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Andrea Kiewel trauert um Laura Dahlmeier: In bewegenden Worten Abschied genommen
Der Tod von Laura Dahlmeier hat weit über die
Grenzen der Sportwelt hinaus Menschen tief berührt. Die zweifache
Olympiasiegerin und siebenfache Weltmeisterin galt nicht nur als
Ausnahmetalent des Biathlons, sondern auch als Mensch mit
außergewöhnlicher Bodenständigkeit und Herzlichkeit. Besonders
betroffen zeigte sich Andrea Kiewel, Moderatorin des „ZDF-Fernsehgartens“.
In einer persönlichen Kolumne fand sie Worte, die gleichermaßen
Trauer, Bewunderung und Dankbarkeit ausdrücken – und die vielen
Menschen aus dem Herzen sprechen dürften.

„Vier Worte, die alles verändern“
Die Nachricht erreichte Andrea
Kiewel nicht per Schlagzeile, sondern über eine Freundin.
„Sie hat es nicht
geschafft.“ Vier Worte, die, wie Kiewel beschreibt, „wie
eine Eiszeit mitten im Sommer“ wirkten. „Ein Schneesturm Ende Juli,
der alles in mir lahmlegt.“ Sie wusste sofort, dass sich hinter
diesen Worten ein Verlust verbarg, der sich nicht in Zahlen,
Medaillen oder Erfolgslisten fassen lässt.

Eine „Winterfamilie“, die trauert
Kiewel nennt Laura Dahlmeier
in ihrer Kolumne Teil ihrer „Winterfamilie“. Während der
Biathlonsaison verfolgte sie gemeinsam mit ihrer Mutter jede
Übertragung. Die Rennen,
die Emotionen, die Siege und Niederlagen – all das habe sie
verbunden, auch wenn sie und Laura sich persönlich nur
flüchtig begegnet waren. Für Kiewel war Dahlmeier „die Seele des
Wintersports“, ein Gesicht, das selbst an grauen Tagen Licht ins
Wohnzimmer brachte.

Der letzte Weg in den Bergen
Die Biathletin kam bei einer
Bergtour in Pakistan ums Leben – an einem Ort, der für sie mehr als
ein Hobby war: die Berge waren ihr Rückzugsort, ihr zweites
Zuhause. Kiewel beschreibt, dass sie Trost darin finden wollte,
dass Laura dort gestorben ist, wo sie sich am lebendigsten fühlte.
Und doch bleibt ein Schmerz: „Vielleicht hilft es ihrer Familie, sie in Bayern bei sich
zu wissen. Aber was ist mit uns? Wer trocknet unsere Tränen?“

Persönliche Gesten der Verbundenheit
Noch bevor die Nachricht
öffentlich wurde, rief Andrea Kiewel ihre Mutter an. Sie wollte
nicht, dass sie es aus den Medien erfährt. Diese kleine,
persönliche Geste zeigt, wie sehr der Wintersport für beide ein
gemeinsamer Lebensfaden ist – und wie tief die Trauer reicht, wenn
ein Teil dieser Welt wegbricht.

Erinnerung statt Vergessen
Trotz der Schwere des
Verlustes versucht Kiewel, ein Bild voller Hoffnung zu malen:
„In meinen Träumen sitzt
Laura Dahlmeier auf einem Gipfel, schaut zufrieden und mit sich im
Reinen auf uns herab.“ Diese Vorstellung, so schreibt sie,
gebe ihr Kraft. Sie ist überzeugt, dass Lauras Vermächtnis – ihre
Disziplin, ihre Leidenschaft, ihre Bescheidenheit – weiterlebt,
auch wenn sie physisch nicht mehr unter uns ist.

Ein Appell an das Erinnern
Am Ende ihrer Worte macht
Kiewel deutlich, wie wichtig es ist, dass wir Menschen wie Laura
Dahlmeier nicht nur als Sportlerinnen in Erinnerung behalten,
sondern als Persönlichkeiten, die andere inspiriert haben.
„Vielleicht ist das unsere Aufgabe“, schreibt sie, „dass wir ihre
Werte weitertragen – die Freude am Leben, die Liebe zur Natur und
den Respekt vor dem, was größer ist als wir selbst.“

Fazit
Andrea Kiewel hat mit ihrer
Kolumne nicht nur einen Nachruf geschrieben, sondern eine Einladung
ausgesprochen: innezuhalten, sich zu erinnern und das, was Laura
Dahlmeier ausmachte, in unseren Alltag mitzunehmen. Ihre Worte sind
ein Beispiel dafür, wie man in Zeiten der Trauer nicht nur den
Verlust beklagt, sondern auch die Spuren feiert, die ein Mensch
hinterlassen hat.

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Wandern mit Kindern: Diese Risiken werden oft unterschätzt

Wandern mit Kindern: Diese Risiken werden oft unterschätzt
Eine Wanderung in den Bergen oder durch sommerliche Wälder gehört für viele Familien zu den schönsten gemeinsamen Aktivitäten. Doch gerade bei Kindern und Jugendlichen kann sich der Gesundheitszustand auf Touren schneller verändern, als Eltern es erwarten. Wer die wichtigsten Risikofaktoren kennt und rechtzeitig reagiert, kann die meisten Notfälle vermeiden.

Warum Kinder und Jugendliche beim Wandern besonders gefährdet sind
Der kindliche Organismus reguliert Temperatur, Flüssigkeitshaushalt und Kreislauf anders als der eines Erwachsenen. Kinder schwitzen weniger effektiv, verlieren dadurch schneller die Fähigkeit, Körperwärme abzugeben, und bemerken Erschöpfung oder Durst häufig erst spät. Jugendliche wiederum überschätzen ihre eigene Leistungsfähigkeit gerade in der Pubertät oft – ein Faktor, der bei längeren oder anspruchsvolleren Touren zum Risiko werden kann.

Die häufigsten Gefahren auf Wandertouren
- Hitzschlag und Überhitzung: Besonders bei direkter Sonneneinstrahlung ohne ausreichend Schatten oder Pausen.
- Dehydrierung: Kinder trinken von sich aus oft zu wenig, gerade wenn sie im Spiel oder Wanderfluss abgelenkt sind.
- Unterzuckerung: Lange Anstiege ohne regelmäßige, energiereiche Pausen können besonders bei Kindern schnell zu Kreislaufproblemen führen.
- Plötzliche Wetterumschwünge: Gewitter, Temperaturstürze oder Nebel entstehen im Gebirge oft innerhalb kurzer Zeit.
- Absturz- und Stolpergefahr: Steiniges, unwegsames oder nasses Gelände wird von Kindern häufig unterschätzt.
- Unterkühlung: Auch im Sommer kann es in höheren Lagen oder bei Regen schnell kühl werden.

Warnsignale erkennen: Wann Eltern aufmerksam werden sollten
Der kindliche Körper zeigt Warnsignale oft subtiler als der eines Erwachsenen. Eltern und Begleitpersonen sollten besonders auf folgende Anzeichen achten:
- Ungewöhnliche Blässe oder gerötetes, überhitztes Gesicht
- Klagen über Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit
- Auffällige Erschöpfung, Wortkargheit oder Antriebslosigkeit
- Zittern, kalter Schweiß oder unsicherer Gang
- Nachlassende Reaktionsfähigkeit auf Ansprache
Wichtig: Diese Symptome sollten nie mit dem Argument „wir sind gleich da“ ignoriert werden – gerade in unwegsamem Gelände kann sich ein Zustand innerhalb weniger Minuten deutlich verschlechtern.

Richtig handeln im Notfall
- Sofort anhalten und die Situation einschätzen – bei ersten Anzeichen von Erschöpfung, Schwindel oder Überhitzung nicht weitergehen.
- Schatten und kühlere Umgebung aufsuchen, wenn möglich, und beengende Kleidung öffnen.
- Kleine Mengen Wasser anbieten, jedoch nicht hastig große Mengen auf einmal, um den Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten.
- Notruf wählen (112), sobald sich der Zustand nicht rasch bessert oder Bewusstseinseintrübung auftritt – in Deutschland ist die Nummer auch in vielen abgelegenen Bergregionen erreichbar.
- Standort so genau wie möglich angeben: markante Wegpunkte, GPS-Koordinaten über das Smartphone oder Notfall-Apps wie die „SOS-EU-ALP“-App erleichtern die Bergrettung erheblich.
- Bei Bewusstlosigkeit oder fehlender Atmung sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen, bis Rettungskräfte eintreffen.

Vorbeugung: So wird die Familienwanderung sicherer
- Route dem Leistungsniveau des jüngsten Familienmitglieds anpassen, nicht dem der Erwachsenen.
- Ausreichend Wasser und energiereiche Snacks mitführen und regelmäßig aktiv zu Trinkpausen auffordern, statt auf Durstgefühl zu warten.
- Wettervorhersage vor Tourbeginn prüfen und bei Gewitterwarnung die Route verschieben oder verkürzen.
- Sonnenschutz nicht vergessen: Kopfbedeckung, Sonnencreme und leichte, atmungsaktive Kleidung.
- Feste, passende Schuhe statt offener Sandalen oder ungeeigneten Freizeitschuhen.
- Handy mit vollem Akku und Offline-Kartenmaterial für Bereiche ohne Netzempfang mitführen.
- Realistische Pausenplanung: Lieber häufiger kurz pausieren als seltene, lange Rastzeiten einplanen.

Reiseapotheke für Wandertouren
Eine kleine Grundausstattung gehört in jeden Wanderrucksack: Pflaster und Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, eine Rettungsdecke, ausreichend Wasser sowie bei bekannten Vorerkrankungen die entsprechenden Notfallmedikamente. Bei Touren in entlegenen Regionen empfiehlt sich zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung mit Bergungs- und Rettungskostenschutz.

Fazit: Aufmerksamkeit ist der beste Schutz
Die überwiegende Mehrheit der Familienwanderungen verläuft ohne Zwischenfälle. Dennoch zeigen wiederkehrende Rettungseinsätze in Wander- und Bergregionen, wie schnell sich der Zustand von Kindern verändern kann. Wer Warnsignale ernst nimmt, die Tour realistisch plant und im Ernstfall besonnen reagiert, schützt die ganze Familie – und kann den gemeinsamen Ausflug in die Natur unbeschwerter genießen.
Themen: Wandern mit Kindern, Familienwanderung, Erste Hilfe, Bergrettung, Hitzschlag
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