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Niederlande Reise

Tag 50: Workum – Westerbroek

Zum Glück hatte es heute Nacht nicht geregnet und auch am morgen als wir aufwachten war es noch trocken. Am Horizont sahen wir allerdings schon die dunklen Wolken aufziehen, welche uns bereits schon am Vortag angekündigt wurden.

Nachdem wir alles zusammengepackt und unsere glücklicherweise recht trockenen Zelte auf dem Campingplatz abgebaut hatten füllten wir noch kurz unsere Wasservorräte für den Tag auf und machten uns gegen 9:30 Uhr auf den Weg.

Wir bemerkten sehr erfreut, dass der Wind über Nacht gedreht hatte und heute aus Südwestlicher Richtung kam. So hatten wir fast die Hälfte des Tages Rückenwind und sonst nur Seitenwind, was im Vergleich zu gestern sehr positiv war.

Los ging es durch die Wiesen, bis wir wieder den Deich erreichten. Heute ging es Anfangs rechts vom Deich entlang. Wir konnten das Wasser also nicht sehen, dafür konnten wir aber die Küstenlandschaft und die kleinen Höfe anschauen.

Nach 17 Kilometern kamen wir am Abschlussdeich vorbei. Eigentlich hatten wir über diesen Damm fahren wollen, doch der Radweg ist zurzeit gesperrt und durch eine Buslinie ersetzt. Da wir aber die Kilometer lieber mit eigener Kraft zurücklegen wollten planten wir die Route um, sodass wir eben von Amsterdam aus die andere Option wählten.

Bis nach Harlingen führte der Fahrradweg dann wieder auf der linken Deichseite direkt am Meer entlang. In Harlingen angekommen legten wir nach 25 Kilometern unsere Frühstückspause ein. Während der Pause fing es leider leicht an zu tröpfeln, was aber nicht lange anhielt. Um 11:00 Uhr ging es dann weiter durch die Stadt, durch den kleinen netten Hafen und schließlich wieder weiter auf dem Radweg am Deich entlang.

Wir zogen vorsichtshalber schonmal unsere Regenkleidung inklusive Regenhose und Helmüberzug an, da es langsam abzusehen war, das es bald anfangen würde richtig zu regnen. Kurz nachdem wir diese angezogen hatten ging es dann auch los.

Eine Klappbrücke auf dem Weg

Für die nächste Stunde, welche wir die ganze Zeit geradeaus am Deich entlang fuhren, regnete es recht stark. Zum Glück hatten wir während der Strecke Rückenwind. So konnten wir das Wetter gut nutzen und mit einer ordentlichen Geschwindigkeit fahren, da sowieso an kein kurzes Anhalten bei dem Wetter zu denken war.

Irgendwann endete die Straße dann und der Radweg führte uns durch Schafsweiden entlang des Deichs. Wir mussten also 20 Kilometer lang während strömenden Regens nun auch noch eine ganze Menge an Schafskot umfahren, welcher durch den Regen gut und gerne mal hochspritze, wenn man einen zu großen Haufen traf.

Nach 70 Kilometern hatten wir dieses Stück dann aber überstanden und bogen bei Holwerd von der Küste ab in Richtung Groningen. Spontan hatten wir uns gestern überlegt noch kurz die Stadt anzuschauen und nicht weiter an der Küste zu fahren. Außerdem hatten wir dort einen günstigen Campingplatz direkt an der Route gefunden.

Da es immer wieder regnete und auch ab und zu aufhörte ließ es sich doch ganz gut fahren. Nach 85 Kilometern gingen wir heute in Dokkum einkaufen. Das Mittagessen aßen wir dann schon direkt unter dem Vordach des Supermarkts da es gerade noch regnete. Den Schauer konnten wir gut dort verbringen und als es wieder weniger wurde fuhren wir weiter.

Einkaufswagen umfunktioniert als Tisch

Weiter durch kleine Ortschaften und Felder ging es dann in Richtung von Groningen. Mal entlang der Bundesstraße und mal entlang von Kanälen war der Weg hier sehr schön zu befahren. Es schauerte noch ab und zu, was aber mit dem Regen des Vormittags in der Erinnerung noch sehr gut auszuhalten war.

Entlang eines Kanals

Angekommen in Groningen fuhren wir ersteinmal in die Stadt hinein. Toll war es, dass hier der Fahrradweg komplett von der Straße getrennt war. Dadurch ließ sich dieser toll befahren und auch der normalerweise lästige
Stadtverkehr war kein Problem. Nach einer kurzen Tour durch die Altstadt und am Stadt-Museum vorbei, fuhren wir dann noch die letzten 12 Kilometer weiter aus der Stadt wieder hinaus bis zu unserem Campingplatz.

Dort kamen wir schon gegen 18:30 an und hatten so einen sehr entspannten Abend mit sehr viel Zeit. Zu essen gab es heute mal eine Erbsensuppe mit vom Mittag übrig gebliebenen Brötchen. Morgen geht es wieder zurück nach Deutschland und wieder knapp 150 Kilometer an der Nordsee entlang bis in die Stadt Norden.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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2 Antworten auf „Tag 50: Workum – Westerbroek“

Guten Morgen ihr beiden!
Ich kann mich nur wiederholen, ich finde es mehr als beachtlich was ihr bei Regen und Wind leistet. Nach Ende der großen Tour werden mir eure Berichte als morgendliche interessante Lektüre fehlen.
Jedenfalls ist das eine toll genutzte Zeit vor eurem Studiumbeginn. Für die letzte Etappe, wieder auf deutschem Boden, wünsche ich weiter gute Fahrt, möglichst ohne Wind und Regen.
Viele Grüße von Edelgard

Danke, bis jetzt war das Wetter auch wieder gut. Wir sind auch froh die Zeit vor unserem Studienbeginn so spannend genutzt zu haben.
Danke für den Kommentar!

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