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Reise Sachsen-Anhalt

Tag 8: Jerichow – Magdeburg

Am 8. Tag unserer Reise haben wir unsere zweite Etappe finalisiert: Über knapp 70 Kilometer ging es vom Kloster Jerichow entlang des Elberadwegs nach Magdeburg. Durch Wind und Wetter haben wir uns so unseren zweiten Pause-Halbtag erkämpft. Ab morgen steht die dritte Etappe Magdeburg-Dresden-Bad Schandau an.

Nach dem Aufwachen am Fuße des historischen Backsteinklosters von Jerichow haben wir unser übliches Frühstück genossen, im Angesicht der kurzen Tagesetappe diesmal ohne vorher Strecke zurückzulegen. Zur Abwechslung lag auf dem Mischbrot aber Kochschinken statt Salami. Ein bisschen Kreativität schadet ja nicht.

Da wir uns am Vorabend erneut für nächtliche Gewitter gewappnet hatten, war das Camp schnell eingepackt. Dadurch, dass die Nacht weitestgehend trocken geblieben war, ließen sich auch die Zelte nach dem abschütteln einiger letzter Tropfen problemlos und trocken abbauen. Keine Sekunde zu früh wie sich herausstellte. Als die letzten Spanngurte festgezurrt wurden, fielen die ersten Tropfen. Nach dem ersten, in Regenjacke, zurückgelegten Kilometer begannen sich Regenfälle biblischen Ausmaßes über uns zu ergießen. Da das zugehörige Gewitter aber in genügend Distanz verblieb konnte es immerhin langsam weitergehen. Glück im Unglück, alles in Taschen verpackte bleib trocken.

Unser Outfit heute, Regenjacken von Löffler, Henrik in Gelb, Felix in Rot, Erik in Blau

Knapp nach einer halben Stunde Fahrt beruhigte sich das Wetter wieder und der Himmel klarte knapp eine weitere halbe Stunde später langsam auf. Ungefähr zum selben Zeitpunkt war unsere Fahrt durch die Mecklenburger Dörfer im Stil der letzten Tage vorbei, da wir zum ersten Mal den Elberadweg betraten!

Von nun an ging es auf (fast immer) asphaltierten Deichkronen weiter in Richtung Magdeburg. Da die Sonne nun wieder unserer Fahrt begeleitete waren die Regenjacken nicht mehr von Nöten und konnten zum trocken am Gepäck befestigt werden. Mit der besseren Strecke nahm auch unsere Geschwindigkeit deutlich zu, genau wie die Temperatur. Das es am Abend erneut Gewittern würde, war bereits abzusehen. Eine Gute Sache am wechselhaften Wetter: Bis kurz vor Magdeburg war der Elberadweg für uns fast eine Privatstraße. Insgesamt kamen uns nur vier andere Radfahrer entgegen.

Die Schuhe trocknen während der Fahrt

Unbeirrt ging es weiter. Highlights unterwegs waren die Trogbrücke, die den Elbe-Havel-Kanal über die Elbe führt, die alte Schleuse Niegripp und die zugehörige Schleuse Hohenwarthe.

Trogbrücke über die Elbe

Um ungefähr 13 Uhr erreichten wir die Ränder von Magdeburg und fuhren noch eine halbe Stunde in Richtung Zentrum. Am Dom vorbei, über alte und „neue“ Elbe und ihrem Ufer entlang ging es zur Jugendherberge im Herzen der Stadt. Nach einem Corona-bedingt etwas verlängertem einchecken endete die Etappe mit dem Abstellen der Räder im Fahrradraum.

Der Dom zu Magdeburg

Erneut hatten wir Glück mit unserem Timing: Nachdem wir unser Gepäck im Zimmer verstaut hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Mittagessen. Dabei begann es erneut heftigst zu Gewittern. Keine volle Stunde nach unser Ankunft in der Jugendherberge.

Nach dem Mittagessen ruhten wir uns bis zum Abend auf dem Zimmer aus und besprachen gleichermaßen die ersten acht Tage unserer Reise so wie die nächsten. Ein schnelles Abendessen genossen wir zum ersten Mal auf unserer Reise in einem Restaurant, was nach über einer Woche Campingnahrung durchaus angenehm war. Nun sind wir wieder auf unserem Zimmer und freuen uns auf die nächsten Tage der Fahrt und auf die ebenfalls erste Nacht in einem Bett.

Neues Wissen von heute: Wer eine Radreise in Deutschland bestreitet und gerne Geld sparen möchte, dem bieten Produkte mit kurzen Haltbarkeitsdatum eine gute Chance eben dies zu tun. So kann der Preis, gerade von gekühlten Waren, oft um die Hälfte eingespart werden. Aber Vorsicht, das ganze funktioniert natürlich nur wenn täglich neu eingekauft wird und das Gekaufte sehr zeitnah verzehrt wird. Für lange Etappen ohne Einkaufsmöglichkeiten ist das ganze also keine Option.

Zu guter letzt noch eine Info für die nächsten Tage: Wir begrüßen einen neuen Fahrer! Jesse wird uns von Magdeburg bis ins Elb-Sandstein-Gebirge begleiten. Gleichzeitig fällt Erik leider krankheitsbedingt aus, er wird aber voraussichtlich in einigen Tagen wieder dabei sein.

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Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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6 Antworten auf „Tag 8: Jerichow – Magdeburg“

Dann wünsche ich Erik gute Besserung und dem Rest heute einen guten Schnitt für die doch recht lange Etappe. Gruss Axel

Coole Sache Jungs! Ich wünsche Euch weiterhin eine Gute Fahrt! Wohne nicht an Eure Strecke sonst hätte ich Euch zum Grillen eingeladen. Haut rein!

Schade, dass Eric ausgefallen ist. Ich wünsche ihm gute Besserung und baldige Rückkehr!
Den anderen weiterhin gute Fahrt und kommt gut durch die Wetterkapriolen.
Herzliche Grüße aus dem Erzgebirge.
Petra

Bislang haben wir mit dem Wetter echt ein Riesenglück, wir fahren den dunklen Wolken immer davon. Erik geht es bestimmt bald besser.
Danke für den Kommentar!

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