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Sahra Wagenknecht spricht offen über unerfüllten Kinderwunsch und ihre Ehe mit Oskar Lafontaine

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Nach einem Jahrzehnt Ehe geben Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine Einblicke in ein sehr persönliches Kapitel ihres Lebens. In einem selten so offenen Moment spricht die bekannte Politikerin über einen Wunsch, der sie lange begleitet hat – und über eine Tatsache, die viele geahnt, aber nie ausgesprochen gehört haben: Sie hätte gerne ein Kind gehabt.

Ein unerfüllter Wunsch mit tiefen Spuren

Wagenknecht beschreibt, wie sehr sie sich jahrelang ein eigenes Kind gewünscht hat. Doch dieser Traum blieb unerfüllt. „Der Wunsch nach Mutterschaft begleitet viele Frauen – und es ist nicht leicht, wenn er sich nicht erfüllt“, sagt sie. Der Abschied von diesem Wunsch sei schmerzhaft gewesen und habe auch ihre Partnerschaft beeinflusst.

Stiefkinder gaben Halt

Trost fand sie schließlich in der Beziehung zu den Kindern ihres Mannes. Sie wuchs über die Jahre in eine mütterliche Rolle hinein – auch wenn es nicht ihre eigenen Kinder waren. Die emotionale Nähe, der gegenseitige Respekt und die Wärme in diesem familiären Miteinander halfen ihr, mit dem Verlust umzugehen und sich gebraucht zu fühlen.

Partnerschaft mit Herausforderungen

Die Beziehung zwischen Wagenknecht und Lafontaine war nie frei von Belastungen. Unterschiedliche politische Positionen, öffentlicher Druck und die Anforderungen ihres Berufslebens stellten sie immer wieder auf die Probe. Dennoch fanden sie Wege, sich gegenseitig Raum zu lassen und als Paar zusammenzuwachsen – mit mehr Fokus auf das Private, weniger auf das Politische.

Rückzug aus der Parteispitze – kein Rückzug aus dem Leben

Auch wenn sie sich von der Spitze der Linkspartei zurückgezogen hat, ist Sahra Wagenknecht weiterhin eine prägende Stimme im gesellschaftlichen Diskurs. Sie veröffentlicht Bücher, tritt in Diskussionsrunden auf und teilt ihre Erfahrungen – zunehmend auch die persönlichen. So wird aus der Politikerin auch eine öffentliche Figur, die Mut zur Offenheit zeigt.

Was heute wirklich zählt

Mit der Zeit habe sich ihr Verständnis von Glück verändert, sagt sie. Es gehe ihr heute weniger um Lebenspläne oder Rollenbilder – sondern darum, den Augenblick bewusst zu leben. „Man denkt oft, man hat ewig Zeit. Aber das stimmt nicht. Was bleibt, sind echte Begegnungen und das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.“

Neues Engagement, neue Perspektiven

Gemeinsam mit Oskar Lafontaine setzt sie sich heute verstärkt für soziale Projekte ein, vor allem für benachteiligte Familien. Die Arbeit mit Kindern, denen es an Unterstützung fehlt, ist für sie zur Herzensangelegenheit geworden. Gerade in dieser Aufgabe findet sie neue Erfüllung und Sinn.

Ein Zeichen echter Stärke

Sahra Wagenknecht zeigt mit ihrer Geschichte, dass auch schmerzhafte Lebenserfahrungen Teil einer starken Persönlichkeit sein können. Dass Verletzlichkeit kein Schwächezeichen ist, sondern oft der Beginn von echter menschlicher Nähe. Auch ohne eigene Kinder hat sie für viele eine Vorbildfunktion übernommen – als starke, reflektierte Frau, die ihren Weg mit Haltung und Mitgefühl geht.

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Wandern mit Kindern: Diese Risiken werden oft unterschätzt

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Wandern mit Kindern: Diese Risiken werden oft unterschätzt

Eine Wanderung in den Bergen oder durch sommerliche Wälder gehört für viele Familien zu den schönsten gemeinsamen Aktivitäten. Doch gerade bei Kindern und Jugendlichen kann sich der Gesundheitszustand auf Touren schneller verändern, als Eltern es erwarten. Wer die wichtigsten Risikofaktoren kennt und rechtzeitig reagiert, kann die meisten Notfälle vermeiden.

Warum Kinder und Jugendliche beim Wandern besonders gefährdet sind

Der kindliche Organismus reguliert Temperatur, Flüssigkeitshaushalt und Kreislauf anders als der eines Erwachsenen. Kinder schwitzen weniger effektiv, verlieren dadurch schneller die Fähigkeit, Körperwärme abzugeben, und bemerken Erschöpfung oder Durst häufig erst spät. Jugendliche wiederum überschätzen ihre eigene Leistungsfähigkeit gerade in der Pubertät oft – ein Faktor, der bei längeren oder anspruchsvolleren Touren zum Risiko werden kann.

Die häufigsten Gefahren auf Wandertouren

  • Hitzschlag und Überhitzung: Besonders bei direkter Sonneneinstrahlung ohne ausreichend Schatten oder Pausen.
  • Dehydrierung: Kinder trinken von sich aus oft zu wenig, gerade wenn sie im Spiel oder Wanderfluss abgelenkt sind.
  • Unterzuckerung: Lange Anstiege ohne regelmäßige, energiereiche Pausen können besonders bei Kindern schnell zu Kreislaufproblemen führen.
  • Plötzliche Wetterumschwünge: Gewitter, Temperaturstürze oder Nebel entstehen im Gebirge oft innerhalb kurzer Zeit.
  • Absturz- und Stolpergefahr: Steiniges, unwegsames oder nasses Gelände wird von Kindern häufig unterschätzt.
  • Unterkühlung: Auch im Sommer kann es in höheren Lagen oder bei Regen schnell kühl werden.

Warnsignale erkennen: Wann Eltern aufmerksam werden sollten

Der kindliche Körper zeigt Warnsignale oft subtiler als der eines Erwachsenen. Eltern und Begleitpersonen sollten besonders auf folgende Anzeichen achten:

  • Ungewöhnliche Blässe oder gerötetes, überhitztes Gesicht
  • Klagen über Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit
  • Auffällige Erschöpfung, Wortkargheit oder Antriebslosigkeit
  • Zittern, kalter Schweiß oder unsicherer Gang
  • Nachlassende Reaktionsfähigkeit auf Ansprache

Wichtig: Diese Symptome sollten nie mit dem Argument „wir sind gleich da“ ignoriert werden – gerade in unwegsamem Gelände kann sich ein Zustand innerhalb weniger Minuten deutlich verschlechtern.

Richtig handeln im Notfall

  1. Sofort anhalten und die Situation einschätzen – bei ersten Anzeichen von Erschöpfung, Schwindel oder Überhitzung nicht weitergehen.
  2. Schatten und kühlere Umgebung aufsuchen, wenn möglich, und beengende Kleidung öffnen.
  3. Kleine Mengen Wasser anbieten, jedoch nicht hastig große Mengen auf einmal, um den Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten.
  4. Notruf wählen (112), sobald sich der Zustand nicht rasch bessert oder Bewusstseinseintrübung auftritt – in Deutschland ist die Nummer auch in vielen abgelegenen Bergregionen erreichbar.
  5. Standort so genau wie möglich angeben: markante Wegpunkte, GPS-Koordinaten über das Smartphone oder Notfall-Apps wie die „SOS-EU-ALP“-App erleichtern die Bergrettung erheblich.
  6. Bei Bewusstlosigkeit oder fehlender Atmung sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen, bis Rettungskräfte eintreffen.

Vorbeugung: So wird die Familienwanderung sicherer

  • Route dem Leistungsniveau des jüngsten Familienmitglieds anpassen, nicht dem der Erwachsenen.
  • Ausreichend Wasser und energiereiche Snacks mitführen und regelmäßig aktiv zu Trinkpausen auffordern, statt auf Durstgefühl zu warten.
  • Wettervorhersage vor Tourbeginn prüfen und bei Gewitterwarnung die Route verschieben oder verkürzen.
  • Sonnenschutz nicht vergessen: Kopfbedeckung, Sonnencreme und leichte, atmungsaktive Kleidung.
  • Feste, passende Schuhe statt offener Sandalen oder ungeeigneten Freizeitschuhen.
  • Handy mit vollem Akku und Offline-Kartenmaterial für Bereiche ohne Netzempfang mitführen.
  • Realistische Pausenplanung: Lieber häufiger kurz pausieren als seltene, lange Rastzeiten einplanen.

Reiseapotheke für Wandertouren

Eine kleine Grundausstattung gehört in jeden Wanderrucksack: Pflaster und Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, eine Rettungsdecke, ausreichend Wasser sowie bei bekannten Vorerkrankungen die entsprechenden Notfallmedikamente. Bei Touren in entlegenen Regionen empfiehlt sich zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung mit Bergungs- und Rettungskostenschutz.

Fazit: Aufmerksamkeit ist der beste Schutz

Die überwiegende Mehrheit der Familienwanderungen verläuft ohne Zwischenfälle. Dennoch zeigen wiederkehrende Rettungseinsätze in Wander- und Bergregionen, wie schnell sich der Zustand von Kindern verändern kann. Wer Warnsignale ernst nimmt, die Tour realistisch plant und im Ernstfall besonnen reagiert, schützt die ganze Familie – und kann den gemeinsamen Ausflug in die Natur unbeschwerter genießen.


Themen: Wandern mit Kindern, Familienwanderung, Erste Hilfe, Bergrettung, Hitzschlag

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