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Tag 7: Binenwalde – Jerichow

Heute hieß es für uns wieder Strecke machen, damit wir am morgigen Tag möglichst viel Zeit in der Jugendherberge verbringen können.

Aufgewacht sind wir gegen 8 Uhr an einem idyllischen kleinen See und konnten so die ersten Minuten des Tages genießen. Heute hatten wir uns wieder vorgenommen uns erst nach einer Weile ein schönes Plätzchen zum Frühstücken zu suchen, so fiel dies also morgens aus. Das Packen erledigten wir sehr entspannt und konnten dann um ca. 10 Uhr losfahren.

Anfangs ging es durch den Ort Binenwalde, wo wir die Nacht verbrachten. Anschließend bog der Weg in ein Waldstück ab, durch welches wir den See halb umrundeten. Nach einem etwas holperigen Aufstieg trafen wir auf einen tollen frisch geteerten Radweg, auf welchem wir sogar noch den Bauarbeitern ausweichen mussten. Dieser führte uns nach Neuruppin, wo wir dann endlich nach 20 Kilometern an der Seepromenade unsere Frühstückspause einlegen konnten. Mit schönem Blick auf den Ruppiner See wurden die Salamibrote verspeist. Danach konnten wir noch unsere Flaschen auffüllen, sodass wir gestärkt in den Tag starten konnten.

Klosterkirche Sankt Trinitatis in Neuruppin

Bereits in Neuruppin bemerkten wir, wie warm es war, gefühlt fast so doppelt so heiß wie die letzten Tage, ca. 27°C. Vor Fahrtbeginn verschwanden also Buff, Armlinge und alles andere zum Warmhalten, in den Radtaschen.

Von Neuruppin aus ging es dann erstmal für ca. 15 Kilometer weiter nach Fehrbellin, wo wir uns etwas zum Mittagessen und zum Frühstück für den nächsten Tag kauften. Immer den Havelradweg entlang ging es anschließend noch durch mehrere kleine Dörfer und schöne Weiden und Wiesen weiter.

Das Havelland präsentierte sich uns dabei ruhig und idyllisch. Die weiten Wiesen und kleinen Kanäle durchfuhren wir für viele Kilometer und konnten bei Kilometer 65 eine schöne Bank für unser Mittagessen finden. Davor hatten wir uns dafür entschieden noch möglichst viel vor dem Mittagessen weiterzufahren, da es sich einfach lohnt, wenn man weiter fährt.

Nach dem kurzen Stop folgten wir weiter dem Havelradweg in Richtung Rathenow. Leider wechselte der Belag der Strecke zwischendurch von Asphalt zu Pflasterstein, was uns aber nicht die Laune verderben konnte, da wir vom Vortag schon einiges gewöhnt waren.

Nach Rathenow mussten wir den Havelradweg verlassen, um zur Elbe zu gelangen. Dies führte uns gezwungener Maßen einen holprigen Waldweg zu befahren, welcher uns eine ganze Menge an Zeit kostete.

Entgegen der Routenempfehlung unseres Navigationsgeräts entschieden wir uns den Waldweg nicht weiter bis ganz zur Elbe zu nehmen, sondern lieber den zwar etwas längeren Weg, dafür aber deutlich besser zu befahrbaren anzutreten.

In Richtung unseres Platzes für die Nacht ging es noch einige Kilometer weiter. Entlang des Weges begrüßten und schon die ersten Störche, welche sehr typisch für diese Region sind.

Angekommen in Jerichow schlugen wir unsere Zelte auf, aßen zu Abend und sind nun fertig für die Nacht, in der sich leider ein Gewitter anbahnt. Zu dem Geklapper der Störche packen wir also bereits alle Sachen für einen schnellen Aufbrauch ein.

Mühle in Jerichow

Erkenntnis für heute: Wer Strecke schaffen möchte, kann sein Ziel besser erreichen wenn Pausen später eingelegt werden. Eine Pause, im Wissen noch ein paar weniger Kilometer fahren zu müssen, ist eine tolle Sache! Also gilt auch hier, erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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2 Antworten auf „Tag 7: Binenwalde – Jerichow“

Mir gefällt die Art der Berichterstattung. Ich habe das Gefühl, als wäre ich selbst unterwegs auf guten und zum Teil holprigen Wegen, vorbei an Wiesen, durch kühle Wäldchen, den Fahrtwind im Gesicht spürend. Allerdings, würde ich jede Gelegehheit nutzen, mal kurz uns Wasser zu springen.
Herzliche Grüße aus dem Erzgebirge.
Petra

Uns freut, dass wir dich mit unseren Berichten so begeistern können, das ist auf jeden Fall unser Hauptziel, den Abenteuergeist und die Lust aufs Fahrradfahren zu wecken.

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