzeug, um die Arbeiten möglich oder zumindest deutlich einfacher zu machen. Es lohnt sich also, wenn man sich einmal längerfristig Gedanken macht, was man von diesem Spezialwerkzeug tatsächlich braucht, schließlich ist auch vieles unnütz oder bedeutet zumindest extra Gewicht. Unsere Empfehlung (Bis jetzt): Der schon erwähnte Speichenschlüssel, ein Kasettenschlüssel, und, falls von Nöten, ein Schlüssel zum abdrehen von speziell befestigten Bremsscheiben. Ob ihr den braucht, könnt ihr bei euren Rädern direkt überprüfen. Sind die Scheiben verschraubt, reicht ein passender schraubenschlüssel, sind sie quasi aufgesteckt, braucht ihr ein passendes Werkzeug.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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6 Antworten auf „Tag 31: Friedrichshafen“

Ja in Deutschland gibt’s wunderschöne Ecken. Das Wetter heute war wieder super, auch die Nacht soll trocken bleiben.
Danke für den Kommentar!

Moin, ihr Radler,
der gestrige Ruhe- bzw. Repariertag hat euch sicher gut getan. Jetzt mit viel neuer Erfahrung und allem nötigen Werkzeg ausgerüstet kann ja nichts mehr schiefgehen. Weiter ganz viel Freude an eurem tollen Unternehmen, bin jeden Morgen beim Lesen eures Berichtes ganz begeiser.
Grüße euch allen von Edelgard

Ja die Pause tat uns allen gut. Die neue Ausrüstung gibt einem dann doch mehr Selbstbewusstsein. Wir freuen uns, dass wir dich jeden Morgen unterhalten können.
Danke für den Kommentar!

In diesem Beitrag zeigt Ihr, wie wichtig es ist, sich mit den Rädern und der Technik gut auszukennen. Man braucht schon einige Fertigkeiten, um Reparaturen selbst auszuführen. Es ist toll zu sehen, wie Ihr zusammenhaltet und Euch gegenseitig unterstützt.
Vor Euch liegt eine interessante Strecke. Ich wünsche Euch eine gute Fahrt und wenig Gegenwind.
Herzliche Grüße aus dem Erzgebirge.
Petra

Ja, man sollte sich gut mit seinem eigenen Fahrwerk auskennen. Wenn wir etwas nicht können kann man sich gut im Internet mit Tipps, Tricks und Anleitungen behilflich sein. Ja der Schwarzwald wird sich morgen angeguckt, der wird bestimmt schön.
Danke für den Kommentar!

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