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Forsa-Umfrage: AfD fast gleichauf mit Union – Merz verliert weiter an Rückhalt
Nur wenige Wochen nach der Bundestagswahl gerät CDU-Chef Friedrich Merz erneut unter Druck. In einer aktuellen Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag von RTL und ntv erreicht die AfD einen neuen Höchstwert – und liegt nur noch einen Prozentpunkt hinter der Union.

Unionswerte sinken – AfD profitiert
Die politische Stimmung im Land zeigt Bewegung: Laut dem jüngsten Trendbarometer kommen CDU und CSU derzeit nur noch auf 25 Prozent – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Wahlergebnis vom 23. Februar, bei dem die Union noch 28,5 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Gleichzeitig legt die AfD auf 24 Prozent zu – ein historischer Spitzenwert für die Partei.
Damit ist die AfD so nah an der Union wie nie zuvor – und das, obwohl sie bereits mit 20,8 Prozent als zweitstärkste Kraft aus der Bundestagswahl hervorgegangen war. Die Entwicklung dürfte CDU-Chef Merz unter erheblichen Druck setzen, zumal die laufenden Koalitionsverhandlungen stocken und parteiintern Unzufriedenheit wächst.

Unmut an der CDU-Basis wächst
Viele konservative Wähler hatten sich von Merz einen klareren politischen Kurswechsel versprochen. Seine Ankündigung, eine „Politikwende“ einzuleiten, scheint sich in den bisherigen Koalitionsgesprächen kaum widerzuspiegeln – was an der Parteibasis zunehmend zu Kritik führt.
Auch die persönliche Beliebtheit von Merz leidet unter der aktuellen Entwicklung: Nur 28 Prozent der Befragten halten ihn derzeit für vertrauenswürdig – im Dezember waren es noch 36 Prozent. 70 Prozent äußerten, sie hätten kein Vertrauen in den CDU-Vorsitzenden.

SPD und Grüne verlieren ebenfalls
Nicht nur die Union muss Federn lassen: Auch die SPD verliert leicht und kommt laut Umfrage nur noch auf 15 Prozent (nach 16,4 Prozent bei der Wahl). Die Grünen erreichen 12 Prozent, ein leichter Anstieg gegenüber dem Wahlergebnis (11,6 Prozent). Die Linke dagegen kann zulegen und verbessert sich auf 10 Prozent (von 8,8 Prozent bei der Wahl).
Mit diesen Zahlen würde eine große Koalition aus Union und SPD keine Mehrheit im Bundestag erreichen. Mögliche Koalitionen müssten zusätzlich entweder die Grünen oder die Linke einbeziehen, was politische Kompromisse in bisher ungewohntem Ausmaß erfordern würde.
Vertrauen in Problemlösungen sinkt deutlich
Auch beim Thema Problemlösungskompetenz schneidet die Union schlechter ab als noch kurz nach der Wahl: Nur 21 Prozent der Befragten trauen CDU und CSU zu, die drängendsten Herausforderungen im Land zu meistern – ein Rückgang von sechs Punkten im Vergleich zur Zeit direkt nach der Wahl.
Die AfD folgt mit zwölf Prozent, die SPD kommt auf neun, die Grünen auf sieben und die Linke auf fünf Prozent. Auffällig: 43 Prozent der Befragten geben an, keiner Partei zutrauen zu können, die Probleme Deutschlands effektiv zu lösen.

Weidels Ziel: Die stärkste Kraft im Land
Für die AfD und Parteichefin Alice Weidel ist die aktuelle Entwicklung ein strategischer Erfolg. Seit Jahren verfolgt sie das Ziel, ihre Partei zur stärksten politischen Kraft im Land zu machen. Die jüngsten Umfragewerte zeigen, dass dieses Ziel für viele Beobachter nicht mehr unrealistisch erscheint.
Fazit: Politische Unsicherheit wächst
Das Umfrageergebnis verdeutlicht die wachsende Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien – und den zunehmenden Zulauf für die AfD. Für Friedrich Merz stellt sich nun die Frage, wie er mit seiner Partei verlorenes Vertrauen zurückgewinnen kann. Der aktuelle Trend dürfte jedenfalls für Nervosität sorgen – nicht nur bei der Union, sondern in der gesamten politischen Landschaft Deutschlands.
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Wandern mit Kindern: Diese Risiken werden oft unterschätzt

Wandern mit Kindern: Diese Risiken werden oft unterschätzt
Eine Wanderung in den Bergen oder durch sommerliche Wälder gehört für viele Familien zu den schönsten gemeinsamen Aktivitäten. Doch gerade bei Kindern und Jugendlichen kann sich der Gesundheitszustand auf Touren schneller verändern, als Eltern es erwarten. Wer die wichtigsten Risikofaktoren kennt und rechtzeitig reagiert, kann die meisten Notfälle vermeiden.

Warum Kinder und Jugendliche beim Wandern besonders gefährdet sind
Der kindliche Organismus reguliert Temperatur, Flüssigkeitshaushalt und Kreislauf anders als der eines Erwachsenen. Kinder schwitzen weniger effektiv, verlieren dadurch schneller die Fähigkeit, Körperwärme abzugeben, und bemerken Erschöpfung oder Durst häufig erst spät. Jugendliche wiederum überschätzen ihre eigene Leistungsfähigkeit gerade in der Pubertät oft – ein Faktor, der bei längeren oder anspruchsvolleren Touren zum Risiko werden kann.

Die häufigsten Gefahren auf Wandertouren
- Hitzschlag und Überhitzung: Besonders bei direkter Sonneneinstrahlung ohne ausreichend Schatten oder Pausen.
- Dehydrierung: Kinder trinken von sich aus oft zu wenig, gerade wenn sie im Spiel oder Wanderfluss abgelenkt sind.
- Unterzuckerung: Lange Anstiege ohne regelmäßige, energiereiche Pausen können besonders bei Kindern schnell zu Kreislaufproblemen führen.
- Plötzliche Wetterumschwünge: Gewitter, Temperaturstürze oder Nebel entstehen im Gebirge oft innerhalb kurzer Zeit.
- Absturz- und Stolpergefahr: Steiniges, unwegsames oder nasses Gelände wird von Kindern häufig unterschätzt.
- Unterkühlung: Auch im Sommer kann es in höheren Lagen oder bei Regen schnell kühl werden.

Warnsignale erkennen: Wann Eltern aufmerksam werden sollten
Der kindliche Körper zeigt Warnsignale oft subtiler als der eines Erwachsenen. Eltern und Begleitpersonen sollten besonders auf folgende Anzeichen achten:
- Ungewöhnliche Blässe oder gerötetes, überhitztes Gesicht
- Klagen über Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit
- Auffällige Erschöpfung, Wortkargheit oder Antriebslosigkeit
- Zittern, kalter Schweiß oder unsicherer Gang
- Nachlassende Reaktionsfähigkeit auf Ansprache
Wichtig: Diese Symptome sollten nie mit dem Argument „wir sind gleich da“ ignoriert werden – gerade in unwegsamem Gelände kann sich ein Zustand innerhalb weniger Minuten deutlich verschlechtern.

Richtig handeln im Notfall
- Sofort anhalten und die Situation einschätzen – bei ersten Anzeichen von Erschöpfung, Schwindel oder Überhitzung nicht weitergehen.
- Schatten und kühlere Umgebung aufsuchen, wenn möglich, und beengende Kleidung öffnen.
- Kleine Mengen Wasser anbieten, jedoch nicht hastig große Mengen auf einmal, um den Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten.
- Notruf wählen (112), sobald sich der Zustand nicht rasch bessert oder Bewusstseinseintrübung auftritt – in Deutschland ist die Nummer auch in vielen abgelegenen Bergregionen erreichbar.
- Standort so genau wie möglich angeben: markante Wegpunkte, GPS-Koordinaten über das Smartphone oder Notfall-Apps wie die „SOS-EU-ALP“-App erleichtern die Bergrettung erheblich.
- Bei Bewusstlosigkeit oder fehlender Atmung sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen, bis Rettungskräfte eintreffen.

Vorbeugung: So wird die Familienwanderung sicherer
- Route dem Leistungsniveau des jüngsten Familienmitglieds anpassen, nicht dem der Erwachsenen.
- Ausreichend Wasser und energiereiche Snacks mitführen und regelmäßig aktiv zu Trinkpausen auffordern, statt auf Durstgefühl zu warten.
- Wettervorhersage vor Tourbeginn prüfen und bei Gewitterwarnung die Route verschieben oder verkürzen.
- Sonnenschutz nicht vergessen: Kopfbedeckung, Sonnencreme und leichte, atmungsaktive Kleidung.
- Feste, passende Schuhe statt offener Sandalen oder ungeeigneten Freizeitschuhen.
- Handy mit vollem Akku und Offline-Kartenmaterial für Bereiche ohne Netzempfang mitführen.
- Realistische Pausenplanung: Lieber häufiger kurz pausieren als seltene, lange Rastzeiten einplanen.

Reiseapotheke für Wandertouren
Eine kleine Grundausstattung gehört in jeden Wanderrucksack: Pflaster und Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, eine Rettungsdecke, ausreichend Wasser sowie bei bekannten Vorerkrankungen die entsprechenden Notfallmedikamente. Bei Touren in entlegenen Regionen empfiehlt sich zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung mit Bergungs- und Rettungskostenschutz.

Fazit: Aufmerksamkeit ist der beste Schutz
Die überwiegende Mehrheit der Familienwanderungen verläuft ohne Zwischenfälle. Dennoch zeigen wiederkehrende Rettungseinsätze in Wander- und Bergregionen, wie schnell sich der Zustand von Kindern verändern kann. Wer Warnsignale ernst nimmt, die Tour realistisch plant und im Ernstfall besonnen reagiert, schützt die ganze Familie – und kann den gemeinsamen Ausflug in die Natur unbeschwerter genießen.
Themen: Wandern mit Kindern, Familienwanderung, Erste Hilfe, Bergrettung, Hitzschlag
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