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Tag 45: Antwerpen – Oostvoorne

Heute klingelte der Wecker ausnahmsweise mal schon um 7:00 Uhr. Da wir uns heute die mit Abstand längste Etappe der Tour vorgenommen hatten, beeilten wir uns am Morgen besonders. Da wir sonst etwa 6 Stunden Fahrzeit pro Tag haben und wir heute mit mindestens 10 rechneten mussten wir natürlich möglichst früh los.

Da wir am Abend zuvor bereits fast alles zusammengepackt hatten waren wir bereits um 8:00 Uhr auf dem Fahrrad. Durch das noch etwas verschlafene Antwerpen ging es für uns recht schnell aus der Stadt hinaus in den Hafen. Der zweitgrößte Hafen Europas empfing uns mit einem tollen Radweg, über welchen wir den Hafen in seiner gesamten Länge durchfuhren.

Entlang der Ölraffinerien und Chemiefabriken führte uns die Route entlang der Hauptstraße etwa 15 Kilometer durch den Hafen. Dann legten wir einen sehr kurzen Stopp ein, um kurz eine Banane und einen Müsliriegel als kleinen Frühstückssnack zu essen.

Weiter ging es. Es roch immer wieder sehr interessant. Da wir aber nur an Chemiefrabriken vorbeifuhren ließ sich darauf schließen, dass diese Gerüche bzw. die Luft nicht all zu gesund war.

Leider war es heute auch recht windig. So hatten wir bereits am Anfang immer wieder mit Gegenwind zu kämpfen, welcher das Fahren deutlich unangenehmer machte.
Während unserer Fahrt durch den Hafen mussten wir kurz vor der Grenze zu den Niederlanden noch etwa 20 Minuten an einer Zugbrücke warten, welche gerade von mehreren Schiffen durchfahren wurde.

Eine hochgeklappte Brücke

Direkt an der Grenze hörte der Hafen nach 30 Kilometern fahrt auf. Anschließend ging es für uns weiter durch klischeehafte, holländische Landschaften. Kilometerweit führte uns der Weg zwischen dem Deich und Marschland bzw. Feldern hindurch.

Wie wir es und in den Niederlanden erhofft hatten, waren die Straßenverhältnisse perfekt zum Fahren. Nur der Gegenwind machte uns zeitweise wieder zu schaffen.

In Kruiningen gingen wir Einkaufen, da wir dem gestrigen Sonntag geschuldet kein Frühstück mehr hatten. Nach 50 Kilometern hatten wir bereits schon ein Viertel absolviert und uns so das Frühstück mehr als verdient.

Anschließend ging es etwas durch das Landesinnere, bis wir am Hafen von Middelburg ankamen. Dort hatten wir auf einer Passage mal wieder sehr starken Gegenwind. Als wir den Hafen umfahren hatten konnten wir aber auch das erste mal Rückenwind genießen. So relativierte sich der Gegenwind immer mehr, da wir nun um so schneller vorankamen.

In Vissingen erreichten wir nach 95 Kilometern endlich den Nordseeküstenradweg. Dieser war extrem gut ausgebaut, nur leider, den sehr touristischen Orten entlang des Weges geschuldet, auch sehr voll. Wir mussten immer wieder überholen und uns um Gruppen herumschlängeln.

Trotzdem war der Weg auch super, um sich die Umgebung anzuschauen. Erst ging es oben auf dem Deich entlang, dann runter in den Küstenwald. Dort erreichten wir endlich mit 100 Kilometern kurz nach 14:00 Uhr die Hälfte für den heutigen Tag. Wir waren doch schneller als gedacht, was uns sehr positiv stimmte, da wir nun die Aussicht hatten noch zu einer normalen Uhrzeit auf dem Campingplatz anzukommen.

Weiter durch Westkapelle und Domburg legten wir unsere Mittagspause nach 118 Kilometern in einem Wäldchen ein. Langsam spürte man bereits eine gewisse Müdigkeit in den Beinen. Eine kleine Dehneinheit und die Pause halfen aber gut und es ging wenigstens einigermaßen frisch weiter.

Über eine Landzunge fuhren wir auf die nächste Insel, wo wir kurz unsere Flaschen auffüllen konnten. Die nächste Insel war leider nur über einen Damm zu erreichen auf welchem wir über 6 Kilometer frontal dem Wind ausgeliefert waren. Dies ging vor allem auf die Kraft und die Nerven, da es alles andere als spaßig war, sich dort entlang zu kämpfen.

Dem Wind komplett ausgeliefert

Auf Schouwen-Duiveland erreichten wie die 150 Kilometer-Marke. Nach einer kurzen Müsliriegel-Stärkung ging es weiter über die Insel. Nach 158 Kilometern wartete allerdings schon der nächste Damm auf uns, welcher uns, in keinster Weise angenehmer zu befahren, auf die nächste Insel führte.

Auf dieser führte der Nordseeküstenradweg uns nicht durch die Küstennahenatur, sondern mal durch die kleinen Orte, was für Abwechslung sorgte und welche wir uns sehr interessiert anschauten. Zusammenfassend können wir festhalten, dass die Holländer sich darin verstehen moderne und sehr wohnliche Häuser zu bauen, welche gut zwischen die älteren Gebäude passen.

Nach 180 Kilometern legten wir eine weiter kurze Riegel-Pause ein, um für den Rest noch genug Energie zu haben. Direkt an unserer Pausenstelle sahen wir auch noch einen Apfelbaum, von welchem wir uns kurz jeder einen Apfel nahmen.

Über den nächsten Damm erreichten wir die Insel, auf welcher unser Schlafplatz für die Nacht liegt. Da der Wind langsam etwas abflaute war diese Überfahrt allerdings deutlich entspannter als die bisherigen.

Durch Rockanje und Oostvoorne näherten wir uns dem Campingplatz und der 200 Kilometer-Marke, welche wir erst kurz vor den Platz erreichten. Somit hatten wir bei der Tagesplanung alles richtig gemacht.

Nach über 10 Stunden auf dem Fahrrad erreichten wir gegen 20:30 Uhr den Campingplatz und waren sehr froh darüber, dass wir noch genug Zeit hatten alle Aufgaben des Abend entspannt zu erledigen. Auch die Muskeln hatten gut mitgespielt und wir fühlten uns zwar schlapp aber waren sehr glücklich darüber unser Ziel erreicht zu haben.

Unsere heutige Tour

Zum Abendessen gab es heute das Brot, welches wir uns eigentlich für morgen früh gekauft hatten und eine Packung Nudeln mit Pesto. Der Hunger war riesig.

Morgen geht es dann über ca. 120 Kilometer bis nach Amsterdam, wo wir uns in einer Unterkunft schon für drei Nächte ein Zimmer reserviert haben.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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5 Antworten auf „Tag 45: Antwerpen – Oostvoorne“

Lieber Felix, lieber Henrik
Hervorragend, magnifique, wie Ihr die 200 km bewältigt habt.
Chapeau wie man in Brüssel sagt und daß die Windmühlen Euch
Morgen nur Rückenwind bringen.

Stay Safe

P.u.S. Sarman

Danke! Mit unseren Glück hatten wir heute am Meer die ganze Zeit Gegenwind und im Innenland dann auch erstmal. Erst auf den letzten 40 Kilometern spielte der Wind in unsere Karten. 🙂
Danke für den Kommentar!

Gratulation! Das ist wahrhaftig eine Leistung, 200 Kilometter an enem Tag. Ich wünsche euch gute Erholung und weiter gute und entspannte Fehrt. So langsam geht es ja in Richtung Ausgengspunkt der Tour.
Norddeutsche Grüße von Edelgard

Ja, wir nähern uns langsam aber stetig dem Endspurt unserer Reise, ein paar Tage haben wir aber noch vor uns. 😉
Danke für den Kommentar!

Ja, wir nähern uns langsam aber stetig dem Endspurt unserer Reise, ein paar Tage haben wir aber noch vor uns. 😉
Danke für den Kommentar!

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