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Rückkehr des Russen-Gases? Politischer Zündstoff für Deutschland und die Welt

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Kommt bald das Comeback des russischen Erdgases nach Deutschland? Während Experten warnen, dass eine neue Abhängigkeit droht, diskutieren Politiker und Wirtschaftsvertreter bereits über eine mögliche Wiederaufnahme von Lieferungen durch die Nord-Stream-Pipeline.

Geheime Deals hinter den Kulissen?

Der jüngste Anruf zwischen US-Präsident Donald Trump und Kreml-Herrscher Wladimir Putin hat die Spekulationen weiter angeheizt. Offenbar gibt es in den USA Bestrebungen, die umstrittene Nord Stream 2-Pipeline zu übernehmen und russisches Gas über einen „amerikanischen Umweg“ nach Deutschland zu leiten.

Laut Insidern gibt es bereits Gespräche zwischen Vertretern der deutschen Industrie und russischen Energieunternehmen, die an einem möglichen Gas-Comeback interessiert sind. Während öffentlich kaum jemand den Deal unterstützt, sollen vor allem Vertreter der CDU hinter den Kulissen das Thema für die Zeit „nach einem möglichen Frieden“ vorbereiten.

CDU-Politiker: „Wir müssen über russisches Gas sprechen dürfen“

FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann enthüllte auf WELT TV: „Ich weiß aus verlässlicher Quelle, dass in der CDU bereits nach Russland geschaut wird, nämlich dahingehend, auf Dauer wieder russisches Gas zu beziehen.“

Der CDU-Abgeordnete Thomas Bareiß erklärte auf LinkedIn: „Natürlich könnte nach einem Deal auch wieder Gas durch Nord Stream fließen.“ CDU-NRW-Vize Jan Heinisch sagte zu Politico: „Man muss im Falle eines Friedens auch wieder über den Kauf russischen Gases sprechen dürfen.“

Kiesewetter warnt vor „Moskau-Connection“

Doch es gibt Widerstand. CDU-Außenexperte Roderich Kiesewetter warnt in BILD: „All jene, die schon immer gegen Sanktionen waren und sich auf billiges russisches Gas stürzen wollen, würden sich über eine Annäherung freuen – trotz der andauernden Kriegsverbrechen in der Ukraine.“

Experten wie Simon Gerards vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) schlagen Alarm: „Eine Aufhebung der Sanktionen wäre eine Bankrotterklärung. Durch Nord Stream 2 würde Deutschland in eine noch größere Abhängigkeit von Russland geraten als vor 2022.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt bei ihrer Ankunft auf dem Festgelände in Lubmin den Präsidenten der Russischen Föderation, Dmitrij Medwedew.

Wirtschaftliche Interessen vs. politische Prinzipien

Laut Insiderberichten könnten deutsche Unternehmen mit Russland weiterhin über Drittstaaten Geschäfte machen – und US-Firmen wären durch mögliche Sanktionserleichterungen im Vorteil. Die Frage ist: Will Deutschland wirklich riskieren, erneut wirtschaftlich von Russland abhängig zu werden?

Während einige die wirtschaftlichen Vorteile eines Gas-Comebacks sehen, bleibt die Frage offen, ob ein solcher Schritt politisch und ethisch vertretbar wäre.

Ist Deutschland bereit, sich erneut in Putins Energie-Falle zu begeben?

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Dänemark zeigt, wie’s geht: 25 Euro Mindestlohn und keine Rechnung beim Arzt – ein Modell für die Zukunft?

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Während viele europäische Länder mit steigender Armut, Pflegenotstand und Lohnungleichheit kämpfen, geht Dänemark einen anderen Weg – und das mit bemerkenswertem Erfolg. Mit einem effektiven Sozialstaat, starker Gewerkschaftsanbindung und einem der höchsten Mindestlöhne Europas zeigt das skandinavische Land, wie soziale Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Erfolg kombiniert werden können. Doch kann das auch als Vorbild für andere Nationen dienen?


Gesundheit ist ein Menschenrecht – nicht nur eine Dienstleistung

In Dänemark ist der Arztbesuch keine Kostenfrage. Jeder Bürger hat das Recht auf kostenlose medizinische Versorgung – unabhängig von Einkommen, Versicherungsstatus oder Alter. Es gibt keine Zuzahlungen, keine Rechnung nach dem Krankenhausaufenthalt und keine Diskussion um die „Karte beim nächsten Mal“.

Finanziert wird das System durch Steuern – progressiv gestaffelt, also einkommensabhängig. So zahlen Wohlhabende mehr, um eine gerechte Verteilung zu gewährleisten. Was für viele in Deutschland, Österreich oder der Schweiz utopisch klingt, ist in Dänemark längst Realität: Gesundheit als öffentliches Gut, nicht als Ware.


25 Euro pro Stunde – ein Lohn zum Leben

Offiziell existiert in Dänemark kein gesetzlicher Mindestlohn. Und doch: Durch flächendeckende Tarifverträge, die von starken Gewerkschaften verhandelt werden, liegt der faktische Mindestlohn in vielen Branchen bei etwa 25 Euro pro Stunde – ein Betrag, der ein Leben ohne Existenzangst ermöglicht.

Ob im Einzelhandel, in der Gastronomie oder im Reinigungsgewerbe – wer arbeitet, kann sich ein würdiges Leben leisten. Lohnarmut, wie sie in anderen Ländern trotz Vollzeitbeschäftigung häufig vorkommt, ist in Dänemark kaum ein Thema.


So funktioniert das dänische Modell

Der dänische Sozialstaat baut auf einem simplen Prinzip auf: Wer viel verdient, zahlt mehr – und ermöglicht damit ein Netz an sozialen Leistungen, von dem alle profitieren. Das System ist steuerfinanziert, aber transparent. In Dänemark weiß man, wofür man Steuern zahlt: Bildung, Pflege, medizinische Versorgung – alles öffentlich, alles zugänglich.

Zentraler Bestandteil dieses Systems sind auch die Gewerkschaften. Mit einer gewerkschaftlichen Organisationsrate von rund 70 Prozent haben Arbeitnehmer:innen eine starke Stimme. Löhne, Urlaubsregelungen, Arbeitszeiten und Kündigungsschutz werden auf Augenhöhe mit Arbeitgebern ausgehandelt. Staatliche Eingriffe sind selten nötig – das System funktioniert aus sich selbst heraus.


Der Preis der Gerechtigkeit: hohe Steuern – aber hohe Lebensqualität

Natürlich hat ein solches System auch seinen Preis: Die Einkommenssteuer kann je nach Verdienst deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegen. Auch die Mehrwertsteuer beträgt satte 25 Prozent. Doch Umfragen zeigen: Die Dänen akzeptieren diese Belastung – denn sie erleben täglich, was sie dafür bekommen.

Soziale Sicherheit, geringe Kriminalität, funktionierende Bildungseinrichtungen und ein Gesundheitssystem, das niemanden ausschließt. In internationalen Vergleichen zählt Dänemark regelmäßig zu den Ländern mit der höchsten Lebensqualität und dem größten Vertrauen in staatliche Institutionen.


Was sind die Herausforderungen?

Auch Dänemark steht nicht still. Die demografische Entwicklung – besonders der wachsende Anteil älterer Menschen – bringt das Gesundheitssystem zunehmend unter Druck. Die Finanzierung muss langfristig gesichert werden, ohne dass junge Generationen überfordert werden.

Zudem sorgt der hohe Lebensstandard für Zuwanderung, insbesondere aus Ländern mit niedrigeren Löhnen. Das wirft Fragen nach Integration, Bildung und fairer Verteilung von Ressourcen auf. Die Politik reagiert mit gezielten Qualifizierungsprogrammen – und einem klaren Bekenntnis zu sozialen Standards.


Lässt sich das Modell übertragen?

Immer wieder wird diskutiert, ob das dänische Modell auf andere Länder übertragbar ist. Die Antwort ist differenziert: Ja, in Teilen – aber nicht im Ganzen. Länder mit geringerer Steuerquote oder schwächerer Gewerkschaftskultur können nicht über Nacht ein vergleichbares System aufbauen. Was jedoch übernommen werden kann, sind einzelne Prinzipien:

  • Starke Tarifpartnerschaften
  • Ein transparenter Sozialstaat
  • Eine faire Steuerpolitik
  • Kostenfreie Grundversorgung im Gesundheitswesen

Die Vision: eine Gesellschaft, in der Arbeit sich lohnt, niemand in Armut lebt – und Gesundheit kein Luxus ist.


Ein Vorbild mit Signalwirkung

Dänemark zeigt, dass es möglich ist, Wirtschaftskraft und soziale Gerechtigkeit zu verbinden – ohne dass dabei jemand „verliert“. Wer arbeitet, kann leben. Wer krank ist, wird versorgt. Wer Hilfe braucht, bekommt sie. Und wer viel verdient, trägt mehr Verantwortung.

In einer Zeit, in der viele Länder unter wachsender sozialer Ungleichheit leiden, lohnt sich der Blick nach Norden. Nicht als Blaupause – aber als Inspiration. Vielleicht ist es an der Zeit, sich zu fragen: Wäre es wirklich so schwer, auch hierzulande Gesundheit und faire Löhne zu einem Grundrecht zu machen?


Dänemark lebt es vor. Die Frage ist: Wer traut sich nachzumachen?

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