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Reise Rheinland-Pfalz

Tag 38: Konz – Wehlen

Auf dem Campingplatz wurden wir morgens von der Bundesstraße auf der einen Seite und der Güterzugstrecke auf der anderen Seite geweckt.

Zum Glück war es sowieso kurz vor 08:00 Uhr. Deshalb standen wir dann auch auf. Wir machten uns direkt auf den Weg zum Supermarkt, da wir durch den Sonntag nichts mehr zum Frühstücken hatten. Nach 15 Minuten Fußweg erreichten wir den Supermarkt, kauften kurz ein und gingen die gleiche Strecke wieder zurück. Nach diesem Fußmarsch am Morgen waren wir wenigstens richtig wach und konnten entspannt Frühstücken.

Nach dem Frühstück packten wir alles zusammen und machten uns auf den Weg. Da wir direkt an der Saarmündung übernachtet hatten, waren dies auch unsere ersten Meter an der Mosel. Heute und morgen wollen wir dem Moselradweg knapp 200 Kilometer bis nach Koblenz folgen.

Von Konz aus ging es schnell nach Trier, wo wir uns vom Radweg aus die alte Stadt anschauten. Über eine alte Brücke führte der Moselradweg vom rechten auf das linke Ufer. Leider war der Radweg durch die Stadt sehr schlecht zu befahren, da die alten Pflastersteine durch die Wurzeln der Bäume inzwischen schon sehr uneben geworden waren, was Fahrrad und Fahrer ein wenig zusetzte.

Neben der Bundesstraße führte uns der Radweg wieder aus Trier hinaus nach Pfalzel. Dieser kleine Ort beeindruckte durch die alte Stadtmauer, welche wir zweimal passieren mussten. Durch das etwas unschönere Industriegebiet außerhalb der Stadt ging es für dann weiter.

Links und rechts von Weinbergen begleitet

Der Radweg, welcher uns nun auf gut asphaltiertem Untergrund direkt am Ufer der Mosel entlangführte, überquerte die Mosel bei Schweich erneut. Von dort aus ging es wieder direkt am Ufer weiter. Verglichen mit den anderen Fernradwegen an Deutschlands Flüssen war dieser bisher wirklich eine tolle Erfahrung, da er fast komplett asphaltiert ist und man einen sehr großen Teil der Strecke direkt am Ufer entlangfährt.

Zwischen den steilen Weinbergen links und rechts des Flusses kamen wir schnell voran. Nach 40 Kilometern ging es dann das erste mal etwas steiler durch die Weinreben hindurch, da der Radweg nun nicht mehr am Wasser entlang verlief. Doch die Steigung war nur sehr kurz, sodass es keine besondere Anstrengung von uns verlangte.

Langsam begannen wir nach einer passenden Gelegenheit für einen kleinen Mittagssnack Ausschau zu halten, doch alle Bänke waren von den vielen anderen Radfahrern, welche heute am Fluss unterwegs waren, besetzt. Nachdem wir fast die 50 Kilometer-Marke erreicht hatten wurden wir endlich fündig und aßen das vom Frühstück übrig gebliebene Obst und noch ein paar Brötchen.

Nach der kleinen Pause folgten wir weiter dem Moselradweg. Entlang des Flusses war die Fahrt aufgrund der guten Wege sehr entspannt und wir kamen gut voran. Es bot sich uns eine tolle Szenerie an den Mäandern der Mosel mit zahlreichen Weinbergen im Hintergrund.

Nach einer Stunde erreichten wir den letzten großen Ort vor unserem Tagesziel: Bernkastel-Kues. Dort wechselten wir noch einmal das Flussufer und schauten uns die Stadt während einer langsamen Durchfahrt etwas an.

Bernkastel-Kues

Schon etwas stadtauswärts steuerten wir einen Supermarkt an und kauften für die nächsten drei Mahlzeiten ein. Gegen 16:00 Uhr erreichten wir den Campingplatz, auf dem wir übernachten werden.

Dort angekommen bauten wir erst auf dem uns zugewiesenen Stellplatz unser Camp auf und machten uns dann daran, unsere Räder zu putzen. Der angefallene Schmutz der letzten Tage und Wochen musste einfach mal weg. Nachdem wir das Gröbste mit einem Gartenschlauch beseitigt hatten, putzten wir die Ritzel mit einer passenden Bürste. Danach folgte dann noch eine gründliche Reinigung.

Die Räder gut gesäubert

Felix führte noch eine kleine Modifikation an seinem Rad durch und verlegte das Stromkabel zum Rücklicht neu. Auf der Innseite des Schutzbleches hatte der Reifen permanent am Kabelschutz gescheuert. Nach dem Einsatz von Improvisation und Gaffaband war das Problem gelöst und das Kabel nun außen am Schutzblech.

Mittlerweile war es recht spät geworden und wir aßen, nach einer schnellen Dusche, zu Abend. Wir entspannten noch ein wenig und gingen wie üblich gegen 23:00 in die Zelte.

Morgen fahren wir entlang der Mosel nach Koblenz, wonach es weiter in Richtung Aachen geht.

Erkenntnis des Tages: Wer Spaß beim Radfahren haben möchte, sollte in regelmäßigen Abständen sein Fahrrad putzen. Damit läuft es nicht nur besser, schließlich sorgt Dreck im Laufwerk für mehr Reibung, man guckt sich dabei auch das Fahrrad genau an und erkennt dabei vielleicht entstehende Probleme. Zu guter letzt sieht ein saubereres Rad auch einfach besser aus. 🙂

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

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