Kategorien
Niederlande Belgien Reise Rheinland-Pfalz

Tag 43: Aachen – Brüssel

Nachdem wir gestern noch einen netten Abend verbracht hatten, ging es für uns heute morgen wieder pünktlich los. Nach dem Aufwachen beeilten wir uns die Sachen zusammenzupacken, da heute eine etwas längere Etappe vor uns lag. Das Frühstück aßen wir trotzdem noch entspannt zusammen auf der Terrasse des Hostels, da Erik heute wieder nach Hamburg zurückfährt und wir noch diese letzte Mahlzeit gemeinsam essen wollten.

Für Erik hieß es dann noch ein paar Stunden in Aachen warten, bis er den Zug nach Hamburg nehmen konnte. Felix und Henrik hatten 135 Kilometer bis nach Brüssel vor sich, welche doch recht viele Höhenmeter in sich hatten.

Los ging es um 10:10 Uhr direkt durch Aachen. Entlang der inneren Ringstraße fuhren wir nach Westen. Von dieser bogen wir dann auf die Vaalser Straße ab. Dort hatten wir auch direkt schon die erste Steigung des Tages zu erklimmen. Durch eine entspannte Nacht im Hostel hatten wir aber genug Kraft in den Beinen, um diese mühelos und schnell zu erklimmen.

Oben angekommen fanden wir uns nach nur 5 Kilometern in Vaals, schon in den Niederlanden, wieder. Den Grenzübergang hatten wir garnicht bemerkt. Etwas verwundert über die etwas merkwürdigen Namen an den Geschäften, wurde uns aber doch schnell klar das wir die Grenze überquert hatten.

Auch die Fahrradwege wurde schlagartig besser und die Gerüchte über die tolle Niederländischen Radfahrinfrastruktur bewahrheiteten sich zumindest auf dem Stück, welches wir dort heute fuhren. Die Kreisel hatten beispielsweise eine eigene Fahrspur für Fahrräder, welche abgegrenzt von der Fahrbahn verlief und uns sehr überzeugte.

Nach einer zehn Kilometer langen Abfahrt entlang der Bundesstraße mussten wir uns leider am Fuß des nächsten Hügels wiederfinden. Dieser ließ sich einigermaßen gut befahren, da der Radweg gut ausgebaut und die Steigung nicht all zu stark war. Mit knapp 200 Metern über dem Meerespiegel reichte die Spitze dieses Hügels bereits schon erstaunlich nah an die höchsten „Berge“ der Niederlande.

Über Margraten und Cadier en Keer führte uns die Route wieder vom Hügel hinunter bis nach Maastricht, welches wir nach dann 25 Kilometern erreichten. Wir überquerten die Maas und verließen die Stadt wieder in Richtung Vroenhoven. Direkt hinter Maastricht verließen wir die Niederlande bereits wieder und fanden uns nun nach 35 Kilometern in Belgien wieder.

Die Maas in Maastricht

In die Niederlanden werden wir in 2 Tagen wieder reisen, wenn wir von Antwerpen aus an die Nordseeküste fahren.

Die nächsten Kilometer führten durch Riemst und Tongeren immer sehr gerade auf dem Radweg direkt neben oder auf der Bundesstraße entlang. Leider taten sich immer wieder neue Hügel auf, so dass wir praktisch die ganze Zeit entweder bergauf oder bergab fahren mussten. Dadurch das es immer nur kleine Erhebungen waren, war das Bergauf-Fahren zwar nicht sonderlich anstrengend, aber da wir dies immer wieder nacheinander machen mussten wurde es recht schnell sehr lästig.

Einen kurzen Abschnitt ging der Weg hier nicht mehr an der Bundesstraße weiter, sondern bog ab und führte uns durch Felder und an verschiedensten Obstbäumen vorbei. Dieser Versuchung konnten wir nicht lange widerstehen und schnappten uns jeder eine leckere Birne als kleinen Snack.

Wir fuhren weiter über Borgloon. Die Bundesstraßen im Belgien waren bereits fast die ganze Zeit aus einzelnen Betonplatten zusammengesetzt, was mit dem Auto natürlich kein Problem darstellt, mit dem Fahrrad allerdings sehr unangenehm ist. Zwischen zwei Platten bleibt der Schlitz immer frei, wodurch man mit dem Fahrrad konsequent alle 5 Meter durchgeschüttelt wird.

Nachdem wir Sint-Truuden erreicht und die Altstadt durchquerten hatten legten wir nach 75 Kilometern unseren Einkaufsstopp ein. Beim örtlichen Stadion mit angeschlossener Einkaufspassage fanden wir einen Supermarkt, bei welchem wir kurz hielten. Direkt daneben gab es sogar eine Bank, wo wir dann direkt unser Mittag aßen. Auch konnten wir dort unsere Flaschen wieder bis zum Rand füllen.

Weiter ging es an der Bundesstraße, welche uns immer noch sehr hügelig einiges an Kraft abverlangte. Besonders an der Straße war, das diese bis auf eine kurze Kurve in der Mitte eigentlich komplett gerade verlief. Über diese Straße fuhren wir fast 40 Kilometer über Tienen bis nach Leuven.

Von dort aus hatten wir es nicht mehr weit bis zu unserem Ziel in Brüssel. Nachdem wir Leuven durchquerten hatten riefen wir also kurz bei unserem Gastgeber für die heutige Nacht an, um bescheid zu sagen, das wir bald da sein werden.

Ein Radweg in Leuven

Auf den restlichen 20 Kilometern hatten wir zwar erneut wieder mit einigen Steigungen zu kämpfen, doch die Aussicht auf das Ziel motivierte noch zusätzlich und die kurzen Pausen an den Ampeln im Stadtverkehr ließen uns immer mal wieder durchschnaufen.

Endlich angekommen am Ziel hatten wir heute 135 Kilometer und 790 Höhenmeter zurückgelegt. Durch das recht warme Wetter heute waren wir am Abend sehr froh über eine kurze Dusche. Es waren zeitweise 32°C.

Morgen haben wir nur 45 Kilometer vor uns. Dadurch haben wir hoffentlich genug Zeit, um uns Brüssel und Antwerpen etwas genauer anzuschauen und uns noch etwas auszuruhen.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

Hier findet ihr unsere neuesten Beiträge:

 377 Aufrufe

4 Antworten auf „Tag 43: Aachen – Brüssel“

Guten morgen zu zweit,
wie jeden Tag habe ich auch heute eure Tourbeschreibung gespannt und regelrecht neugierig gelesen. Ich finde es toll, dass ihr noch diesen zusätzlichen Schlenker ins Ausland macht. Leider kann Erik nicht dabei sein, aber euch beiden wünsche ich noch weiter gute Fahrt und spannende Tage.
Grüße von Edelgard

Uns freut es sehr, dass dir unsere Tourenbeschreibungen gefallen! Zu unserem Schlenker haben wir bis jetzt auch nur positives zu verlieren, es macht Spaß ein neues Land zu erkunden.
Danke für den Kommentar!

Hi Henrik, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag nachträglich! Weiterhin gute Fahrt und viele tolle Radwege ☺und Erlebnisse auf eurer Tour.Mo i

Vielen Dank. 🙂
Bis jetzt waren die Radwege hauptsächlich gut, morgen geht es aber in die Niederlande, da sind wir sehr gespannt drauf!
Danke für den Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.