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Belgien Reise

Tag 44: Brüssel – Antwerpen

Wir versuchen uns eigentlich so wenig wie möglich zu wiederholen, heute sind wir aber wieder um 08:00 Uhr aufgewacht. Was wir aber noch nie hatten, war die Nähe des Zeltplatzes zum Zentrum. Nur 3 km haben uns von der ersten Sehenswürdigkeit getrennt, welche wir am Morgen erkunden wollten.

Vorher machten wir uns aber fertig, heißt die Taschen wurden gepackt, Schlafsäcke in die Hüllen gepresst und die Isomatten aufgerollt. Danach mussten wir noch an Ort und Stelle frühstücken. Das wollten wir eigentlich an einem schönen Plätzchen in der Stadt machen, das Kondenswasser an der Zeltinnenwand kam uns da aber in die Quere.

Um 10:00 Uhr ging es dann aber, wenn auch nur mit angetrockneten Zelten, auf die Sattel. Der erste Halt für heute: Der Jubelpark oder auch Parc du cinquantenaire. Durch die große Parkanlage im Herzen Brüssels fuhren wir einmal hindurch. Gepflegte Wege, toll angelegte Beete und eine ruhige Atmosphäre waren unsere ersten Eindrücke. Nachdem wir uns aber von den ersten Kopfsteinpflasterwegen des Tages haben durchschütteln lassen, machten wir vor dem großen Tor ein paar Bilder, bevor wir zur nächsten Sehenswürdigkeit weiterfuhren. Ein paar hatten wir uns am Abend noch auf der Karte markiert.

Unterwegs im Parc du cinquantenaire

Unser 2. Ziel war das Europäische Parlament. Auf dem Weg dahin mussten wir durch eine andere Parkanlage ganz in der Nähe des bekannten Gebäudes. Dort im Parc Léopold gab es eine witzige Situation, als wir uns an einem vermeintlichen Politiker vorbeischummeln mussten, welcher von Kameras und Mikrofonen belagert wurde. Das Parlament ist unspektakulärer als man es aus dem Fernsehen erwartet, spannend ist aber, dass man dort einfach durchfahren kann. Es gibt also keinen Stacheldrahtzaun oder Unmengen an bewaffneten Polizisten.

Von dort ging es zum Place Royal. Wir hatten uns von den Gebäuden, die diesen rechteckigen Platz umrunden etwas mehr erhofft. Allerdings wurden wir mit einem tollen Blick über die Stadt entschädigt, welcher sich uns eine Straße entfernt bot.

Nachdem wir den Hügel wieder heruntergefahren waren, fuhren wir etwa 5 Minuten zum nächsten Pin auf unserer Karte. Deutlich kleiner als der Rest, weniger imposant, aber mindestens genauso Amüsant: Manneken Pis. Eine kleine pinkelnde Brunnenstatue eines Knaben, welche als Wahrzeichen Brüssels gilt. Sie war schön anzusehen und kleiner als gedacht, nur 61 cm hoch.

Manneken Pis

Über den Marktplatz mit angrenzendem Rathaus fuhren wir wieder aus dem Zentrum der Belgischen Metropole hinaus. Auf Kopfsteinpflaster und auf vollen Straßen, welche sich hier auch noch mit der Straßenbahn geteilt werden, fuhren wir zum Atomium. Dieses erreichten wir gegen 12:00 Uhr. Es wurde im Zuge der erste Expo nach dem Krieg 1958 erbaut, feierte also vor nicht allzulanger Zeit seinen 60. Geburtstag. Es ist eine riesige Abbildung kristallisierten Eisens und das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt Brüssel.

Atomium

Nun ging es aber endlich ans Fahrradfahren. Da unser heutiges Ziel Antwerpen nur insgesamt 50 Kilometer entfernt lag und wir nach Besichtigung der Stadt schon etwa 20% dessen bewältigt hatten, war die Motivation groß.

Auf einem guten Fahrradweg fuhren wir ein kurzes Stück entlang der A12, bis wir uns bei Meise in Richtung Nordosten von ihr entfernten. Durch viele kleine Dörfer wie Nieuwenrode oder Tisselt konnten wir schnell und gut Strecke machen. Was uns hier, wie auch gestern, aufgefallen ist, ist die Diversität in den belgischen Wohnhäusern. Es scheint so als würden die Leute hier entweder einfach nur kreativer sein, oder sich nicht von den Normen der Gesellschaft beeinflussen lassen. Tolle alte Häuser renoviert mit spannenden Anbauten oder hochmoderne Häuser im Bauhausstil schmückten die Dörfer. Auch sah man ganze Kupferfassaden oder fast schon amerikanisch wirkende Villen welche die Fahrt ansehnlich machten.

Ab Kapelle-op-den-Bos fuhren wir dann auf einem frisch geteerten Fahrradweg entlang des Bosbeek-Kanals bis wir uns bei Boom wieder neben der A12 einreihten.

Auf solchen Wegen fährt es sich am besten

Die A12 führte uns, wie schon andere Straßen in Belgien, auf einem kerzengeraden Verlauf durch ein Industriegebiet bis nach Antwerpen. Dort angekommen fuhren wir bis ins Zentrum, wo unser Hotel für die Nacht liegt. Angekommen sind wir schon um 14:30 Uhr.

Auf der Tagesordnung stand jetzt also duschen, entspannen, am Abend etwas Essen gehen und die Stadt erkunden. Auch die Bilder des Morgens und die Route der nächsten Tage mussten bearbeitet werden.

Die ersten beiden Punkte konnten wir erfolgreich abhaken, bevor wir dann gegen 19:30 Uhr los gingen zu einem Burgergeschäft. Das war quasi ein nachgeholtes Geburtstagsessen für Henrik, welcher gestern seinen 19. Geburtstag hatte. Die Burger waren echt super lecker!

Burger + Milchshake

Nach dem Abendessen erkundeten wir die Innenstadt und gingen aber zeitig wieder ins Hotel, damit wir heute früh ins Bett gehen können. Morgen klingelt der Wecker nämlich schon um 07:00, da wir unser Vorhaben, 200 Kilometer an einem Tag zu fahren, morgen Mal in Angriff nehmen werden. Wir sind gespannt wie das läuft.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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