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Baden-Württemberg Reise

Tag 34: Freiburg – Rheinau

Heute morgen sind wir gut ausgeschlafen in Freiburg aufgewacht. Netterweise durften wir bei unseren Gastgebern, die wir über 1nitetent gefunden hatten, drinnen übernachten. Im Gemeinschaftsraum vom Wohnprojekt „Luftschloss“ hatten wir einen tollen und vor allem trockenen Platz für die Nacht gefunden.

Nachdem wir alles zusammengepackt hatten und uns kurz verabschiedeten, ging es dann gegen 10:00 Uhr los. Felix hatte sich gestern abend noch ein Schild gebastelt, darauf zu lesen ist unser Pojektname. Dieses brachte er hinten an seinem Fahrrad an.

Das Schild frisch am Fahrrad befestigt

Kurz durch die Stadt ging es an der Bundesstraße weiter in Richtung Rhein. Über die Obstanbaugebiete östlich des Rheins fuhren wir in das Rheintal, welches wir schon von weitem erblicken konnten. Durch einige Felder ging es dann endlich auch direkt an den Rhein.

In Breisach am Rhein mussten wir sowieso einen kleinen Abstecher einlegen. Außerdem fanden wir dort einen schönes Plätzchen zum Frühstücken. Gestärkt machten wir uns dann auf den Weg dem Rhein-Radweg zu folgen.

Knapp 30 Kilometer folgten wir dem Schotterweg. Links der Rhein und rechts die Auwälder und kleinen Teiche, welche als Hochwasserschutz angelegt wurden. Die Strecke war sehr monoton und wurde nur von immer wieder auftretenden Kopfsteinpflasterwegen unterbrochen, welche das ganze ab und zu sehr unangenehm werden lies.

Der Weg entlang des Rheins

Nach 48 Kilometern führte uns der Weg dann das erste mal wieder vom Rhein weg ins Landesinnere. Durch mehrere Orte ging der Weg bis nach Rheinhausen, wo wir heute nach 58 Kilometern unseren Einkauf erledigten.

Wir einigten uns noch eine Stunde weiterzufahren, bis wir unsere Mittagspause einlegten. Weiter, durch die Hitze auf der staubigen Piste, ging es dann noch etwa 12 Kilometer weiter bis wir verschwitzt bei einem NABU-Infopoint nach etwa 70 Kilometer eine Bank im Schatten erspähten. Dort konnten wir nach unserer Mahlzeit sogar noch unsere Flaschen auffüllen und so gut gestärkt weiterfahren.

Nachdem wir uns wieder auf den Weg entlang des Rheins gemacht hatten, bot sich uns für den Moment wenig Neues. Es ging weiter auf staubigen Kiespisten unter der brennenden Sonne. Mittlerweile hatte sich auf uns, den Rädern, den Taschen und auch sonst auf allem eine gut sichtbare Staubschicht abgelegt. Unsere schwarzen Taschen waren zum Teil zu heiß zum Anfassen geworden. Die angeblichen 32 Grad Außentemperatur fühlten sich auch eher an wie 37.

Unbeirrt folgten wir unserer Route, entschieden uns aber dann den Weg, zugunsten besser Straßen etwas weiter vom Fluss entfernt, zu verlassen. Wir durchfuhren Meißenheim und Neuried, wechselten dabei zwischen Bundesstraße und Radwegen hin und her, bis wir nach guten drei Stunden fahrt Reinau erreichten. Dort bogen wir wieder nach Westen in Richtung Rhein ab. Unterwegs war nicht viel passiert, abgesehen von gelegentlichen Sichtungen interessanter Vögel, Störche vor Allem.

Im Angesicht der fortgeschrittenen Tageszeit und der schon zurück gelegten Kilometer, machten wir uns an die Schlafplatzsuche. Bald waren wir erfolgreich, als wir abseits einer Raststätte kurz vor der französischen Grenze am Rhein eine Stelle fanden, an der wir unserer Zelte gut aufschlagen konnten. Wir parkten unsere mittlerweile sehr verdreckten Räder im Schatten einiger Bäume. Dort ließen auch wir uns nieder und aßen, bevor wir die Zelte aufschlugen. Aufgrund der Hitze konnten wir uns den Gaskocher sparen und aßen unsere Nudeln direkt „kalt“ aus der Dose.

Das staubige Rad von Felix

Die Schlafsäcke und die warme Nachtbekleidung blieben ebenfalls in den Taschen verstaut, für die Nacht wurden 20 grad angekündigt. Als wir gegen 22:00 Uhr in die Zelte gehen wollten, um den Mücken am Rhein zu entgehen, mussten wir diese promt wieder verlassen, da es im Inneren unerträglich heiß wurde. Etwas später wurde es aber kalt genug, um doch noch schlafen zu gehen.

Morgen werden wir die letzten Kilometer nach Karlsruhe zurücklegen. Den Rest des morgigen Tages verbringen wir in der Stadt, bevor es in Richtung Aachen weitergeht.

Erkenntnis von heute: Hitze ist ein starker Antagonist. Genug Wasser dabei haben und Kleidung die leicht genug ist, sind ein Muss. Manchmal, wie heute, wird es aber auch so unerträglich heiß, dass man sich weiter zu helfen wissen sollte: Zwei Tips: Ein nassen Buff unter den Helm und ein Radtrikot anziehen, das sich vorne voll öffnen lässt. Dann bleibt der Rücken von der Sonne geschützt, während der Fahrtwind angenehm kühlt.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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