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Reise Sachsen-Anhalt

Tag 9: Magdeburg – Prettin

Nach einer erholsamen Nacht in der Jugendherberge sollte es für uns heute weiter an der Elbe entlang gehen. Doch erstmal hieß es wieder, alle Sachen zusammenpacken und fertig machen zur Abreise. Nach einem sehr reichhaltigen und leckeren Frühstück in der Jugendherberge, mussten wir noch unsere Klamotten aus dem Trockenraum holen, welche wir am Vortag gewaschen hatten. Leider bewahrheitete sich unsere Befürchtung und diese waren noch nicht wirklich getrocknet. Es müssten also Müllsäcke provisorisch umfunktioniert werden, um die feuchte Kleidung getrennt vom Rest zu transportieren.

Nach der Schüsselabgabe mussten wir leider Erik krankheitsbedingt verabschieden, welcher sich in den Zug zurück nach Hamburg setzte und hoffentlich bald wieder zu uns stoßen wird. Wir verbliebenen drei machten uns dann um ca. 10:30 auf, dem Elberadweg zu folgen.

Nach einem kurzen Abschnitt durch Magdeburg ging es schon durch die Elbauen, wo uns auch die Sturmschäden vom Samstag nicht aufhalten konnten, eine große gekippte Weide versperrte den ganzen Radweg. Flott ging es auf dem Elberadweg weiter in Richtung Dessau, welcher sich durch die Landschaft schlängelte. Eine Highlight des Tages waren die beiden Fährfahrten, welche die Strecke für uns bereithielt. Mit 1,50€ pro Person war dies eine angenehme Möglichkeit, um den Fluss trockenen Fusses zu überqueren. Nach den unglaublichen Glück der Vortage konnten wir auch heute größtenteils dem Regen entfliehen, obwohl für den gesamten Weg den ganzen Tag eine Gewitterwarnung herausgegeben worden war. Nur zwischen 13:00-14:30 mussten wir uns mit Regen herumschlagen.

Angekommen in Dessau ging es erstmal kurz durch die Stadt, bis wir am ersten Bauhaus ankamen und einen kurzen Stopp einlegten, um es uns anzuschauen. Das Mittagessen, welches uns, in einer natürlichen idyllischen Parkanlage, nahe Dessau, stärkte bestand heute aus Schwarzbrot mit Salami. Zukünftig wollen wir auf jeden fall mehr Obst in unser Mittagessen einbauen. Im weiteren Verlauf überkam uns, dem Gegenwind geschuldet, ein erstes Gefühl von Erschöpfung. Da noch viele Kilometer vor uns lagen mussten wir dieses aber schnell wieder aus den Köpfen kriegen, in dem wir für heute das erste mal die Kopfhörer auspackten und so die Anstrengung etwas verdrängen konnten.

Bauhaus in Dessau

Über die gut asphaltierten Wege auf dem Elbdeich führte uns der Weg, auf dem wir heute viele andere Radreisende trafen, schließlich auf das andere Elbufer in die Lutherstadt Wittenberg, wo wir kurz innehielten, um die alten Gebäude und die Kirche zu bestaunen, welche die Stadt zu bieten hat.

Lutherstadt Wittenberg

Da wir uns heute vorgenommen hatten ordentlich Strecke bis nach Dresden zu machen wussten wir leider das nach 110 Kilometern bis nach Wittenberg noch ein sehr ordentlicher Teil der Strecke vor uns lag. Wir entschieden uns aber dafür auf dieser Elbseite zu bleiben, da unser Platz zum Übernachten auf der gleichen lag wie Wittenberg, obwohl es kürzer gewesen wäre, die Seite noch zu wechseln. Dies sollte sich als äußerst kluge Entscheidung herausstellen, da wir gesagt bekamen, dass die Fähre, die wir hätten nehmen müssen, nur bis 20:00 verkehrt und wir sonst auf der anderen Elbseite festgesteckt hätten.

Nach den letzten 41 Kilometern von Wittenberg aus kamen wir ziemlich kaputt an unserem Schlafplatz für die Nacht an. Wir hatten über 1Nitetent Nadine angeschrieben, die so freundlich war uns in ihrem Garten übernachten zu lassen. Zum Abendessen gab es sogar noch sehr leckere, von ihr selbstgemachte, Pizza und Nudelauflauf, was uns nach so einem langen Tag nur noch mehr freute. Frisch geduscht, mit vollem Magen und Stolz auf einen neuen Kilometer-Rekord von 151 Kilometern geht es nun für uns ins Bett, damit wir morgen den zweiten Teil der Strecke nach Dresden auf uns nehmen können.

Nadine’s selbstgemachte Pizza + Nudeln

Erkenntnis des Tages: 1Nitetent ist eine super Möglichkeit, um tolle Gastgeber zu finden, welche einen bei sich im Garten kostenlos übernachten lassen.

Liebe Grüße, bleibt gesund, morgen Abend werdet ihr wieder von uns hören!

Unsere Position am heutigen Abend

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6 Antworten auf „Tag 9: Magdeburg – Prettin“

1Nitetent, ich kannte das bisher noch nicht. Toll, dass es diese Möglichkeit gibt. Wenn dann auch noch ein leckeres Essen serviert wird, ist alles perfekt. Das ist doch ein guter Abschluss für den Tag. Ihr habt Euch das aber auch verdient, nach so einer langen Strecke.
Herzliche Grüße aus dem Erzgebirge.
Petra

Gestern einfach im Eifer des Gefechts übersehen, er ist jetzt freigegeben.
Danke für den Kommentar!

Ja, dass ist wirklich eine tolle Möglichkeit auch neue Freunde zu finden, vor allem wenn es dann auch noch Essen gibt.
Danke für deinen Kommentar!

Tag zehn ist bereits seit gestern hochgeladen, Tag elf kommt gleich. Einfach Mal die Seite neu laden.
Danke für den Kommentar!

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