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Mecklenburg-Vorpommern Reise

Tag 6: Dargun – Binenwalde

Der 6. Tag unserer Reise (der 2. der Etappe nach Magdeburg) hielt für uns einige Überraschungen bereit, sowohl im guten wie in schlechten Sinne. Es ging von einem Wohnwagenstellplatz bei Dargun durch die Mecklenburger Seenplatte nach Binenwalde.

Die Nacht war nicht so regnerisch wie erwartet, so dass die Zelte am Morgen nur feucht und nicht komplett nass waren. Durch unsere Vorbereitungen auf den vermeintlichen durchgehenden Schauer waren wir am Morgen schneller als die anderen Tage. Um 9:30 saßen wir dann schon auf den Sattel.

Unser Frühstück wurde heute erst nach 20 Kilometern verzehrt, auf den Tipp eines erfahrenen Reiseradlers, den wir auf einem McDonald’s Parkplatz einige Tage vorher trafen. Dieser kam auf uns zu, als wir dabei waren unsere Flaschen aufzufüllen und wir unterhielten uns mit ihm für einige Zeit.

Ein Hügel bei Kilometer 15

Nach dem Frühstück ging es über neue Bundesstraßen flott weiter bis nach Malchin, wo wir nur durchfuhren. Einige Kilometer nach Malchin ging die Straßenqualität langsam aber stetig den Berg hinunter. Es folgte ein gesunder Mix aus Pflastersteinstraßen, Wegen aus losen Sand und durchwurzelten Waldwegen.

Schotterpiste mit Pfütze der regnerischen Nacht

Nachdem wir diese anstrengende und vor allem zeitraubende Passage überwunden hatten, ging es nach Waren an der Müritz. Gerade angekommen im Ort zeigten sich schon die Folgen der schlechten Straßen. Wir hatten, heute an Tag 6, die erste Panne. Bei Henriks Fahrrad löste sich die Scheibe der vorderen Bremsanlage aber das Timing hätte besser nicht sein können. Ein kurzer Blick auf die Karte und 10 Minuten später standen wir vor einem Fahrradladen, welcher das Problem schnell und kostengünstig beheben konnte. Wir hatten also viel Glück, dass wir gerade in dem Moment die größte Stadt des Tages durchquerten.

Weiter ging die wilde Fahrt auf tollen Radwegen durch den schönen Müritz-Nationalpark, wo es sich schneller hat fahren lassen, als auf den Schotterpisten des Vormittags

Leider musste die geplante Mittagspause bei einem, von Henrik bereits getestetem, Fischer an der Müritz ausfallen, da wir um 16:07 ankamen, 7 Minuten nach Ladenschluss. Also führen wir weiter ins nächste Dorf und besorgten uns da Mittag, Abendessen und Frühstück für den nächsten Tag. Auch die Tasche mit Müsliriegeln könnte mal wieder aufgestockt werden.

Mit noch 40 Kilometern vor uns, sind wir positiv gestimmt losgefahren um unser Tagesziel pünktlich zu erreichen. Nach einem kurzen Stopp in Mirow, wo die ausgefallene Mittagspause nachgeholt wurde, ähnelten die Wege plötzlich wieder denen des Vormittags. Für die letzten 30 Kilometer brauchten wir dann 2 1/2 Stunden, entgegen unserer Vorstellungen.

Anspruchsvoller Weg kurz vor dem Ziel

Angekommen in unserem Schlafort für die Nacht, Binenwalde, haben wir in Rekordzeit unser Zelte von Wechsel, so wie die Stühle und den Tisch von Uquip aufgebaut und waren bereit fürs Abendessen. Heute gab es Brötchen mit Frikadelle.

Stolz auf einen neuen Tagesrekord, trotz schlechter Wege, von 132 km und 620 Meter Höhe liegen wir jetzt ausgepowert in unseren Zelten.

Heute gelernt: Wer über Pflastersteine, schlimme Schotterpisten oder ähnliches fahren muss, tut gut daran vorher absolut sicher zu stellen, dass alle Schrauben wirklich! fest sind. Ein verrutschter Sattel macht, grade auf solchem Geläuf, wenig Freude.

Auch spannend: Die Routine machts. Wer sein Zelt und alles sonstige im Camp quasi blind aufbauen kann, spart Zeit, kann ergo weiter (bzw. länger) fahren. Also vielleicht schon Zuhause üben, falls das Equipment neu ist!

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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4 Antworten auf „Tag 6: Dargun – Binenwalde“

Die Straßen/Wege sehen wirklich nicht gut aus! Es wird mit Sicherheit wieder besser und denkt daran; Schrauben fest ziehen.
Ich wünsche Euch einen erholsamen Abend.
Herzliche Grüße aus dem Erzgebirge.
Petra

Ja, ab jetzt ziehen wir alle Schrauben fest, man lernt immer dazu. Der heutige Abend wird bestimmt sehr erholsam.
Danke für den Kommentar!

Liebe Petra, hallo Männer,
ihr seid tolle Jungs und habt tolle, bleibende Erlebnisse!
Das erinnert mich an die Aufenthalte bei Euch, Petra, vor 40 Jahren im Erzgebirge.
Viele Grüße an Alle,
Axel

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