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Niederlande Reise

Tag 46: Oostvoorne – Amsterdam

Da wir uns gestern ja ordentlich ins Zeug gelegt hatten, mussten wir heute nur noch 115 Kilometer bis nach Amsterdam zurücklegen. Durch die bisher tollen Radwege konnten wir davon ausgehen, dass wir nicht lange brauchen werden und haben so den morgen entspannt angehen lassen.

Wir wachten wie immer um 8:00 Uhr auf, saßen ersteinmal einen Moment in der Morgensonne und packten dann zusammen. Nach kurzer Internetrecherche bemerkten wir, dass die Fähre, welche wir für eine kurze Strecke durch den Hafen von Rotterdam nehmen mussten, nur stündlich fährt.

Wir beeilten uns also besonders, da wir auch noch kurz im nächsten Ort der Fähre Geld abheben mussten. Nachdem wir endlich alles auf die Räder geladen und noch kurz die Flaschen aufgefüllt hatten machten wir uns schnell auf den Weg. Nach 4 Kilometern fanden wir einen Geldautomaten, bei welchem wir kurz hielten.

Es waren noch 6,5 Kilometer bis zur Fähre, welche wir in 20 Minuten schaffen mussten. Wir fuhren sehr schnell durch das Hafengebiet und schafften es tatsächlich noch um 9:59 auf die Fähre, welche direkt ablegte als wir sie betraten.

Etwa 10 Minuten fuhren wir mit der Fähre bis nach Hoek van Holland. Dort kauften wir Frühstück und Mittagessen im Supermarkt ein. Das Frühstück verspeisten wir auch schon gleich vor Ort. Dann ging es für uns wieder auf den Nordseeküstenradweg.

Fährfahrt durch den Hafen von Rotterdam

Am Rande des Küstenwaldes fuhren wir einige Kilometer entlang. Auf dem tollen Radweg kamen wir wieder gut voran und konnten den größten Teil mit etwa 25 Km/h fahren.

Hinter Monster ging es dann sogar direkt durch die Dünen. Dies war zwar sehr schön anzugucken und der Weg war super zu befahren, aber leider war es den Dünen geschuldet sehr hügelig. So ging es mal wieder die ganze Zeit auf oder ab. Dies war auf Dauer sehr kräftezehrend.

Zum Glück führte der Weg bei Segbroek wieder in die Stadt und wurde wieder eben. Hier verließen wir den Weg und machten einen kurzen Abstecher nach Den Haag, um uns den internationalen Gerichtshof anzuschauen. Auf dem Weg dorthin sahen wir schon einige Konsulate. Das Gebäude wirkt wirklich sehr erhaben und hinterließ auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck bei uns.

Der internationale Gerichtshof

Anschließend ging es wieder aus der Stadt hinaus in das Naturschutzgebiet Meijendel, wo sich wie bereits vorher das gleiche Problem der Dünen auftat. Über Katwijk und Noordwijk ging es an der Nordseeküste weiter durch die Dünen.

In Zandvoort angekommen beschlossen wir nach 75 Kilometern unsere Mittagspause einzulegen. Wir fanden eine schöne Bank mit Blick über den Strand und das Meer. Während wir aßen konnten wir am Horizont die Containerschiffe beobachten, welche dort, wie auf einer Perlenkette aufgereiht, entlang zogen.

Nach den Essen verließen wir den Nordseeküstenradweg und machten uns in das Landesinnere auf. Neben der Bahnstrecke ging es bis nach Harleem. Als wir die Stadt durchquerten, sahen wir die ersten typisch Holländischen Gassen und Kanäle gesäumt von Bäumen.

Über Spaarndam fuhren wir weiter zur Fähre, um den Nordseekanal zu überqueren. Leider kamen wir genau dann an, als die Fähre ablegte. Wir mussten leider 20 Minuten auf die nächste warten, was aber noch zu verkraften war und etwas unverhoffte Ruhe brachte.

Als wir den Nordseekanal überquert hatten fuhren wir noch knapp 10 Kilometer bis nach Zaanse Schans, um dort ein paar Bilder der typischen Mühlen zu machen. Das Freilichtmuseum ist wirklich schön um sich ein Bild der traditionellen Niederländischen Lebensweise zu machen und um zu sehen, wie es dort früher aussah.

Die Mühlen in Zaanse Schans

Nach dem kleinen Abstecher fuhren wir zur nächsten Fähre, um den Nordseekanal in Richtung Amsterdam erneut zu überqueren. Auf dem Weg in die Stadt hinein hielten wir noch kurz am Supermarkt um uns Abendessen zu kaufen.

Anschließen fuhren wir an einer Hauptstraße in die Stadt. Spätestens als wir mit den Fahrrädern aufgrund der Menschenmasse nicht mehr wirklich vorankamen merkten wir, dass wir in der Stadt angekommen waren.

Sehr toll im Zentrum gelegen checkten wir in unser Hostel ein und parkten unsere Fahrräder in einer großen bewachten Fahrradgarage, welche uns vom Konzept her sehr beeindruckte. Auch bezahlen mussten wir aufgrund der aktuellen Corona-Situation nichts.

Nun ruhen wir uns noch etwas von den anstrengenden letzten Tagen aus und planen, was wir uns hier in der Stadt ansehen wollen.

Gefahren sind wir heute insgesamt 123 Kilometer und durch die vielen Hügel ergaben sich schlußendlich sogar noch 380 Höhenmeter.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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