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Baden-Württemberg Reise

Tag 32: Friedrichshafen – Pfohren

Heute klingelte der Wecker wie gewohnt um 8:00 Uhr. Da wir uns in Freiburg bereits eine Übernachtungsmöglichkeit organisiert hatten wussten wir das wir in 2 Tagen nur 160 Kilometer zu fahren haben. So konnten wir den Morgen auch etwas entspannter angehen lassen.

Als erstes packten wir alles zusammen, um die Zelte in die Sonne stellen zu können, da von der Nacht noch einiges an Kondenswasser im Zelt war. Das stellte aber kein Problem dar, denn die Sonne schien schon sehr kräftig vom Himmel.

Unser Gastgeber August lud uns, wie gestern bereits, wieder zum Frühstück ein, welches sehr lecker war. Nachdem wir auch die Zelte eingepackt hatten konnten wir alles auf unsere Fahrräder laden. Wir bedankten uns noch bei August, bei welchem wir zwei schöne Nächte in Friedrichshafen am Bodensee verbracht hatten. Um 11:00 Uhr ging es dann endlich wieder los in Richtung Schwarzwald.

Durch Friedrichshafen ging es wieder zurück auf den Bodensee-Radweg, welchem wir nun in Richtung Westen folgten. Über Immenstadt am Bodensee ging es leider nur in zweiter Reihe auf einem schönen Weg weiter. Ab Hagnau am Bodensee ging es endlich mal einige Kilometer direkt am See entlang, was für uns mal eine sehr willkommene Abwechslung war. Bis Meersburg führte der Weg uns weiter am See entlang.

Der Bodensee von oben

In Meersburg stoppten wir kurz, um uns neue Schläuche zu kaufen, da uns ja bereits mehrere Ventile kaputtgegangen waren und wir nicht in die Situation kommen wollen, keine Schläuche mehr tauschen zu können.

Nach 22 Kilometern ging es dann am See weiter. Über Überlingen und Sipplingen ging es, bis auf einen kleinen Stopp zum Wasserauffüllen, sehr schnell auf den super ausgebauten Wegen am Bodensee voran.

Bei Ludwigshafen verließen wir dann nach 47 Kilometern den Bodensee. Durch Wahlwies und Orsingen wurde es langsam hügeliger und wir wurden langsamer. Unterwegs waren wir hier kurz auf dem Hohenzollern-Radweg, welcher uns weiter nach Westen führte.

Über einen Golfplatz kürzte die Route etwas ab, bis wir in Aach aus dem Wald herausfuhren. Dort hatten wir heute unseren Einkaufsstopp nach knapp 65 Kilometern geplant. Nachdem Erik und Felix kurz eingekauft hatten fuhren wir noch ein kleines Stück weiter und fanden kurz nachdem wir den Ort verlassen hatten ein nettes Plätzchen im Schatten.

Die Pause genossen wir, da heute die Sonne bereits den ganzen Tag schon sehr stark schien und wir das erste mal etwas in den Schatten kamen.

Nach der Mittagspause ging es weiter. Von unserem Plätzchen, an dem wir gegessen hatten, ging es noch ein wenig zum zweiten größeren Anstieg das Tages hinauf. Von dort aus fuhren wir auf ebenem Grund weiter. Das Wetter blieb unverändert sonnig und heiß, was uns insbesondere die immer wiederkehrenden kurzen Anstiege alles andere als einfacher machte.

Schießlich, nachdem wir für ein kleines bisschen auf abschüssiger Strecke eine Bundesstraße befahren hatten, fanden wir uns in einem Talkessel wieder, den wir überqueren mussten. Uns und den Bergkamm trennten über 200 Höhenmeter und circa. 2 Kilometer. Auf dem Weg nach oben musste der ein oder andere Abschnitt geschoben werden, zu Teilen auf Grund der Steigung, der Hitze und der gelegentlichen Magenkrämpfe, da unser Mittagessen noch nicht lange zurück lag.

Ausblick vom Berg, im Hintergrund der Bodensee

Nach einiger Zeit erreichten wir unser Ziel. Nach knapp der Hälfte der Strecke zum Berg hatten wir die Bundesstraße verlassen und waren nun auf Kieswegen unterwegs. Auf dem Weg bergab ins nächste Tal wurden wir also gut durchgeschüttelt.

Unten vermerkten wir nach einiger Fahrt das eine von Eriks Taschen das Ganze leider nicht überlebt hatte. Dabei handelte es sich um die Tasche, die schon in Österreich einen Anbringungspunkt verloren hatte. Nun war der zweite auch weg. Mit zwei rasch umfunktionierten Spanngurten ließ sich das Problem zumindest für den Moment beheben und wir konnten weiterfahren.

Nach einigen Kilometern erreichten wir den Donauradweg, dem wir im Verlauf folgten. In unmittelbarer Nähe zur Donau ging es weiter in Richtung Freiburg. Bei Donaueschingen fiel dann ein erster Blick auf die Uhr, der uns dazu brachte uns nach einer Bleibe umzusehen. Inzwischen war es fast 20:00 Uhr. In Pfohren klingelten wir bei einem Anwohner etwas außerhalb das Dorfes und erzählten ihm von unserer Reise und unserer Bitte. Der Herr war sehr freundlich und zeigte uns einen Platz auf der Wiese hinter seinem Haus. Wir bedankten uns und bauten unserer Zelte auf.

Schließlich, nachdem das Lager für die Nacht aufgeschlagen war, packten wir noch unserem Gaskocher aus und bereiten die am Vormittag erstandenen Dosen zu. Gegen 22:30 Uhr gingen wir in die Zelte.

Morgen erreichen wir Freiburg. Auf etwas weniger Strecke als heute, 70 Kilometer statt 100, erwarten uns ungefähr genauso viele Höhenmeter. In Freiburg übernachten wir bei einer über 1nighttent vermittelten Bleibe, bevor die Fahrt nach Karlsruhe weitergeht.

Erkenntnis von heute: Uns ist noch ein weiteres Kriterium für die Mittagspause bekannt geworden. Neben der richtigen Zeit für die Pause, sollte man auch auf den richtigen Ort achten. Damit meinen wir nicht das man sich eine besonders hübsche Bank mit Ausblick suchen soll. Es ist aber durchaus empfehlenswert, die Mittagspause zum Beispiel erst nach großen Ansteigungen, statt davor zu machen. Sich mit vollem Magen einen Berg hochkämpfen müssen, macht wenig Spaß. Also am besten noch einen kurzen Blick auf das Höhenprofil für die nächsten Kilometer, bevor man etwas gegen den Hunger tut. Wenn selbiges nicht mitspielt, muss für den Moment vielleicht mit einem Müsliriegel ausgekommen werden. Dafür wird sich dann aber auch weniger gequält wenn es bergauf geht.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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