Kategorien
Niederlande Reise

Tag 49: Amsterdam – Workum

Heute morgen mussten wir uns leider wieder von unserem gemütlichen Bett in Amsterdam verabschieden. Nach den 3 Nächten in Amsterdam, unserer längsten Pause der Tour, hatten wir allerdings auch schon wieder Lust zu fahren.

Geplant waren heute fast 150 Kilometer bis auf einen Campingplatz bei Warkum. Dabei sollte es fast die ganze Zeit am Ufer des Ijmeered und des Ijsselmeeres entlanggehen.

Nachdem wir alle Taschen die recht enge Hoteltreppe hinunter geschleppt hatten, holten wir unsere Fahrräder aus der Tiefgarage, wo sie die letzten Tage sicher und bewacht verbracht hatten. Nach dem auschecken beluden wir die Fahrräder und machten uns auf den Weg Amsterdam wieder zu verlassen.

Durch die Gassen Amsterdams ging es die ersten Kilometer in Richtung Osten aus der Stadt hinaus. Nach 8 Kilometern ging es über eine tolle Fahrradbrücke über den Amsterdam-Rheinkanal. An diesem fuhren wir kurz entlang, bis wir einen anderen Kanal erreichten, an dessen Ufer wir bis nach Muiden fuhren.

Schafe entlang des Weges

Dort war gerade leider die Schleuse geöffnet. So mussten wir warten, bis einige Boote erst aus der Schleuse hinaus gefahren waren und dann andere Boote wieder hineinfahren konnten. Dabei wurde die Brücke durch einen sehr spannenden Drehmechanismus zur Seite gedreht und nicht klassischerweise geklappt, um Platz für die Boote zu schaffen.

Eine halb gedrehte Brücke

Weiter ging es, bis zur Brücke, welche über die Durchfahrt vom Gooimeer zum Ijmeer führte. Unter der Brücke legten wir unsere Mittagspause ein, da es langsam Anfing etwas zu regnen und wir nach 20 Kilometern diesen regengeschützten Platz gut dafür nutzen konnten.

Durch Almere folgten wir der Route weiter. Als wir die Stadt hinter uns gelassen hatten trafen wir allerdings leider auf ein Hindernis. Eine Klappbrücke, welche eigentlich automatisch erkennen sollte, dass wir sie passieren wollen, tat dies leider nicht und so mussten wir dort leider warten. Die Telefonnummer, welche bei Störungen anzurufen war, funktionierte nicht und auch der nahgelegene Campingplatz konnte uns nicht weiterhelfen. So mussten wir notgedrungen die Räder über die Brücke schieben und den einen Meter Höhenunterschied zu zweit überwinden.

Danach ging es ans Wasser und wir konnten eine tollen Weg über insgesamt 15 Kilometer mit Rückenwind und somit auch mit richtig Tempo absolvieren. Fast 30 Km/h erreichten wir über eine halbe Stunde lang, bis wir Lelystad erreichten. Das Gefühl mit Rückenwind zu fahren war wirklich mal eine willkommene Abwechslung und wir genossen es sehr mit wenig Kraftaufwand so schnell zu fahren. Allerdings sahen wie auf der Karte auch schon das wir bald auch mit Gegenwind zu kämpfen haben werden.

In Lelystad gingen wir kurz Einkaufen, fuhren aber bis zum Mittagessen noch etwas weiter. Wieder aus der Stadt hinaus fuhren wir zwischen dem Deich und dem Wasser weiter. Nur Windräder und einige Schafe unterbrachen die Szenerie. Nach der Brücke zwischen dem Ketelmeer und dem Ijselmeer mussten wir leider einige Kilometer direkt gegen den Wind fahren.

Da dieser aber heute wohl nicht so stark war hatten wir noch Glück. Anstrengend war es aber trotzdem. In Urk fanden wir eine Bank, wo wir unsere Mittagspause einlegten. Mit bereits 85 zurückgelegten Kilometern waren wir gut unterwegs und durch die 2 Pausentage auch noch relativ frisch.

Nach Urk ging es, wie bereits die Kilometer davor, wieder zwischen Deich, Wasser, Schafen und Windrädern hindurch. Mit leichtem Gegenwind machte diese 25 Kilometer wirklich keinen Spaß. Wir mussten sie aber dennoch fahren und taten dies so gut es ging.

Entlang des Deiches

Angekommen in Lemmer gingen wir noch ein zweites mal heute zum Supermarkt, da wir beim ersten mal nichts gutes zum Abendessen gefunden hatten. Gleichzeitig war dies eine wohltuende Pause vor den letzten Kilometern.

Dort entschieden wir uns auch dazu etwas abzukürzen und wählten den Weg durch das Landesinnere und nicht weiter an der Küste entlang, da dieser Weg etwa 5 Kilometer kürzer war und wir uns deutlich weniger Wind versprachen.

Durch die kleinen Dörfer und Marschlandschaft mit den vielen kleinen Kanälen und Feldern fuhren wir noch etwa 35 Kilometer nach dem zweiten Einkaufsstopp. Vorbei an Koudum erreichten wir dann endlich nach 145 Kilometer unseren Zielort Workum, bei welchem in unmittelbarer Nähe der Campigplatz liegt, auf welchem wir heute die Nacht verbringen.

Morgen geht es dann über eine ähnliche Entfernung bis in die Nähe von Groningen.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

Hier findet ihr unsere neuesten Beiträge:

 237 Aufrufe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.