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Mecklenburg-Vorpommern Reise

Tag 5: Rügen – Dragun

Heute, am fünften Tag unserer Reise, begann die zweite Etappe von Sassnitz auf Rügen nach Magdeburg. Über insgesamt 4 Tage verteilt stehen 417 Kilometer durch die Mecklenburger Seenplatte, entlang der Elbe und durch das Havelland vor uns.

Nach dem Aufstehen gegen acht Uhr, geweckt von einigen Eulen direkt an unserem Camp, sind wir langsam in den Tag gestartet. Zu den, für unsere ersten Tage schon typischen, Scheiben Brot mit Wurst, gab es heute Kaffee und Tee, bereitgestellt vom Campingplatz. Dazu gab es sogar noch kostenlose Brötchen. Das alles hat uns super in den Tag starten lassen.

Unser Lager auf dem Campingplatz

Nach dem Bezahlen unseres Aufenthalts auf dem Campingplatz, die netten Besitzer haben nicht mal auf den vollen Preis bestanden, ging es wieder auf die Straße. Im Zuge unserer Fahrt sind wir im Grundsatz der Route des gestrigen Tages gefolgt. Es ging zurück durch die Ränder von Sassnitz, am Mukraner Hafen vorbei in Richtung Bergen auf Rügen. Mit Rückenwind und großzügigem Gefälle war die Strecke schnell geschafft. Es folge der anstrenge Aufstieg nach Bergen, der sich aber auch als machbar erwies.

Von Bergen aus und nach einem kurzen Halt auf dem Dorfplatz, starteten wir in Richtung Stralsund. Entlang der B 196 ging es zuerst nach Samtens und in Folge nach Rambin, wo wir gestern die Nacht verbrachten. Ohne Zwischenfälle und große Pausen erreichten wir den Rügendamm bei Altefähr und verließen Rügen über Dänholm.

Da wir den ersten Teil des Tages so schnell hinter uns gebracht hatten, entschlossen wir uns, Stralsund zu durchfahren und die Mittagspause, die wir eigentlich für dort geplant war, zu verlegen.

Die Entscheidung getroffen, fuhren wir durch das Mecklenburger Festland in Richtung Magdeburg. Auf den noch unbekannten Wegen, die meisten sehr gut ausgebaut waren, durchfuhren wir mehrere kleine Bauerndörfer mit viel Charme. Alte Gutshäuser und Stallungen, manche besser erhalten als die anderen, Kopfsteinpflasterstraßen und Holzbrücken über kleine Flüsse und Bäche, machten die Fahrt sehenswert.

Eine alte Zugbrücke

Unser Mittagessen haben wir uns bei einem Supermarkt im beschaulichen Franzburg besorgt und auf einer Bank ein paar Kilometer später verputzt. Die restlichen Kilometer legten wir auf Panzerplattenstraßen zurück, die uns gut durchschüttelteten.

Kurz nach dem wir das Ortsschild der Landstadt Dargun passiert hatten begannen wir uns nach einem Schlafplatz umzusehen. Dabei entdeckten wir einen Wohnwagenstellplatz und schlugen dort nach Begrüßung durch die anderen Camper kurzerhand unsere Zelte auf.

Felix vor dem Essen beim Nähen seiner Wanderhose, welche immer am Abend getragen wird und leider letzte Nacht kaputt gegangen ist

Nach circa 120 Kilometern war uns nicht nach großem Kochen zumute, weshalb eine Auswahl an Dosengerichten unser Abendessen gestaltete. Nach letzten Vorbereitungen für die Nacht und Donnerstag morgen, es ist Regen angekündigt, ging es für uns gegen 11:00 in die Kojen.

Neu Gelerntes von heute: Wohnwagenstellplätze sind eine äußerst günstige Alternative zum Campingplatz! Wer nicht täglich auf Strom, fließend Wasser oder andere Annehmlichkeiten angewiesen ist und deshalb gerne sparen möchte, hat eventuell eine Chance auf einem unentgeltlichen Stellplatz zu Campen. Wie gesagt, ohne irgendwelchen Luxus, aber auch ohne Kosten.

Auch erwähnenswert ist, dass wir heute die 500 Kilometer Marke unserer Reise geknackt haben!

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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4 Antworten auf „Tag 5: Rügen – Dragun“

Gratulation zum Knacken der 500 Kilometer Marke!
Auf so einer Reise kann man ganz neue und nützliche Fähigkeiten an sich entdecken, wie zum Beispiel das Nähen.
Wie ich sehe, habt Ihr auch die Wäsche voll im Griff!
Herzliche Grüße aus dem Erzgebirge.
Petra

Ja, das Nähen hat sich bewährt, die Hose hält noch und sitzt besser den je. Ja, das stimmt mit der Wäsche, mit Rei in der Tube ist alles wieder wie neu!
Danke für den Kommentar!

Tag4: „Dabei mussten wir in Bergen auf Rügen die bisher höchste Steigung mit 80 Metern erklimmen, was … andererseits natürlich auch eine tolle Abfahrt bereithielt.“

„Berge auf Rügen“ (nicht nur den Kreidefelsen) kann ich auch bestätigen, da ich es mit einem Knaben vorne im Kindersitz vor 13 Jahren erlebte. Ich meine nur wir saßen nicht beide zusammen in diesen Kindersitz.

Tag5: „Es folgte der anstrengende Aufstieg nach Bergen, der … “
vgl. mit Es folgte der anstrengende aufstieg nach bergen, der …

Fazit der beiden Tage: Die gemässigte kleinschreibung hilft den radfahrern auch nicht weiter.

Seien Sie vorsichtig! Und gute Fahrt!

E.&P. Sarman

An das Erlebnis von vor 13 Jahren kann ich mich leider nicht mehr erinnern. 🙁
Und Groß- und Kleinschreibung war nie unsere Stärke, vor allem abends nach 100+ km nicht. 😉
Gruß
Felix
& Danke für den Kommentar!

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