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Kim, eine hart arbeitende Mutter, hat fast nichts übrig: „Mit diesem Betrag muss ich den ganzen Monat auskommen“
Kim, eine hart arbeitende Mutter, hat fast nichts übrig: „Mit diesem Betrag muss ich den ganzen Monat auskommen“
Das Leben in den Niederlanden
wird immer schwerer, vor allem finanziell. Alles wird rasant
teurer, aber die Einkommen steigen nicht im gleichen Maß. Selbst
Menschen mit einem festen Job fällt es zunehmend schwer, über die
Runden zu kommen.

Eine Person, die diese Herausforderungen aus eigener Erfahrung kennt, ist Kim de Vries. Sie arbeitet als Krankenschwester und lebt mit ihren zwei Kindern in einem Einfamilienhaus.
„Mit diesem Budget muss ich den
ganzen Monat durchkommen“, sagt die berufstätige Mutter.

Sie mietet privat und verdient
ein Gehalt von rund 1.800 Euro. Doch allein ihre Miete beträgt
1.100 Euro – dazu kommen Fixkosten wie Gas, Wasser, Strom,
Abonnements und Versicherungen. Am Ende bleiben ihr lediglich 120
bis 125 Euro.

„Von diesem Betrag muss ich nicht nur Essen kaufen, sondern auch mein Auto betanken. Jeden Monat starte ich praktisch mit einem Minus von etwa 240 Euro“, erzählt sie der Telegraaf.
Derzeit arbeitet Kim 28
Stunden pro Woche und überlegt, mehr zu arbeiten. Doch wenn sie das
tut, verliert sie Anspruch auf ihre bisherige Unterstützung von
rund 300 Euro monatlich, die Kindergeld-Beihilfe, und würde
finanziell noch schlechter dastehen.

Ihre finanziellen Probleme
begannen, als ihre Beziehung zerbrach und sie mit ihren Kindern
zurück nach Wilnis ziehen musste, wo ihre Eltern wohnen. Eine
bezahlbare Wohnung zu finden, erwies sich als große
Herausforderung. Sie fühlt sich gezwungen, dort zu bleiben – sonst
hätte sie kein Dach über dem Kopf.

Obwohl Kim hart arbeitet und
sich an alle Regeln hält, reicht es kaum zum Leben. Sie ist
inzwischen auf die Tafel (Voedselbank) angewiesen. Es ist
erschütternd, dass in den Niederlanden berufstätige Menschen in
Armut leben – und es oft noch schwerer haben als Haushalte mit
geringerem Einkommen.

Kim hätte nie gedacht, dass sie in eine solche Lage geraten würde: „Nein, nein, nein. Das ist unvorstellbar. Ich bin eine hart arbeitende Frau, die ihr Bestes gibt – aber ich sehe keinerlei Verbesserung. Das frustriert mich enorm.“
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Wandern mit Kindern: Diese Risiken werden oft unterschätzt

Wandern mit Kindern: Diese Risiken werden oft unterschätzt
Eine Wanderung in den Bergen oder durch sommerliche Wälder gehört für viele Familien zu den schönsten gemeinsamen Aktivitäten. Doch gerade bei Kindern und Jugendlichen kann sich der Gesundheitszustand auf Touren schneller verändern, als Eltern es erwarten. Wer die wichtigsten Risikofaktoren kennt und rechtzeitig reagiert, kann die meisten Notfälle vermeiden.

Warum Kinder und Jugendliche beim Wandern besonders gefährdet sind
Der kindliche Organismus reguliert Temperatur, Flüssigkeitshaushalt und Kreislauf anders als der eines Erwachsenen. Kinder schwitzen weniger effektiv, verlieren dadurch schneller die Fähigkeit, Körperwärme abzugeben, und bemerken Erschöpfung oder Durst häufig erst spät. Jugendliche wiederum überschätzen ihre eigene Leistungsfähigkeit gerade in der Pubertät oft – ein Faktor, der bei längeren oder anspruchsvolleren Touren zum Risiko werden kann.

Die häufigsten Gefahren auf Wandertouren
- Hitzschlag und Überhitzung: Besonders bei direkter Sonneneinstrahlung ohne ausreichend Schatten oder Pausen.
- Dehydrierung: Kinder trinken von sich aus oft zu wenig, gerade wenn sie im Spiel oder Wanderfluss abgelenkt sind.
- Unterzuckerung: Lange Anstiege ohne regelmäßige, energiereiche Pausen können besonders bei Kindern schnell zu Kreislaufproblemen führen.
- Plötzliche Wetterumschwünge: Gewitter, Temperaturstürze oder Nebel entstehen im Gebirge oft innerhalb kurzer Zeit.
- Absturz- und Stolpergefahr: Steiniges, unwegsames oder nasses Gelände wird von Kindern häufig unterschätzt.
- Unterkühlung: Auch im Sommer kann es in höheren Lagen oder bei Regen schnell kühl werden.

Warnsignale erkennen: Wann Eltern aufmerksam werden sollten
Der kindliche Körper zeigt Warnsignale oft subtiler als der eines Erwachsenen. Eltern und Begleitpersonen sollten besonders auf folgende Anzeichen achten:
- Ungewöhnliche Blässe oder gerötetes, überhitztes Gesicht
- Klagen über Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit
- Auffällige Erschöpfung, Wortkargheit oder Antriebslosigkeit
- Zittern, kalter Schweiß oder unsicherer Gang
- Nachlassende Reaktionsfähigkeit auf Ansprache
Wichtig: Diese Symptome sollten nie mit dem Argument „wir sind gleich da“ ignoriert werden – gerade in unwegsamem Gelände kann sich ein Zustand innerhalb weniger Minuten deutlich verschlechtern.

Richtig handeln im Notfall
- Sofort anhalten und die Situation einschätzen – bei ersten Anzeichen von Erschöpfung, Schwindel oder Überhitzung nicht weitergehen.
- Schatten und kühlere Umgebung aufsuchen, wenn möglich, und beengende Kleidung öffnen.
- Kleine Mengen Wasser anbieten, jedoch nicht hastig große Mengen auf einmal, um den Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten.
- Notruf wählen (112), sobald sich der Zustand nicht rasch bessert oder Bewusstseinseintrübung auftritt – in Deutschland ist die Nummer auch in vielen abgelegenen Bergregionen erreichbar.
- Standort so genau wie möglich angeben: markante Wegpunkte, GPS-Koordinaten über das Smartphone oder Notfall-Apps wie die „SOS-EU-ALP“-App erleichtern die Bergrettung erheblich.
- Bei Bewusstlosigkeit oder fehlender Atmung sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen, bis Rettungskräfte eintreffen.

Vorbeugung: So wird die Familienwanderung sicherer
- Route dem Leistungsniveau des jüngsten Familienmitglieds anpassen, nicht dem der Erwachsenen.
- Ausreichend Wasser und energiereiche Snacks mitführen und regelmäßig aktiv zu Trinkpausen auffordern, statt auf Durstgefühl zu warten.
- Wettervorhersage vor Tourbeginn prüfen und bei Gewitterwarnung die Route verschieben oder verkürzen.
- Sonnenschutz nicht vergessen: Kopfbedeckung, Sonnencreme und leichte, atmungsaktive Kleidung.
- Feste, passende Schuhe statt offener Sandalen oder ungeeigneten Freizeitschuhen.
- Handy mit vollem Akku und Offline-Kartenmaterial für Bereiche ohne Netzempfang mitführen.
- Realistische Pausenplanung: Lieber häufiger kurz pausieren als seltene, lange Rastzeiten einplanen.

Reiseapotheke für Wandertouren
Eine kleine Grundausstattung gehört in jeden Wanderrucksack: Pflaster und Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, eine Rettungsdecke, ausreichend Wasser sowie bei bekannten Vorerkrankungen die entsprechenden Notfallmedikamente. Bei Touren in entlegenen Regionen empfiehlt sich zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung mit Bergungs- und Rettungskostenschutz.

Fazit: Aufmerksamkeit ist der beste Schutz
Die überwiegende Mehrheit der Familienwanderungen verläuft ohne Zwischenfälle. Dennoch zeigen wiederkehrende Rettungseinsätze in Wander- und Bergregionen, wie schnell sich der Zustand von Kindern verändern kann. Wer Warnsignale ernst nimmt, die Tour realistisch plant und im Ernstfall besonnen reagiert, schützt die ganze Familie – und kann den gemeinsamen Ausflug in die Natur unbeschwerter genießen.
Themen: Wandern mit Kindern, Familienwanderung, Erste Hilfe, Bergrettung, Hitzschlag
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