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Tag 36: Karlsruhe – Niederwürzbach

Um 08:00 Uhr morgen wachten wir nach einer sehr erholsamen Nacht, welche wir endlich mal wieder im einem richtigen Bett verbracht hatten, in Karlsruhe auf. Wir machten uns direkt ans einpacken. Felix und Henrik machten noch ein schnelles Work-Out, bevor wir dann zum Frühstück gingen.

Das sehr reichhaltige Hotelfrühstück wurde von uns ausgiebig genossen. Da wir uns heute den Mittagseinkauf ersparen wollten, schmierten wir uns vor Ort jeder noch ein paar Brötchen, schnappten uns eine Banane und verließen danach den Speisesaal.

Mit gepackten Taschen ging es mit dem Fahrstuhl in die Tiefgarage, wo wir unsere Fahrräder holten und diese beluden. Erik ging noch kurz zum Supermarkt, während Henrik an der Hotel Rezeption auscheckte. Um 11:00 Uhr konnten wir dann losfahren.

Auf den Fahrradschutzstreifen schlängelten wir uns durch mehrere Baustellen aus der Stadt hinaus. Wieder über den Rhein ging es über Kandel und Steinweiler durch das Rheintal. Durch kleine Dörfer und entlang der Bundesstraße konnten wir gut Strecke machen und kamen schnell voran. Nur eine Baustelle mussten wir leider umfahren. Dies endete dann darin, das wir recht weit über eine Wiese fahren mussten. Aber auch dies stellte kein zu großes Hindernis dar und hielt uns nur kurz auf.

Manchmal kann man sich die Wege nicht aussuchen 🙂

Nach 36 Kilometern erreichten wir dann den Rand des Pfälzer Waldes und mussten direkt von etwa 150 Metern auf knapp 300 Meter fahren. Durch das Tal des Kaiserbachs ging es für uns dann auf sehr gut ausgebauten Fahrradwegen erst entlang der Bundesstraße in den Pfälzer Wald.

Nach 45 Kilometern bog der super zu befahrende Radweg dann von der Bundesstraße ab und führte uns durch ein malerisches Tal. Dort kamen wir an einer tollen Möglichkeit zum Mittagessen vorbei.

Eigentlich wollten wir erst später essen, aber wir beschlossen schon hier, nach 47 Kilometern, unsere geschmierten Brötchen vom Morgen zu essen. Direkt neben der Bank befand sich noch ein kleiner Brunnen, bei welchem wir noch kurz unsere Flaschen mit Wasser auffüllen konnten.

Nach der Mittagspause wurden wir von einigen kleineren Auf und Abs konfrontiert, die wir aber bald gemeistert hatten. Wir kämpften uns immer tiefer in den Pfälzer Wald. Dabei unterstützt wurden wir von den dort vorhandenen super Radwegen, die fast ausnahmslos perfekt asphaltiert waren.

An wunderschönen kleinen Seen vorbei, durch dunkle Waldsbschnitte und Tunnel, entlang Straßen und Bahntrassen bot sich uns ein schönes Bild vom Pfälzer Wald. Wir durchfuhren mehrere kleine und größere Ortschaften, bis wir in Rodalben einen Ort zum Einkaufen fanden.

Da wir für den morgigen Sonntag auch einkaufen mussten, besorgten wir Lebensmittel für gleich zwei Tage. Um nicht unnötig viel mitschleppen zu müssen, kauften wir für Sonntag ein verkleinertes Menü. Statt Brötchen, die viel Platz verbrauchen, kauften wir abgepacktes Brot für unser Mittagessen und statt Frischkäse Wurst. Für die zwei Abende kauften wir je eine Dosenmahlzeit.

Ein typischer Einkauf

Bei einem Blick auf die Karte zur weiteren Routenplanung fiel uns auf, dass wir den Pfälzer Wald schon fast durchquert hatten. In Folge wurden ab Rodalben größere Steigungen immer seltener, die Wege behielten aber ihre gute Qualität.

Wir folgten dem Schwarzbach, durchfuhren Zweibrücken und kamen alles in allem sehr gut voran.

Nach insgesamt 119 gefahrenen Kilometern erreichten wir nahe Niederwürzbach einen großen Bauernhof, dessen Besitzerin gerade vor dem Gutshaus saß. Sie fragten wir nach einer Übernachtungsmöglichkeit, woraufhin sie uns den Weg zu einer ungenutzten Wiese ganz in der Nähe erklärte. Es war mittlerweile recht spät geworden.

Dort angekommen errichteten wir unser Camp, setzten uns zusammen an unseren Campingtisch und aßen zu Abend. Da es am Ende doch noch nicht ganz so spät war, konnten wir, allerdings nur in warmer Kleidung, noch etwas entspannen, bevor wir uns in unseren Zelten verkrochen. Die kommende kalte Nacht kündigte sich bereits am Abend an.

Unser heutiges Lager

Morgen fahren wir erst nach Saarbrücken, folgen vorläufig der Saar und später dann der Mosel in Richtung Aachen.

Erkenntnis des Tages: In kalten Nächten wird, logischerweise, alles an Kleidung was nicht am Körper getragen wird, auch kalt. Wer sich am nächsten Morgen dann davor gruselt aus den warmen Klamotten der Nacht in die eisige Tageskleidung zu schlüpfen, schläft am besten mit der Tageskleidung im Schlafsack. So bleibt alles angenehm warm.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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4 Antworten auf „Tag 36: Karlsruhe – Niederwürzbach“

Danke für den anschaulichen Reisebericht. Ich wünsche Euch weiterhin gute, unfallfreie Fahrt.
Passt auf Euch auf!
Bin dann mal weg.
Herzliche Grüße aus dem Erzgebirge.
Petra

Lieber Erik, Felix und Henrik,

die Drohnenfotos sind eindrucksvoll — dort Ihr drei und da das
Essen für einen (die Spagetti sind wohl durchgerutscht).

Was die asphaltierten Wege angeht, lasst Euch nicht beirren – da hieß es in den sechziger Jahren
„man fährt ins Blaue und ärgert sich grün – was fehlt sind die Straßen!“

Alles Gute

P.&S. Sarman

Hier an der Mosel sind die Radwege dafür perfekt. Und das mit den Drohnenfotos finden wir auch so, einfach eindrucksvoll.
Danke für den Kommentar!

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