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Reise Rheinland-Pfalz

Tag 39: Wehlen – Kobern

Auf dem Campingplatz direkt an der Mosel wurde wir heute gegen 08:00 Uhr von der Sonne geweckt. Der Plan war heute bis kurz vor Koblenz zu fahren. Ein genaues Ziel gab es nicht, da wir uns noch eine Übernachtungsmöglichkeit suchen mussten. Aber alle Kilometer, die wir heute absolvierten, müssen wir morgen nicht mehr bis nach Bonn fahren, wo wir einen Pausentag einlegen werden.

Nachdem wir alles eingepackt, kurz die Flaschen aufgefüllt und beim Campingplatz ausgecheckt hatten, konnten wir uns um 9:30 Uhr wieder auf den Weg machen. Über die Brücke im Ort Wehlen wechselten wir kurz die Flussseite, um wieder auf den Moselradweg zu gelangen.

Aussicht von der ersten Brückenüberquerung von vielen des Tages

Die ersten Kilometer ging es entlang der Bundesstraße durch mehrer Orte.
In Lösnich führte uns der Fahrradweg dann endlich von der Bundesstraße Weg, und nun direkt entlang des Ufers durch das schöne schattige Uferwäldchen.

Über Wolf erreichten wir Traben-Trarbach. Dort sahen wir das erste mal für heute die Kampfjets, welche den ganzen Tag über das Moseltal flogen. Wir sahen sie über fast 100 Kilometer immer wieder am Himmel entlang fliegen.

Nach Traben-Trarbach ging es über Burg und Briedel weiter entlang der Mosel. Auf beiden Seite sahen wir fast den kompletten Tag die Hänge des Tales, welche mit Weinreben bedeckt sehr idyllisch aussahen. Ebenso gefielen uns die vielen kleinen Dörfer mit ihren schwarzen Schieferdächern sehr gut.

In Kaimt mussten wir kurz die Flussseite wechseln, da der Abschnitt des Radweges wohl gerade neu gebaut wurde, dies kostete uns zwar ein wenig Zeit, da die Umleitung recht schlecht zu befahren war, trotzdem konnten wir uns dort aber gut zurechtfinden und kamen schnell wieder auf die richtige Strecke.

Weiter über Neef, führte uns der Moselradweg nach Bremm, wo neben der berühmten Moselschleife der steilste Weinberg Europas liegt. Die nächsten Kilometer waren nicht sonderlich spannend. Es ging einfach entlang der Bundesstraße auf dem Radweg weiter bis nach Cochem. Rechts der Fluss, links direkt neben dem Radweg die Autos.

Der steilste Weinberg Europas

In Cochem angekommen, legten wir dort unseren Einkaufsstopp ein. Direkt nach dem Einkaufen fuhren wir runter zum Fluss, um dort nach 75 bereits absolvierten Kilometern zu essen.

Wieder auf unseren Rädern folgten wir dem Moselradweg in Richtung Koblenz.
Wir durchfuhren Cochem in langsamen Tempo und sahen uns dabei die schöne Stadt an. Schöne alte Häuser, die Burg über die Stadt und das wunderschöne Moselpanorama boten eine großartige Szenerie.

Wir fuhren weiter entlang der Mosel und profitieren von tollen, gänzlich auf Höhe der Mosel verlaufenden Radwegen. Mit der fortschreitenden Zeit kam allerdings ein immer stärker werdender Gegnwind auf, der uns den ganzen Nachmittag über zu schaffen machte. Nur von gelegentlichen Baumreihen wurden wir ein wenig geschützt. Weiterhin großsrtig war aber die Landschaft um uns herum, genau wie die schönen Ortschaften links und rechts der Mosel. Fachwerkhäuser mit Schieferdächern, imposante Burgen, schöne Kirchen und vieles mehr versüßte uns die Fahrt.

Nachdem wir insgesamt 100 Kilometer zurück gelegt hatten, machten wir kurz Halt um uns nach einer Übernachtungsmöglichkeit umzugucken. Dabei entdeckten wir in 11 Kilometern Entfernung einen Caravan-Stellplatz, den wir ansteuerten. Da dieser uns bei näherer Betrachtung vor Ort nicht gefiel (weil sich dort nicht wirklich Campen ließ), sprachen wir einen Anwohner an, der auf einem Gartengrundstück in der Nähe arbeitete. Wir erzählten von unserer Reise und erklärten ihm unsere Situation, worauf er uns einen Platz in seinem Garten zum Zelten anbot.

Heute zelten wir im schönen Kobern-Gondorf direkt an der Mosel

Wir nahmen dankbar an und bauten unser Camp im Garten, der direkt an der Mosel lag auf. Wir unterhielten uns noch ein wenig, bevor sich unser Gastgeber auf den Weg machte. Wir gingen noch kurz zum Rewe um etwas zu trinken zu kaufen und aßen daraufhin zu Abend. Es gab wie üblich Dosennahrung. Mit schönem Moselblick verbrachten wir den restlichen Abend und gingen nicht allzu spät in die Zelte.

Morgen fahren wir bis in die Vororte von Bonn, wo wir bei Verwandten von Felix übernachten werden. Dabei werden wir auch wieder auf den Rhein treffen, in den die Mosel bei Koblenz mündet. In Bonn werden wir einen Pausentag verbringen.

Erkenntnis des Tages: Wenn abendlicher Regen droht, gilt es, die Zelte direkt nach der Ankunft aufzubauen. Egal ob der Regen tatsächlich kommt, oder bloß der Wetterbericht nicht ganz eindeutig ist: Im Regen die Zelte aufbauen zu müssen, ist ein Risiko, das man nicht eingehen muss. Den inneren Schweinehund, der einem dazu rät sich nach der Ankunft erst einmal genüsslich auszuruhen, muss man dazu aber besiegen. Die Belohnung eines im Zweifelsfall trockenen Platzes bei Regen ist das aber durchaus wert.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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