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„Fünf Monate Bewerbungen, fünf Monate Absagen“ – Raschid (46) sucht seit Monaten vergeblich einen Job

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„Fünf Monate Bewerbungen, fünf Monate Absagen“ – Raschid (46) sucht seit Monaten vergeblich einen Job

Raschid ist 46 Jahre alt und hätte nie gedacht, dass er sich eines Tages in genau dieser Situation wiederfinden würde. Fünf Monate sind vergangen, seit er seine letzte Arbeitsstelle verloren hat. Fünf Monate voller Hoffnung, Bewerbungen, Gespräche – und vor allem Absagen. Oder noch schlimmer: gar keine Antworten. Was für viele nur eine Zahl ist, ist für Raschid längst zu einer täglichen Belastung geworden.

Dabei bringt er alles mit, was auf dem Arbeitsmarkt eigentlich gefragt sein sollte. Raschid verfügt über viele Jahre Berufserfahrung, hat in unterschiedlichen Bereichen gearbeitet, Verantwortung übernommen und sich stets als zuverlässig erwiesen. Kollegen schätzten ihn, Vorgesetzte lobten seinen Einsatz. Arbeit war für ihn nie nur ein Mittel zum Geldverdienen, sondern ein Teil seiner Identität. „Ich war immer jemand, der arbeiten wollte“, sagt er. „Stillstand war für mich nie eine Option.“

Doch genau dieser Stillstand bestimmt nun seinen Alltag. Tag für Tag sitzt Raschid am Küchentisch, öffnet den Laptop, durchsucht Stellenportale, passt Lebensläufe an, formuliert Anschreiben. Jede Bewerbung kostet Zeit, Energie und Hoffnung. Und jedes Mal, wenn eine Absage eintrifft, fühlt es sich an wie ein kleiner Rückschlag – manchmal auch wie ein Schlag ins Gesicht.

Besonders schwer fällt ihm die Unsicherheit. Nicht zu wissen, woran es liegt. Ist es sein Alter? Sein Name? Die Branche, aus der er kommt? Raschid stellt sich diese Fragen immer wieder. Antworten bekommt er keine. Die meisten Unternehmen melden sich gar nicht zurück. Wenn doch, dann sind es standardisierte E-Mails, die wenig Raum für Verständnis oder Dialog lassen. „Wir haben uns für einen anderen Kandidaten entschieden.“ Mehr steht da oft nicht.

Mit der Zeit hinterlässt das Spuren. Nicht nur finanziell, sondern vor allem psychisch. Das Selbstwertgefühl leidet, die Zweifel wachsen. Raschid beschreibt Nächte, in denen er schlecht schläft, weil sich die Gedanken im Kreis drehen. Er will arbeiten, er kann arbeiten – doch niemand gibt ihm eine Chance. „Irgendwann fragt man sich, ob man überhaupt noch gebraucht wird“, sagt er leise.

Auch sein soziales Umfeld bekommt die Situation zu spüren. Treffen mit Freunden werden seltener, Gespräche drehen sich immer wieder um dasselbe Thema. Viele meinen es gut, geben Ratschläge, sagen Sätze wie: „Das wird schon wieder“ oder „Du findest bestimmt bald etwas.“ Doch mit jedem weiteren Monat ohne Job verlieren diese Worte an Gewicht. Hoffnung lässt sich nicht unbegrenzt aufrechterhalten.

Raschid ist kein Einzelfall. Immer mehr Menschen über 40 berichten von ähnlichen Erfahrungen. Der Arbeitsmarkt gilt offiziell als aufnahmefähig, doch für viele fühlt sich die Realität anders an. Besonders ältere Bewerber geraten schnell ins Hintertreffen – trotz Erfahrung, Loyalität und Fachwissen. Was früher als Stärke galt, wird heute oft als Hindernis gesehen.

Dennoch gibt Raschid nicht auf. Aufgeben kommt für ihn nicht infrage, auch wenn es Tage gibt, an denen es schwerfällt. Er nimmt an Weiterbildungen teil, lässt seine Bewerbungsunterlagen prüfen, bleibt aktiv. Nicht, weil es leicht ist, sondern weil er daran glaubt, dass sich irgendwann eine Tür öffnen muss. „Ich will einfach wieder Teil davon sein“, sagt er. „Teil des Arbeitslebens, Teil der Gesellschaft.“

Seine Geschichte wirft Fragen auf. Über Wertschätzung, über Altersdiskriminierung, über einen Arbeitsmarkt, der oft flexibler wirkt, als er tatsächlich ist. Und über Menschen wie Raschid, die bereit sind zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und ihren Beitrag zu leisten – aber trotzdem keinen Platz finden.

Fünf Monate sind vergangen. Fünf Monate voller Absagen. Doch Raschid hofft, dass es nicht bei dieser Zahl bleibt. Dass irgendwann nicht mehr eine weitere E-Mail mit „Leider…“ im Postfach landet, sondern eine Einladung, eine Zusage, ein Neuanfang. Bis dahin kämpft er weiter. Still, würdevoll – und mit der Hoffnung, dass jemand da draußen erkennt, was er zu bieten hat.

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Eine Nacht, die alles entlarvt: Wie der Staat eine 97-jährige Frau im Stich ließ

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Eine Nacht, die alles entlarvt: Wie der Staat eine 97-jährige Frau im Stich ließ

 

Stell dir vor, du bist 97 Jahre alt. Du hast zwei politische Systeme erlebt, Krieg, Hunger, Wiederaufbau. Du hast gearbeitet, verzichtet, Steuern gezahlt, Kinder großgezogen und dieses Land mit aufgebaut. Und dann, in einer der kältesten Nächte des Jahres, versagt genau dieses Land an dir – leise, bürokratisch, herzlos.

Genau das ist Ingeborg passiert.

Während große Teile Berlins im Chaos eines massiven Stromausfalls versanken, standen plötzlich tausende Menschen vor einer Situation, die niemand geplant hatte. Dunkelheit. Kälte. Stillstand. Krankenhäuser im Notbetrieb, Aufzüge außer Funktion, Pflegeheime überfordert. Doch was Ingeborg in dieser Nacht erlebte, geht weit über organisatorische Probleme hinaus. Es ist ein Symbol für ein System, das versagt, wenn es wirklich darauf ankommt.

 

Die 97-jährige, pflegebedürftige Frau wurde nicht in Sicherheit gebracht. Sie kam nicht in ein warmes Hotel, nicht in eine medizinisch betreute Einrichtung, nicht an einen Ort, an dem Würde gewahrt worden wäre. Stattdessen landete sie auf einem harten Feldbett – in einer kalten Turnhalle. Umgeben von Fremden, Lärm, Unruhe. Ohne die vertraute Pflege, die sie braucht. Ohne Ruhe. Ohne Schutz.

Für ihren Sohn war dieser Moment kaum zu ertragen. Fassungslos stand er vor der Situation, in die seine Mutter gebracht worden war. Eine Frau, die kaum noch gehen kann, die auf Hilfe angewiesen ist, die in diesem Alter vor allem eines braucht: Sicherheit. Wärme. Menschlichkeit. Doch all das schien in dieser Nacht zweitrangig.

 

Als Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner vor Ort mit der Situation konfrontiert wurde, kam es zur direkten Konfrontation. Keine inszenierte Pressekonferenz, kein vorbereitetes Statement – sondern rohe Realität. Ein Sohn, der Fragen stellt. Ein Politiker, der erklären soll, warum eine 97-jährige Frau so behandelt wird. Warum es keine bessere Lösung gab. Warum man sie so zurückließ.

Diese Geschichte ist kein tragischer Einzelfall. Sie ist ein Spiegel. Ein Spiegel für ein Sozialsystem, das in Hochglanzbroschüren funktioniert, aber im Ernstfall bröckelt. Ein System, das von Würde spricht, aber sie nicht garantieren kann, wenn der Strom ausfällt. Ein Staat, der Solidarität beschwört, aber seine Schwächsten in Turnhallen parkt, wenn es unbequem wird.

 

Besonders erschütternd ist die Symbolik dieser Nacht. In einer Gesellschaft, die Milliarden verwaltet, die über Prestigeprojekte diskutiert, über politische Visionen und Zukunftspläne – ist für eine hochbetagte, pflegebedürftige Frau offenbar kein besserer Platz vorgesehen als ein Feldbett in einer kalten Halle. Kein Rückzugsort. Keine Privatsphäre. Keine echte Fürsorge.

Man muss sich fragen: Was sagt das über unsere Prioritäten? Was sagt es über unseren Umgang mit alten Menschen? Über jene Generation, die dieses Land überhaupt erst möglich gemacht hat?

Der Stromausfall war nicht planbar. Das Chaos vielleicht unvermeidbar. Doch wie man mit Menschen umgeht, ist immer eine Entscheidung. Und genau hier liegt der Kern der Empörung. Es geht nicht um Technik. Nicht um Leitungen. Nicht um Ausfälle. Es geht um Haltung.

Denn wenn die Kameras aus sind, zeigt sich, wie viel ein Menschenleben wirklich zählt.

 

Ingeborg hatte Glück im Unglück. Sie hat diese Nacht überstanden. Doch viele andere hätten es vielleicht nicht. Für Hochbetagte kann Kälte lebensgefährlich sein. Stress kann tödlich wirken. Verwirrung und Angst können fatale Folgen haben. Dass man dieses Risiko offenbar in Kauf nahm, macht sprachlos.

Diese Nacht sollte Konsequenzen haben. Nicht nur politische Diskussionen. Nicht nur Schuldzuweisungen. Sondern ehrliche Fragen: Sind unsere Notfallpläne wirklich für alle da? Oder nur für jene, die noch laut genug schreien können? Haben Pflegebedürftige in Krisen überhaupt eine Stimme? Oder verschwinden sie still auf Feldbetten, während die Welt weiterdiskutiert?

Der Fall Ingeborg zwingt uns hinzusehen. Wegzuschauen wäre einfacher. Aber genau das dürfen wir uns nicht leisten. Denn heute war es eine 97-jährige Frau in Berlin. Morgen könnte es jemand anderes sein. Vielleicht jemand aus deiner Familie. Vielleicht du selbst.

Ein Sozialsystem beweist seinen Wert nicht in Sonntagsreden. Sondern in der kältesten Nacht des Jahres.

Und genau dort hat es versagt.

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