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Wegen XXL-Schulden! Austrittswelle und Wut-Chats in der CDU
Schuldenbremse aufgeweicht – CDU vor einer Zerreißprobe?
In der CDU brodelt es! Die Entscheidung zur Aufweichung der Schuldenbremse hat für massive Unruhe gesorgt und eine Welle der Entrüstung unter den Parteimitgliedern ausgelöst. Während CDU-Chef Friedrich Merz (69) den Schritt als notwendigen Kompromiss verteidigt, fühlen sich viele Mitglieder hintergangen.
Die Folge: steigende Austrittszahlen und zunehmende Frustration an der Basis. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (47) räumte im Bundesvorstand ein, dass es aktuell „höhere Austrittszahlen als üblich“ gibt – konkrete Zahlen? Keine Antwort aus dem Adenauer-Haus!

Wütende Basis: „Das ist nicht mehr unsere CDU“
Ein CDU-Kreisvorsitzender aus Sachsen-Anhalt spricht von „einem Dutzend Austritten und vielen weiteren Kündigungsankündigungen“.
- „Natürlich reden wir mit allen und versuchen, sie umzustimmen. Wie viele tatsächlich austreten, wird sich in vier Wochen zeigen.“
- Viele Mitglieder kritisieren nicht nur die Schuldenpolitik, sondern auch eine vermeintliche Untätigkeit in der Migrationsfrage.
- Ein Mitglied aus Frankfurt sagt: „Wir haben immer die solide Haushaltsführung betont – jetzt machen wir genau das Gegenteil.“
Auch in Hessen gibt es steigende Austritte – allein in Frankfurt haben fünf Mitglieder der CDU den Rücken gekehrt. In Hamburg wurden ebenfalls mindestens fünf Parteiaustritte gemeldet.

Haseloff hört sich die Beschwerden an – doch reicht das aus?
CDU-Landeschef und Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (71), nahm sich dem Thema an und hörte sich in der jüngsten Fraktionssitzung die Sorgen und Wut der Basis an.
Seine Botschaft:
- Er verstehe die Unzufriedenheit.
- Aber: „Wer regieren will, muss Kompromisse eingehen.“
Trotzdem scheint die Verärgerung groß zu sein. Besonders in Baden-Württemberg hat die Entscheidung zur Schuldenbremse Spuren hinterlassen. Daniel Hackenjos, der frühere Landeschef der wirtschaftsliberalen Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU, trat aus der Partei aus.
Sein Nachfolger Bastian Atzger äußerte sich kritisch: „Wir hatten uns erhofft, dass es inhaltlich weg von linksgrüner Planwirtschaft und hin zu mehr Marktwirtschaft geht.“

Interne Chats zeigen die tiefe Verunsicherung
Ein interner Chat des MIT-Landesverbands Thüringen, dokumentiert den Frust der Mitglieder:
- Ein Vorstandsmitglied schrieb resigniert: „Einfach nur noch furchtbar.“
- Ein Kreisvorsitzender kommentierte entsetzt: „Es kommt immer noch schlimmer.“
- Ein anderer Kreischef berichtete: „Bei mir wollen viele aus dem MIT-Verteiler herausgenommen werden.“
Das zeigt: Nicht nur die Mitgliedszahlen der CDU wackeln – auch die Loyalität innerhalb der Partei nimmt Schaden.

Droht der CDU eine Spaltung?
Die CDU steht vor einer der größten Herausforderungen ihrer jüngeren Geschichte. Während Friedrich Merz versucht, sich als pragmatischer Kanzlerkandidat zu positionieren, droht ihm die eigene Partei wegzubrechen.
Politikwissenschaftler warnen: Sollte die CDU weiterhin ihre wirtschaftsliberalen und konservativen Wurzeln aufweichen, könnte sie nicht nur Wähler an die AfD verlieren, sondern auch viele Mitglieder an andere Parteien oder parteiunabhängige Netzwerke.
▶ Sollte sich der Unmut weiter verstärken, könnte dies zu einer offenen Revolte gegen Merz führen – bis hin zu einem parteiinternen Machtkampf.

Fazit: Der CDU droht eine Zerreißprobe
Die Debatte um die Schuldenbremse hat die CDU in eine Identitätskrise gestürzt. Während die Parteispitze auf Regierungsfähigkeit und Kompromisse setzt, fühlen sich viele Mitglieder von ihren Grundprinzipien entfremdet.
Ob Friedrich Merz es schafft, die Partei wieder zu einen – oder ob sich der Graben zwischen Basis und Führung weiter vertieft, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Eines steht fest: Die CDU ist so gespalten wie schon lange nicht mehr.
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Wandern mit Kindern: Diese Risiken werden oft unterschätzt

Wandern mit Kindern: Diese Risiken werden oft unterschätzt
Eine Wanderung in den Bergen oder durch sommerliche Wälder gehört für viele Familien zu den schönsten gemeinsamen Aktivitäten. Doch gerade bei Kindern und Jugendlichen kann sich der Gesundheitszustand auf Touren schneller verändern, als Eltern es erwarten. Wer die wichtigsten Risikofaktoren kennt und rechtzeitig reagiert, kann die meisten Notfälle vermeiden.

Warum Kinder und Jugendliche beim Wandern besonders gefährdet sind
Der kindliche Organismus reguliert Temperatur, Flüssigkeitshaushalt und Kreislauf anders als der eines Erwachsenen. Kinder schwitzen weniger effektiv, verlieren dadurch schneller die Fähigkeit, Körperwärme abzugeben, und bemerken Erschöpfung oder Durst häufig erst spät. Jugendliche wiederum überschätzen ihre eigene Leistungsfähigkeit gerade in der Pubertät oft – ein Faktor, der bei längeren oder anspruchsvolleren Touren zum Risiko werden kann.

Die häufigsten Gefahren auf Wandertouren
- Hitzschlag und Überhitzung: Besonders bei direkter Sonneneinstrahlung ohne ausreichend Schatten oder Pausen.
- Dehydrierung: Kinder trinken von sich aus oft zu wenig, gerade wenn sie im Spiel oder Wanderfluss abgelenkt sind.
- Unterzuckerung: Lange Anstiege ohne regelmäßige, energiereiche Pausen können besonders bei Kindern schnell zu Kreislaufproblemen führen.
- Plötzliche Wetterumschwünge: Gewitter, Temperaturstürze oder Nebel entstehen im Gebirge oft innerhalb kurzer Zeit.
- Absturz- und Stolpergefahr: Steiniges, unwegsames oder nasses Gelände wird von Kindern häufig unterschätzt.
- Unterkühlung: Auch im Sommer kann es in höheren Lagen oder bei Regen schnell kühl werden.

Warnsignale erkennen: Wann Eltern aufmerksam werden sollten
Der kindliche Körper zeigt Warnsignale oft subtiler als der eines Erwachsenen. Eltern und Begleitpersonen sollten besonders auf folgende Anzeichen achten:
- Ungewöhnliche Blässe oder gerötetes, überhitztes Gesicht
- Klagen über Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit
- Auffällige Erschöpfung, Wortkargheit oder Antriebslosigkeit
- Zittern, kalter Schweiß oder unsicherer Gang
- Nachlassende Reaktionsfähigkeit auf Ansprache
Wichtig: Diese Symptome sollten nie mit dem Argument „wir sind gleich da“ ignoriert werden – gerade in unwegsamem Gelände kann sich ein Zustand innerhalb weniger Minuten deutlich verschlechtern.

Richtig handeln im Notfall
- Sofort anhalten und die Situation einschätzen – bei ersten Anzeichen von Erschöpfung, Schwindel oder Überhitzung nicht weitergehen.
- Schatten und kühlere Umgebung aufsuchen, wenn möglich, und beengende Kleidung öffnen.
- Kleine Mengen Wasser anbieten, jedoch nicht hastig große Mengen auf einmal, um den Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten.
- Notruf wählen (112), sobald sich der Zustand nicht rasch bessert oder Bewusstseinseintrübung auftritt – in Deutschland ist die Nummer auch in vielen abgelegenen Bergregionen erreichbar.
- Standort so genau wie möglich angeben: markante Wegpunkte, GPS-Koordinaten über das Smartphone oder Notfall-Apps wie die „SOS-EU-ALP“-App erleichtern die Bergrettung erheblich.
- Bei Bewusstlosigkeit oder fehlender Atmung sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen, bis Rettungskräfte eintreffen.

Vorbeugung: So wird die Familienwanderung sicherer
- Route dem Leistungsniveau des jüngsten Familienmitglieds anpassen, nicht dem der Erwachsenen.
- Ausreichend Wasser und energiereiche Snacks mitführen und regelmäßig aktiv zu Trinkpausen auffordern, statt auf Durstgefühl zu warten.
- Wettervorhersage vor Tourbeginn prüfen und bei Gewitterwarnung die Route verschieben oder verkürzen.
- Sonnenschutz nicht vergessen: Kopfbedeckung, Sonnencreme und leichte, atmungsaktive Kleidung.
- Feste, passende Schuhe statt offener Sandalen oder ungeeigneten Freizeitschuhen.
- Handy mit vollem Akku und Offline-Kartenmaterial für Bereiche ohne Netzempfang mitführen.
- Realistische Pausenplanung: Lieber häufiger kurz pausieren als seltene, lange Rastzeiten einplanen.

Reiseapotheke für Wandertouren
Eine kleine Grundausstattung gehört in jeden Wanderrucksack: Pflaster und Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, eine Rettungsdecke, ausreichend Wasser sowie bei bekannten Vorerkrankungen die entsprechenden Notfallmedikamente. Bei Touren in entlegenen Regionen empfiehlt sich zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung mit Bergungs- und Rettungskostenschutz.

Fazit: Aufmerksamkeit ist der beste Schutz
Die überwiegende Mehrheit der Familienwanderungen verläuft ohne Zwischenfälle. Dennoch zeigen wiederkehrende Rettungseinsätze in Wander- und Bergregionen, wie schnell sich der Zustand von Kindern verändern kann. Wer Warnsignale ernst nimmt, die Tour realistisch plant und im Ernstfall besonnen reagiert, schützt die ganze Familie – und kann den gemeinsamen Ausflug in die Natur unbeschwerter genießen.
Themen: Wandern mit Kindern, Familienwanderung, Erste Hilfe, Bergrettung, Hitzschlag
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