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Tag 51: Westerbroek – Norden

In der Nacht wurden wir das ein oder andere mal durch den sehr starken Regen geweckt. Am Morgen war durch die Wettervorhersage, welche weitere Gewitter den Tag über ankündigte die Stimmung dementsprechend schlecht. Doch als wir das erste mal einen Blick nach draußen wagten, sah es nicht wie erwartet schlecht aus. Es war zwar bedeckt, aber man konnte schon sehen, dass es bald aufklaren würde.

So räumten wir schnell die Sachen aus den Zelten und bauten diese ab, damit wir die Zelte noch einigermaßen trocken bekommen konnten. Dies gelang auch recht gut, da sich die Sonne noch einige Male Blicken ließ. Das Frühstück aßen wir dann auch gleich direkt am Campingplatz, um unseren Zelten noch etwas Zeit zu geben.

Nachdem wir dann alles eingepackt hatten, ging es gegen 10:00 Uhr los. Anfangs durch den Ort Hoogezand machte die Fahrt keinen Spaß, da wir leider auf der Straße fahren mussten, welche nur aus Pflastersteinen bestand. Es war leider dadurch wirklich sehr rüttelig.
Der Ort zog sich etwa 7 Kilometer weit, bis wir endlich einem richtigen Radweg an einem Kanal entlang folgen konnten.

Da der Wind gut stand fuhren wir sehr schnell und erreichten nach 22 Kilometern Winschoten, wo wir einkaufen gehen wollten. Hier in den Niederlanden haben die Supermärkte zum Glück auch Sonntags auf, wodurch wir gestern weniger Lebensmittel mitschleppen mussten und hier heute für den Tag einkaufen konnten.

Nachdem wir wieder aus Winschoten hinaus gefahren waren ging es für etwa 15 Kilometer an der Bundesstraße entlang. Größtenteils immer noch mit Rückenwind, ließen sich didy Kilometer sehr gut fahren und wir kamen schnell bis nach Bad Nieuweschans. Dies war der letzte Ort vor der Grenze wieder zurück nach Deutschland.

Nach nun also einigen Tagen in Belgien und Holland waren wir wieder zurück in Deutschland. Leider gab es aber kein Grenzschild, welches wir wie geplant fotografieren konnten. Vor allem merkten wir den Grenzübergang leider daran, dass der Fahrradweg aufhörte und wir die nächsten paar Kilometer auf der Landstraße fahren mussten.

Der Abstecher durch Belgien und die Niederlande hat sich auf jeden Fall gelohnt, da wir uns tolle Städte anschauen konnten und die Fahrradwege vor allem in den Niederlanden wirklich super zu befahren waren, was viel Spaß machte. So konnten wir auch unseren Rekord von 201 Kilometern an einem Tag aufstellen.

In Bunde gab es dann endlich wieder einen richtigen Radweg, welchem wir weiter folgen konnten. Über Weener ging es anschließend weiter parallel zur Ems bis zur Brücke bei Leer, wo wir die Ems dann überquerten. Nach einem kurzen Schlenker durch Leer fuhren wir dann auf dem Emsradweg hinter dem Deich des Flusses entlang.

Die Ems

Da langsam der Wind gedreht hatte, mussten wir hier teilweise mit ordentlichem Gegenwind fahren. Immerhin hatten wie zwar die ersten 60 Kilometer Rückenwind gehabt, doch wir konnten hier jetzt leider nur recht langsam vorankommen, da die immer wieder starken Böhen uns zusetzten.

Nach 76 Kilometern in Oldersum angekommen, machten wir unsere Mittagspause, da sich dort eine Sitzgruppe super anbot. Dort beschlossen wir auch unsere Tour heute etwas zu verkürzen, da wir mit weiterem Gegenwind rechnen mussten. Ungefähr 10 Kilometer konnten wir uns so heute sparen, was natürlich sehr gelegen kam.

Weiter entlang des Radweges fuhren wir nur noch kurz, bis wir an den Ems-Seitenkanal abbogen und diesem bis nach Emden folgten. Auf der alten Stadtmauer umfuhren wir den Ortskern und bogen dann ab in Richtung Norden. Nach 92 Kilometern legten wir am Ortsausgang noch einen kurzen Toilettenstop bei einem Fastfoodrestaurant ein.

Eine kreisförmige Schleuse in Emden

In Emden merkten wir wieder, dass es keinen Spaß macht durch ältere deutsche Städte mit dem Fahrrad zu fahren, da es eigentlich nie Radwege gibt und die Straßen fast immer aus Kopfsteinpflaster bestehen, welches gerade mit Gepäck sehr unangenehm zu befahren ist.

Als wir Emden hinter uns gelassen hatten, fuhren wir aber wieder an der Bundesstraße weiter, neben welcher ein vernünftiger Radweg verlief. Dieser führte uns durch Suurhusen, wo wir kurz am offiziell schiefsten Kirchturm der Welt anhielten. Dieser hat es mit einer Neigung von über 5 Grad sogar in das Guinness-Buch der Rekord geschafft.

Der schiefste Turm der Welt

Kurz dahinter bogen wir dann in Loppersum ab und fuhren weiter über Wirgum bis nach Upgant-Schott. Diesen Ort mussten wir wieder durchfahren, was leider wieder sehr nervig war, da sämtliche Straßen im Ort wieder gepflastert waren und wir über fast 6 Kilometer erneut ordentlich durchgeschüttelt wurden.

Direkt hinter dem Ort bogen wir dann ab und fuhren mit erneut sehr starkem Gegenwind bis nach Neuwesteel. Dort überquerten wir den Störteker Kanal und fuhren an der Bundesstraße weiter bis nach Norden.

Diesen recht touristischen Ort durchfuhren wir ebenfalls. Auf der anderen Seite angekommen waren es nur noch wenige Kilometer bis zu unserer Übernachtungsmöglichkeit.

Heute dürfen wir bei Ramona und Stephan im Garten übernachten, welche wir erneut über 1nitetent gefunden haben. Wir müssen sogar nicht mal unsere eigenen Zelte aufbauen, sondern dürfen eines beziehen, welches hier bereits aufgebaut steht und wesentlich größer ist als unsere. Am Abend haben wir uns noch sehr nett unterhalten

Morgen geht es dann über eine kürzere Strecke als an den letzten drei Tagen an der Nordsee entlang bis nach Wilhelmshaven.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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