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Tag 55: Nordleda – Hamburg

Im Garten von Hilde und Wolfgang weckte uns heute Morgen die Sonne. Da das Zelt vom Kondenswasser noch recht Nass war, räumten wir direkt alles aus dem Zelt und hängten die Zelte noch ein wenig auf eine Wäscheleine, um sie richtig trocken zu bekommen.

Danach machten wir uns ans Frühstücken. Wir bekamen von Hilde Eier, Kaffee und Obst, was uns für die letzte Etappe heute nochmal richtig stärkte. Dazu gab es unser Reise-typisches Brot mit Wurst. Nach dem Frühstück packten wir dann alles zusammen, verabschiedeten uns von unseren netten Gastgebern, bei welchen wir eine tolle letzte Nacht verbracht hatten und machten uns voller Motivation auf den Weg nach Hause.

An der Landstraße entlang fuhren wir wieder in Richtung Elbe. Über Otterndorf und Neuhaus fuhren wir in Richtung Osten weiter. Mit ordentlich Rückenwind waren wir heute sehr schnell und absolvierten in der ersten Stunde Fahrzeit bereits 24 Kilometer, einen neuen Rekord der Reise.

Bei Wischhafen trafen wir dann auf die Elbe. Nach kurzer Wartezeit an einer Klappbrücke ging es auch auf den Elberadweg, welchen wir bis Hamburg fuhren. Der Radweg führte uns leider hauptsächlich auf der Flussabgewandten Seite des Deiches entlang. So konnten wir nicht viel vom Fluss sehen.

Wen man nicht alles auf dem Deich trifft

Hinter Krautsand bog die Route in Richtung Stade von der Elbe aus ab. Diese Chance nutzen wir, um in Bützfleth einzukaufen. Die ersten 60 Kilometer bis hierhin hatten wir extrem schnell in nur 2 1/2 Stunden bewältigt. Nach einer Weile entlang der Bundesstraße, bogen wir dann wieder ab und es ging zurück an die Elbe.

Bei Hollern-Twietenfleth legten wir dann nach 70 Kilometern direkt an der Elbe unsere Mittagspause ein. Während des Essens konnten wir so zuschauen wie die großen Containerschiffe in der Elbe entlangfahren.

Nach dem Mittagessen haben wir uns noch ein wenig entspannt, da wir so gut in der Zeit lagen. Weiter ging es dann immernoch direkt am Deich für fast 30 Kilometer, bis wir fast falsch auf das riesige Airbus-Gelände abgebogen sind. Im letzten Moment gemerkt, konnten wir dann aber die letzten paar Kilometer bis zur Fähre in Angriff nehmen.

In Finkenwerder sind wir auf die Fähre gestiegen, um die Elbseite zu wechseln. Eigentlich hatten wir uns schon am Anfang der Reise überlegt, die letzte Elbüberquerung durch den Elbtunnel quasi unterum zu nehmen, dies stellte sich aber leider nicht als möglich raus. Möglich vielleicht schon, aber wir hätten einen riesigen Umweg nehmen müssen, da die naheliegende Köhlbrandbrücke für Fahrradfahrer nicht befahrbar ist.

Der Blick von der Fähre

So sind wir also mit der Fähre bis zur Station Övelgönne gefahren, von wo es direkt auf dem Fahrradweg bis zur Elbphilharmonie ging. Hier, vor diesem wunderschönen Hamburger Wahrzeichen, haben wir unser Abschlussbild der Reise gemacht.

Diese Prozedur dauerte etwas länger als geplant, da Henriks Kamera-Akkus natürlich heute zum ersten Mal auf der ganzen Reise alle gleichzeitig den Geist aufgegeben haben. So verbrachten wir auf dem Anleger vor der Elbphilharmonie rund eine Stunde, bis wir um 18:00 Uhr wieder auf die Räder gestiegen sind, um den Sack zuzumachen.

Unser Abschlussbild

Durch die Innenstadt, vorbei an Innen- und Außenalster sind wir bis zur Wandse gefahren, welcher wir dann in den Nordosten der Stadt gefolgt sind. Auf vernünftigen Schotterwegen ging es bis nach Farmsen, von wo wir Felix Haus ansteuerten.

Nach 55 Tagen Fahrt, fast 2 Monaten, sind wir dann gegen 19:00 Uhr endlich angekommen. Wir wurden nett begrüßt, Erik ist noch vorbeigekommen, wir haben zusammen Burger gegessen und den Abend, sowie die Reise, sehr schön ausklingen lassen.

Wie ihr bestimmt bereits gemerkt habt, haben wir diesen Blogeintrag so wie alle anderen geschrieben. Wir wollten auch dem letzten Tag diese Ehre erweisen. Das heißt aber auch, dass in einigen Tagen hier noch ein Beitrag erscheinen wird, in dem wir die ganze Reise Revue passieren lassen werden und wo wir uns nochmal richtig bei all unseren Unterstützern bedanken. Bis dahin gelten aber die alten Worte:

Liebe Grüße, bleibt gesund, bald werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere am letzten Abend

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6 Antworten auf „Tag 55: Nordleda – Hamburg“

Hallo Henrik, hallo Felix!
Schön dass ihr wohlbehalten und gesund wieder zu Hause angekommen seid, die Freude war sicher auf allen Seiten groß. Ihr habt eine ganz tolle Sache gemacht!!!
Ich wünche euch für die Zukunft, für euer jeweiliges Studium alles Gute bei bester Gesundheit und viel Erfolg.
Letztmalige Grüße von Edelgard

Danke für die netten Wünsche und dafür, dass du immer so fleißig kommentiert hast!
Danke für den Kommentar!

Moin, wir meine Frau und ich haben euch gestern höhe Borstler Mühle an uns vorbei rauschen gehört und gesehen. Unsere Hochachtung vor eurer Leistung.
Eure Reiseberichte werden wir rückwirkend alle uns zur Gemüte führen. Da wir erst das Schild auf dem Rücken von …lesen konnten.

Lieber Erik, Felix und Henrik,

Euer Bericht kam wie an den anderen 54 Tagen pünktlich nach Mitternacht – präzise und sachlich wie immer hat er unsere Spannung beruhigt, danke auch dafür.

Wir haben von Euch erfahren*, wozu die Fastfoodketten und Touristeninformationen gut sind, wozu ein Speichenschlüssel dient, was Ihr so gegessen habt (jetzt wissen wir warum die Profis Giro der Tour vorziehen) und dass man unterwegs Ho(s)tels und gute Freunde findet kann.

Dorothea hat Euch I. Loefler als Lektüre empfohlen. Generation Eurer
Großväter musste in Englisch „3 Men in a Boat (To Say Nothing of the Dog)“ von Jerome K. Jerome lesen – da wird Freunschaft gefeiert, allerdings nur die Themse herunter und nicht 73,43 km im Schnitt am Tag).

Herlichen Glückwunsch zu Euerer Leistung, bleibt gesund

P.&S. Sarman

* Euere Maße haben wir erst heute herausbekommen – nur die Elbphilharmonie ist größer.

Ja, wir haben es fast immer geschafft den Blog pünktlich hochzuladen. Wir konnten viele verschiedene tolle Leute unterwegs treffen, das war wirklich super. Danke für die Glückwünsche und all die Kommentare auf unserer Tour.
Danke für den Kommentar!

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